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Der Dritte macht den Zweiten zum Ersten:

Udo Bösch zum vierten Mal in Folge Vereinsmeister!

Zum sage und schreibe vierten Mal hintereinander ist Udo Bösch Vereinsmeister des Schachclubs Ebringen. Unterstützung erhielt er dabei vom Drittplatzierten Malte Pothmann, der in der letzten Runde in einer sehenswerten Partie den bis dahin führenden Holger Kaspereit besiegen konnte. Bösch und Kaspereit erreichten beide 5,5 Punkte aus 7 Partien, die bessere Feinwertung machte Udo Bösch zum Vereinsmeister 2018. Seniorenmeister wurde Heinz Bösch, Juniorenmeister Malte Pothmann. Udo sicherte sich den Titel nicht nur zum vierten Mal in Folge, er gewann den wichtigsten Event im Ebringer Turnierkalender insgesamt zum 16. Mal. Und es ist bereits sein zweiter Viererpack, der erste ist ihm in den Jahren 1992 bis 1995 gelungen. Der Schachclub Ebringen gratuliert Udo zu dieser unglaublichen Leistung, die ihm vermutlich so schnell keiner nachmachen wird.

Endstand Vereinsmeisterschaft SC Ebringen 2018:

  1. Udo  Bösch                         5,5 Punkte (Vereinsmeister 2018)
  2. Holger Kaspereit               5,5
  3. Malte Pothmann               4,5 Punkte (Juniorenmeister 2018)
  4. Lutz Grabe                          4,5
  5. Heinz Bösch                       4,5 Punkte (Seniorenmeister 2018)
  6. Dr. Harald Obloh              4,0
  7. Hanspeter Becker             4,0
  8. Robert Hamar                   3,5
  9. Hans-Dieter Weißflog      3,0
  10. Winfried Schüler               2,5
  11. Dr. Werner Bonrath         2,5
  12. Gino De Cunzo                  2,5
  13. Karl-Peter Kendzia           2,5

Text: Karl-Peter Kendzia

Erste mit Pflichtsieg, Zweite mit couragierter Leistung.

Der Start in die neue Verbandsrunde brachte unterschiedliche Ergebnisse für die Ebringer Schachteams: Während sich die Erste in Meßkirch schwer tat und erst spät den Arbeitssieg sicherstellte, lieferte die Zweite dem Favoriten Sölden einen couragierten Fight und musste sich nur knapp geschlagen geben.

 Meßkirch I – Ebringen I   3 : 5

Die Erste musste zum Saisonauftakt auswärts beim Aufsteiger Meßkirch antreten. Aufstellungsmäßig war Ebringen klarer Favorit, die Gastgeber waren dazu noch ersatzgeschwächt und traten nur zu siebt an. Doch das Duell David gegen Goliath folgt immer wieder eigenen Gesetzen. Die Gastgeber kämpften wie die Löwen, so sollte es noch ein langer Nachmittag werden für die Ebringer. Am Ende konnte das Team um Kapitän Udo Bösch zwar nicht restlos überzeugen, aber immerhin die Punkte aus Meßkirch entführen und damit einen gelungenen Start in die neue Saison feiern.

 Sölden I – Ebringen II   4,5 : 3,5

Als Außenseiter fuhr die zweite Mannschaft Ebringens nach Sölden. Der Landesligaabsteiger war auf dem Papier deutlich favorisiert. So sah sich die Ebringer Landesligareserve an allen Brettern mit Gegnern konfrontiert, die in puncto Spielstärke weit überlegen waren. Besonders deutlich wurde das an den ersten drei Brettern, an denen Peter Ackermann, Heinz Bösch und Harald Obloh trotz großem Kampf auf verlorenem Posten saßen. Aber schon an Brett 4 keimte Hoffnung auf, als Hanspeter Becker mit einem sicheren Remis den ersten halben Punkt auf dem Ebringer Punktekonto verbuchte. Diesem positiven Beispiel folgten an Brett 5 und 6 Hans-Dieter Weißflog und Jörg Brezczinsky, die der Zweiten mit zwei sehenswerten Siegen neues Leben einhauchten. Werner Bonrath steuerte noch ein Remis bei, so dass alle Blicke auf dem Ebringer Debütanten an Brett 8 ruhten: Dirk Hamar lieferte seinem erfahrenen und weit spielstärkeren Gegner einen großen Kampf und verteidigte geschickt in einem Endspiel mit zwei Minusbauern und ungleichfarbigen Läufern, die immer eine gewisse Remis-Chance bieten. Dirk fuhr das Remis sicher nach Hause und erwischte damit einen Einstand nach Maß. Schon jetzt ist er eine echte Verstärkung der zweiten Mannschaft. Zwar ging der Mannschaftskampf knapp verloren, aber die couragierte Aufholjagd macht Mut für kommende Aufgaben.

Text: Karl-Peter Kendzia

Udo Bösch zum 19. Mal Vereinsblitzmeister.

Beim Kampf um die Krone im Blitzschach gibt es im Ebringer Schachclub meistens nur eine Frage: Holger Kaspereit oder Udo Bösch? Letzterer konnte Holger dieses Jahr auf Abstand halten und damit das jährlich stattfindende Turnier zum 19. Mal für sich entscheiden. Das Turnier wurde doppelrundig ausgetragen und nach 20 Partien hatte Udo 16 Siege bei vier Niederlagen zu verzeichnen, was keinem anderen Teilnehmer gelang. Zweiter wurde erwartungsgemäß Holger Kaspereit, Dritter wurde Neuzugang Georg Vogelbacher. Positiv zu erwähnen ist, dass die Spieler aus der zweiten Mannschaft den Favoriten hier und da ein Bein stellen konnten. Doch schon wegen der Hektik spielt der Faktor Glück eine größere Rolle beim Blitzschach als in Partien mit mehr Bedenkzeit. Der Schachclub Ebringen gratuliert Udo zu seiner 19. Blitzmeisterschaft, damit ist er vereinsintern Spitzenreiter.

Endstand Blitz:

  1. Udo  Bösch                       16 Punkte
  2. Holger Kaspereit               14,5
  3. Georg Vogelbacher           14
  4. Malte Pothmann                12
  5. Dr. Harald Obloh               11,5
  6. Lutz Grabe                       10,5
  7. Peter Meyer                      9,5
  8. Heinz Bösch                      6,5
  9. Winfried Schüler               5,5
  10. Dr. Werner Bonrath           4,5
  11. Robert Hamar                   4,5

Text: Karl-Peter Kendzia

Ein Ebringer von Jugendlichen umzingelt.

Die neue Saison ruft, und ein Ebringer war schon erfolgreich am Start:

Die Schachjugend des Bezirks drückte der diesjährigen Bezirkseinzelmeisterschaft im Horbener Bürgerhaus ihren Stempel auf. Wieder einmal präsentierte sich der Schachclub Horben als perfekt organisierter Gastgeber. Die harmonische und familiäre Atmosphäre des Turniers zog auch dieses Jahr wieder viele Schachfreunde an, darunter einen vereinzelten Ebringer. Schon in der ersten Runde bekam es Karl-Peter Kendzia mit einem U-18 Jugendlichen aus Heitersheim zu tun, der ihm eine deutliche Schachlektion erteilte. Erfolgreich wachgeprügelt, verfügte der für die zweite Ebringer Mannschaft spielende Kendzia in der zweiten Partie schon über eine kleine Portion Adrenalin, diesmal gegen einen erfahrenen Spieler aus Umkirch. Die Partie endete Remis, weil beide Parteien das Risiko scheuten. In der dritten Partie ging es für Kendzia wiederum gegen einen Jugendlichen aus Heitersheim, der in den ersten beiden Runden bärenstarke Partien abgeliefert hatte. Kendzia war also gewarnt und konnte mit Weiß von Anfang an Druck aufbauen, den er letztendlich in einen Sieg ummünzen konnte. Der dritte Jugendliche erwartete den Ebringer 50+ Spieler in der vierten Runde des Turniers, die für Sonntagmorgen angesetzt war. Dieser hatte 150 DWZ-Punkte mehr als Kendzia und spielte auch so. In einem Bauernendspiel musste Kendzia mit Springer und Läufer gegen ein aggressives Läuferpaar verteidigen. Mit etwas Glück konnte Kendzia die Stellung Remis halten, weil sein Gegner einige aussichtsreiche Züge übersah. Die fünfte und letzte Partie war ein Kampf auf Messers Schneide. Kendzia spielte gegen einen erfahrenen Gegner aus Sölden, der ihm vom ersten bis zum 50sten Zug das Leben schwer machte. Mit einem Minusbauern, den er bei genauem Spiel hätte zurückgewinnen können, ging Kendzia in ein vermeintlich hoffnungsloses Endspiel. Doch Verzweiflung hat auch eine kreative Seite. Mit gerade mal noch sieben Minuten auf der Uhr unternahm Kendzia einen letzten Angriffsversuch. Er nahm mit der Dame den weißen Läufer aufs Korn, der schützend vor seinem König stand. Die weiße Dame eilte dem angegriffenen König sofort zur Hilfe. Nun galoppierte aus dem Zentrum ein schwarzer Springer heran und bot gleichzeitig Schach und Gardez. Der weiße Läufer konnte den Springer nicht schlagen, da er von der schwarzen Dame an den weißen König gefesselt war. Mit diesem Familienschach konnte Kendzia die Partie für sich entscheiden und Horben für sich als glückliches Pflaster entdecken. Mit 3 Punkten aus 5 Partien belegte Karl-Peter Kendzia am Ende Platz 6 und feierte damit seine bisher beste Turnierleistung.  Bleibt noch zu erwähnen, dass mit dem Söldener Silas Backhaus ein siebzehnjähriger Schachcrack Bezirksmeister wurde, und zwar bei den Erwachsenen. Ein Hoch auf die Jugend.

Text: Udo Bösch

Ebringer Schachteams feiern Klassenerhalt.

Lange Zeit hatte das Abstiegsgespenst in Ebringen sein Unwesen getrieben. Doch am neunten und letzten Spieltag der diesjährigen Verbandsrunde konnten es die Ebringer Schachteams endgültig verscheuchen:

 Sölden I – Ebringen I   3 : 5

Zu Gast beim Nachbarklub Sölden entwickelte sich der Kampf gegen den Abstieg schon bald zum echten Krimi. Denn die Vorzeichen war klar: Die Erste musste in Sölden gewinnen, um die Klasse zu halten. Matthias Deutschmann, Malte Pothmann, Holger Kaspereit und Georg Vogelbacher konnten schon bald ihren Gegnern die Hand zum Remis reichen. Lutz Grabe konnte seine Partie gewinnen, aber das Ebringer Spitzenbrett Udo Bösch stand auf Verlust. Das Ganze schien auf ein Mannschaftsremis hinauszulaufen, und damit wäre Ebringen abgestiegen in die Bereichsklasse. Peter Meyer und Jürgen Tuchtfeld hatten jeweils eine vorteilhafte Stellung auf dem Brett. Im ersten Moment beruhigend, aber nicht, wenn der Weg zum Sieg noch ewig weit ist. Peters Gegner setzte auf Bauerntausch, um im Endspiel die Remis-Konstellation Turm gegen Turm und Springer zu erreichen. Aber Peter Meyer durchkreuzte diesen Plan und führte seine Figuren gewohnt souverän zum Sieg. Jürgen Tuchtfeld setzte seinen Gegner schwer unter Druck, brauchte aber lange, um dessen Bollwerk zu Fall zu bringen. Udo Bösch verlor seine Partie wie erwartet, aber das war nur Ergebniskosmetik. Am Ende hieß es 5:3 für Ebringen und so spielt die Erste auch im kommenden Jahr in der Landesliga. Ein echtes Happy End nach einer durchwachsenen Saison.

 Brombach II – Ebringen II   5 : 3

Bei der zweiten Mannschaft sah die Abstiegs-Arithmetik etwas anders aus. Sie musste ihren Mannschaftskampf beim Tabellenzweiten Brombach nicht gewinnen, sondern sollte nur fleißig Brettpunkte sammeln, um den Vorletzten Waldshut-Tiengen II auf Distanz zu halten. Auf dem Papier war Brombach haushoher Favorit, trotzdem schien das Team vom „Brombeerbach“ überrascht zu sein, dass ihnen so entschlossene Ebringer gegenüber saßen. Schon bald entwickelte sich ein Mannschaftskampf auf Augenhöhe. Und die Ebringer Spieler arbeiteten fleißig daran, genug Brombeer-Brettpunkte zu machen, um den Klassenerhalt in der Bereichsklasse noch perfekt zu machen. Harald Obloh eröffnete den Remisreigen und so füllte sich das Punktekörbchen langsam, aber stetig. So ernteten nach einer Weile auch Hanspeter Becker, Peter Ackermann und Jörg Breczinsky wichtige halbe Punkte. Gleiches gelang Winfried Schüler und Werner Bonrath mit ansprechenden Defensivleistungen. Nur zwei Partien gingen verloren und die 3 wichtigen Brombeer-Brettpunkte wurden selbstverständlich nach Ebringen entführt, wo sie den Ebringer Schachspielern als geschaffter Klassenerhalt bestens munden werden.

Text: Karl-Peter Kendzia

Erste glücklos, Zweite chancenlos.

Am sechsten Spieltag der Verbandsrunde hatte es noch Punkte gegeben für die Ebringer Schachteams: Die Zweite hatte kampflos gegen die Mannschaft von Wutachtal gewonnen, die grippebedingt absagen musste. Die Erste hatte gegen kampfstarke Oberwindener ein gerechtes Mannschaftsremis erreicht. Der 7. Spieltag brachte dagegen nicht so erfreuliche Ergebnisse:

 Dreiländereck II – Ebringen I   5 : 3

Die Mannschaft vom Rheinknie hatte an fast allen Brettern einen leichten DWZ-Vorteil, ging also als Favorit ins Rennen. Trotzdem verlief der Auftakt verheißungsvoll für die Gäste aus Ebringen. Lutz Grabe brachte schon bald ein Remis unter Dach und Fach, Udo Bösch konnte am Spitzenbrett einen frühen und überzeugenden Sieg einfahren und damit seine Formkrise beenden. Jürgen Tuchtfeld konnte noch ein Remis beisteuern und so die zwischenzeitliche 2:1 Führung für Ebringen markieren. Doch dann begann sich das Blatt zu wenden: Peter Ackermann ließ sich zu einem unkorrekten Figurenopfer hinreißen und verlor seine Partie, während Holger Kaspereit und Malte Pothmann in Zeitnot gerieten und dadurch ihre guten Stellungen verdarben. Auch Heinz Bösch konnte seinen Stellungsvorteil nicht nutzen, so dass kurz nacheinander vier Niederlagen zu Buche standen: 2:5 aus Ebringer Sicht. Der Mannschaftskampf war verloren. Peter Meyer war angesichts der sich abzeichnenden Niederlage hohes Risiko gegangen in seiner Partie und hatte alles auf die Abteilung Attacke gesetzt. Führt ein solcher Angriff nicht zum Ziel, ist die Partie verloren. Doch Peter Meyer wurde für seinen Mut belohnt und gewann die Partie verdient, konnte mit seinem Sieg aber nur noch zum 3:5 verkürzen und die Mannschaftsniederlage nicht mehr abwenden. Angesichts der Partieverläufe muss man von einer unglücklichen Niederlage der Ersten sprechen. Nun gilt es am 8. Spieltag gegen das starke Team aus Engen die Wende zu schaffen im Abstiegskampf.  

Schwarze Pumpe I – Ebringen II   6 : 2

Als Außenseiter fuhr man zur Schwarzen Pumpe Freiburg. Die Idee der Ebringer war es mit ein bisschen Glück einen Punkt aus der Bodega Geier zu entführen. Doch  bei der Umsetzung haperte es gewaltig. Zwar erwirtschafteten die Ebringer an den mittleren vier Brettern wirklich Remisen, also ein vorübergehendes 2:2, an den vorderen und hinteren Brettern setzte es aber mächtig Prügel mit vier Niederlagen in der Endabrechnung. So wurde aus einem 2:2 ein 2:6 aus Ebringer Sicht. Manchmal ist die bessere Mannschaft eben einfach wirklich besser. Das gilt es anzuerkennen. Trotzdem kann die Zweite im kommenden Heimspiel gegen Dreisamtal II den Klassenerhalt perfekt machen, allerdings nur, wenn mindestens ein Punkt in Ebringen bleibt.

Text: Karl-Peter Kendzia

Einladung zur Jahreshauptversammlung am Dienstag, 20. März 2018

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2018
Der Schachclub Ebringen lädt alle Mitglieder, Freunde und Gönner zu seiner diesjährigen Hauptversammlung am Dienstag, 20. März 2018 um 20 Uhr in der Schlossscheune Ebringen ein.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Genehmigung der Tagesordnung

3. Genehmigung des Protokolles der JHV 2017

4. Berichte des Vorstandes
4.1 Bericht des 1. Vorsitzenden und Jugendwartes Harald Obloh
4.2 Bericht des 2. Vorsitzenden und Turnierleiters Udo Bösch
4.3 Bericht des 3. Vorsitzenden und Kassierers Holger Kaspereit

5. Bericht der Kassenprüfer Ewald Metzger und Eberhard Blust

6. Bericht aus der Gemeinde (Bürgermeister Mosbach)

7. Entlastung des Gesamtvorstands

8. Wahlen zur Vorstandschaft
8.1 1. Vorsitzender
8.2 3. Vorsitzender und Kassierer
8.3 Schriftführer
8.4 Pressewart
8.5 Materialwart
8.6 Beisitzer

9. Wahl der Kassenprüfer

10. Ausblick auf das Jahr 2018
10.1 Ausflug des Freundeskreises vom 03. bis 10. Juni
10.2 Ausrichtung des Badischen Verbandstags am 16. Juni
10.3 Sommerblitzturnier
10.4 Weintage vom 17. bis 19. August
10.5 Vereinsfeiern 2018

11. Wünsche und Anträge, Verschiedenes

Weitere Wünsche und Anträge zur Tagesordnung sind bis 13. März 2018 an den 1. Vorsitzenden Harald Obloh, Am Gaishof 20, 79285 Ebringen zu richten.

Ebringen, 26. Februar 2018

Harald Obloh
1. Vorsitzender

Pokalsieg gegen Schwarze Pumpe Freiburg

Im diesjährigen Mannschaftspokal erreichte die Erste einen sauber herausgespielten 3:1 Sieg gegen die sympathische und kampfstarke Mannschaft der Schwarze Pumpe, die allerdings nicht in Bestbesetzung angetreten war. Mit diesem Sieg hat Ebringen das Halbfinale erreicht und muss damit rechnen einen „dicken Brocken“ zugelost zu bekommen.

Text: Karl-Peter Kendzia

Ebringer Schachteams im Abstiegskampf.

Der 5. Spieltag der Verbandsrunde brachte Licht und Schatten für die Ebringer Schachspieler. Während die zweite Mannschaft gegen Merzhausens Landesligareserve endlich die ersten Punkte einfuhr, musste die Erste die Punkte in Merzhausen lassen und findet sich in der Abstiegszone der Landesliga 2 wieder. So kämpfen nun beide Ebringer Schachteams gegen den Abstieg.

 Merzhausen I – Ebringen I   5 : 3

Auf dem Papier fuhr man als klarer Favorit nach Merzhausen. Folgerichtig wollte die erste mit einem Sieg von der anderen Seite des Schönbergs zurückkehren. Doch schon nach einer Stunde Spielzeit hatten Holger Kaspereit und Malte Pothmann ihre Figuren in eine schwierige Lage manövriert. Malte packte die Brechstange aus, um den Sieg zu erzwingen, was seine Stellung aber nicht hergab, und schon ging der erste Brettpunkt an Merzhausen. Mit zwei souverän herausgespielten Siegen untermauerten Ivan Dukic und Peter Meyer ihre ansteigende Formkurve. Weniger gut aufgelegt präsentierten sich Udo Bösch und Holger Kaspereit, die ihre Partien klar verloren. Hinzu kam, dass mit Lutz Grabe und Heinz Bösch zwei sonst zuverlässige Punktesammler ihre guten Stellungen nicht zum Sieg verwerten konnten, sondern jeweils mit einem Remis zufrieden sein mussten. So stand es 4:3 für Merzhausen und Georg Vogelbacher war zum Siegen verdammt, wollte er für Ebringen noch das Mannschaftsremis erkämpfen. Georg ging volles Risiko für das Ebringer Team, was in ausgeglichener Stellung immer ein gefährliches Spiel ist. Er lief in einen Konter und verlor die Partie. Unterm Strich blieben die Punkte aber in Merzhausen, weil die Ebringer Leistungsträger ihre Leistung nicht hatten abrufen können.

 Merzhausen II – Ebringen II   3 : 5

Wie man Punkte aus Merzhausen entführen kann, zeigte die Zweite eindrucksvoll. Gegen einen absolut gleichwertigen Gegner gab es insgesamt sechs Punkteteilungen, was nicht ungewöhnlich ist. Aber zum ersten Mal hatte die Zweite in dieser Saison mit Hans-Dieter Weißflog und Robert Hamar zwei Matchwinner dabei, die jeweils ihre Partien gewannen und damit den ersten Mannschaftssieg in dieser Saison sicherstellten. Bleibt zu hoffen, dass die Zweite diesen Aufwärtstrend im anstehenden Spiel gegen Wutachtal bestätigen kann.

Text: Karl-Peter Kendzia

Vom Bauchgefühl zur Punktediät.

Neuerdings scheinen die Ebringer Schachspieler Punkte wie Kalorien zu zählen. Zwar hat die Fastenzeit noch gar nicht begonnen, doch in der Schlossscheune hat man den Gürtel bereits seit Dezember punktemäßig enger geschnallt: Beleg dafür sind die beiden Auswärtsniederlagen am Hochrhein, wo die Ebringer Schachcracks nicht ganz unerwartet baden gingen. Auch beim ersten Spieltag im neuen Jahr gab es eine eiskalte Dusche. Die Erste verlor sang- und klanglos gegen Freiburg-Zähringen, die Zweite konnte sich nicht gegen Neustadt durchsetzen. So blieben die Ebringer in vier Mannschaftskämpfen ohne Punkte. Beim Punktekonto ist Schmalhans derzeit Küchenmeister.

Ebringen I – Freiburg Zähringen I   1,5 : 6,5

In der Ebringer Schlossscheune empfing die Erste den klar favorisierten Verbandsligaabsteiger aus Freiburg, der das deutlich spielstärkere Team stellte. Gegen stärkere Gegner kann man sich beim Schach nicht unbedingt auf sein Know-how verlassen, sondern muss ab und an auch mal auf sein Bauchgefühl vertrauen, das schon so manchem Schachspieler Kopf, Kragen und König gerettet hat. Die Ebringer schalteten also auf Bauchgefühl, um den ein oder anderen Punkt in der Schlossscheune zu behalten. Den ersten Schlag in die Magengrube musste Harald Obloh einstecken, der einen relativ simplen Mattplan seines Gegners übersah, nachdem er in der Eröffnung recht sorglos seinen Königsflügel preisgegeben hatte. Auch Holger Kaspereit spielte gewohnt intuitiv und hatte eigentlich gutes Gegenspiel, ließ aber einiges an Chancen liegen und verlor. Tragisch war die Niederlage von Lutz Grabe, der seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst überspielt hatte und dann nicht die richtige Abwicklung fand: 0:3 aus Ebringer Sicht. Heinz Bösch schien einen guten Tag erwischt zu haben und bedrohte den gegnerischen König mit einem Treppenmatt, versäumte es aber dann den Sack zuzumachen und musste ins Remis einwilligen, ärgerlich. Den Ehrenpunkt für Ebringen holte Peter Ackermann gegen den designierten Meisterschaftsfavoriten aus Freiburg. Die Niederlage war verdient, fiel aber deutlich zu hoch aus.

Ebringen II – Neustadt I   2,5 : 5,5

In puncto Punktediät ist die Zweite in der Saison nach ihrem Aufstieg ungewöhnlich konsequent: vier Mannschaftskämpfe, null Punkte. Dabei ist der Siegeshunger der Zweiten gar nicht abhandengekommen, allerdings viele Mitstreiter, die im letzten Jahr den Aufstieg erst ermöglicht hatten. Interessant ist, dass die Zweite nun zum vierten Mal mit dem gleichen Ergebnis verloren hat, 2,5 : 5,5, das heißt fünf Spieler erkämpfen ein Remis, während drei Partien verlorengehen. Mut zu mehr Risiko könnte ein Rezept sein, um beim nächsten Auswärtsspiel in Merzhausen die nervige Punktediät zu beenden. Mit oder ohne Bauchgefühl.

Text: Karl-Peter Kendzia