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Born to be wild: Jürgen Tuchtfeld ist Ebringer Schnellschachmeister 2017.

Jürgen Tuchtfeld hat eine Schwäche für schnelle Motorräder. Auch auf dem Schachbrett legt er gerne mal einen Zahn zu. So wie bei der gerade absolvierten Ebringer Schnellschachmeisterschaft. Aus sieben Runden mit jeweils 2 X 15 Minuten Bedenkzeit fuhr Jürgen sechs Siege sicher nach Hause. Die Konkurrenz staunte seinen Zügen hinterher und stellte sich hinten an. Platz 2 eroberte Malte Pothmann, auf Platz 3 landete Udo Bösch. Der Schachclub Ebringen gratuliert Jürgen zu seinem insgesamt zweiten Schnellschachtitel.

Endergebnis Ebringer Schnellschachmeisterschaft 2017 nach 7 Runden:

  1. Jürgen Tuchtfeld 6 Punkte (Schnellschachmeister 2017)
  2. Malte Pothmann 5,5
  3. Udo Bösch 5
  4. Georg Vogelbacher 5
  5. Heinz Bösch 4
  6. Dr. Harald Obloh 3,5
  7. Lutz Grabe 3
  8. Hans-Dieter Weißflog 1
  9. Dr. Werner Bonrath 1
  10. Boris Litfin (SC EM) 1

Text: Karl-Peter Kendzia

Holger Kaspereit holt sich zum 8. Mal den Ebringer Vereinspokal.

In Taktik und Nervenstärke eine Eins. Holger Kaspereit holt sich nach der Blitzmeisterschaft mit dem Vereinspokal den zweiten Titel im laufenden Jahr. Im Finale des traditionellen K.-o.-Turniers gegen Vereinsmeister Udo Bösch überzeugte Holger wieder einmal durch konsequentes Spiel. Er eroberte einen Turm für einen Springer und konnte so eine spielentscheidende offene Linie unter seine Kontrolle bringen. Udo sah das drohende Unheil kommen und gab die Partie auf. Im Halbfinale hatte es in den Partien Kaspereit – Pothmann und Kendzia – Udo Bösch zunächst zwei Remisen gegeben. Beide Partien der Vorschlussrunde wurden dann durch einen Stichkampf im Blitzschach entschieden. Hier behielten Udo Bösch und Holger Kaspereit jeweils mit 2:0 die Nase vorn. Der Schachclub Ebringen beglückwünscht Holger zum verdienten Sieg und einem weiteren Pokal in seiner beeindruckenden Sammlung.

Endstand im Vereinspokal des Schachclubs Ebringen 2017

1. Kaspereit, Holger (Vereinspokalsieger 2017)

2. Bösch, Udo

3. Pothmann, Malte

3. Kendzia, Karl-Peter

Text: Karl-Peter Kendzia

Erste punktet fleißig weiter, Zweite zahlt weiter Lehrgeld.

Am zweiten Spieltag der neuen Verbandsrunde gab es zahlreiche Spielerabsagen. Die erste Mannschaft konnte das kompensieren und erreichte im Heimspiel gegen Villingen-Schwenningen ein wertvolles Mannschaftsremis. Die Zweite konnte dagegen nicht in gewohnter Stärke antreten und kam deshalb gegen das kompakte Bereichsligateam aus Denzlingen unter die Räder.

 Ebringen I – Villingen-Schwenningen I  4 : 4

In der Ebringer Schlossscheune begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Und das sollten auch schon bald auch die ersten Partieergebnisse zeigen. Das erste Remis holte Holger Kaspereit an Brett 2. Diesem Beispiel schlossen sich Jürgen Tuchtfeld und Malte Pothmann kurz darauf an. Später stimmten auch noch Heinz Bösch, Ivan Dukic und Lutz Grabe in diesen Remis-Reigen mit ein. Dann brachte Dr. Harald Obloh die Ebringer nach einer sehr wechselhaften Partie mit einer Energieleistung in Front, indem er einen Freibauern gekonnt zum Sieg verwertete. Nun war es an Udo Bösch diesen 1-Punkte-Vorsprung für das Team über die Ziellinie zu retten, wozu er ein Remis benötigt hätte. Allerdings hatte Udo keine ruhige, positionelle Stellung auf dem Brett, sondern ein taktisches Schlachtfeld, auf dem sich die beiden Könige bereits um brauchbare Deckung bemühten. Außerdem befand sich Udo in Zeitnot und musste in Sekunden die richtigen Züge finden. Das gelang ihm nicht und er griff fehl, was sein hochkarätiger Gegner eiskalt auszunutzen wusste. Da war ein gehörige Portion Pech im Spiel. Letztendlich war dieses Mannschaftsremis aber leistungsgerecht, denn die Teams waren absolut gleichstark. Es wird spannend sein zu verfolgen, wie sie sich im weiteren Saisonverlauf platzieren können.

Ebringen II – Denzlingen I 2,5 : 5,5

Voller Hoffnung, aber auch mit einigen Zweifeln fieberte die Ebringer Landesligareserve ihrem zweiten Auftritt in der Bereichsklasse entgegen. Denn in der Ersten fehlten vier Spieler, die normalerweise für den Einsatz in der Zweiten bereitstehen. Man trat also mit einem Team an, das an den vorderen Brettern nicht ganz so stark war wie sonst. Das fiel zunächst gar nicht auf, weil Peter Ackermann am Spitzenbrett seinen höher eingeschätzten Gegner gut im Griff hatte und seine Partie sicher in den Remishafen steuerte. Das gleiche Kunststück gelang Jörg Brezczinsky, so dass bei den Ebringern Hoffnung aufkeimte. Dazu passte auch das Remis von Hans-Dieter Weißflog an Brett 3. Altmeister Ewald Schneider lieferte seinem spielstärkerem Gegner einen beherzten Kampf, verlor dann aber völlig überraschend eine Figur, so dass er aufgeben musste. Kurz zuvor hatte Karl-Peter Kendzia an Brett 8 seine Partie gewonnen und das Zwischenergebnis lautete 2,5 : 2,5. Die letzten drei Partien mussten die Entscheidung bringen. Winfried Schüler verlor aufgrund eines deutlichen Materialnachteils, Robert Hamar fand in einem komplexen Leichtfigurenendspiel nicht den Remisweg und Hanspeter Becker wurde ein struktureller Stellungsnachteil zum Verhängnis. Kurz: Alle drei Schlusspartien gingen verloren. So kam Denzlingen zu einem ungefährdeten Auswärtserfolg, und die Ebringer müssen nun versuchen beim anstehenden Auswärtsspiel in Waldshut-Tiengen die ersten Punkte einzufahren.

Text: Karl-Peter Kendzia

Holger Kaspereit macht das Dutzend voll im Blitzschach.

Zum 12. Mal Ebringer Blitzmeister: Holger Kaspereit hat wieder einmal die gesamte Konkurrenz im Ebringer Schachclub eindrucksvoll niedergeblitzt. Sein taktisches Verständnis und sein dynamisches Angriffsspiel sind auch nicht von ungefähr im gesamten Schachbezirk Freiburg gefürchtet. Und so war Holger an diesem Abend mit 9 Siegen aus 9 Partien wieder einmal eine Klasse für sich. Spannend wurde es nur um Kampf um die übrigen Podiumsplätze. Hier marschierten Udo Bösch, Lutz Grabe und der Neu-Ebringer Georg Vogelbacher im Gleichschritt, so dass es nach neun Runden zum Stichkampf kam. Im ersten Match konnte Udo Bösch Georg Vogelbacher in einem lange Zeit ausgeglichenen Match schließlich überspielen und besiegen. Die Partie zwischen Lutz Grabe und Georg Vogelbacher endete leistungsgerecht mit einem Remis. In der Partie gegen Udo Bösch benötigte Lutz Grabe dann einen Sieg, um mit Udo punktemäßig gleichzuziehen. Doch die von gegenseitigem Respekt geprägte Partie mündete wiederum in ein Remis, was Udo Bösch Platz 2 bescherte. Lutz Grabe und Georg Vogelbacher teilten sich den dritten Platz. Sehr erfreulich war, dass mit Boris Litfin vom SC Emmendingen auch ein auswärtiger Schachspieler an der Ebringer Blitzmeisterschaft teilnahm und frischen Wind in das Turnier brachte. Während somit Vereinsmeisterschaft und Blitzmeisterschaft gespielt sind, stehen die Entscheidungen im Schnellschach und im Vereinspokal noch aus. Der Schachclub Ebringen gratuliert Holger Kaspereit zu seinem 12. Titel im Blitzschach mit der bleibenden Erkenntnis: Keiner zieht schneller.

Vereinsblitzmeisterschaft 2017:

  1. Holger Kaspereit  9 Punkte (Blitzmeister 2017)
  2. Udo Bösch  7 (nach Stichkampf Zweiter)
  3. Lutz Grabe  7
  4. Georg Vogelbacher 7
  5. Heinz Bösch  4
  6. Boris Litfin  3,5
  7. Hans-Dieter Weissflog 3
  8. Werner Bonrath  3
  9. Karl-Peter Kendzia  1,5
  10. Harald Obloh  0

Text: Karl-Peter Kendzia

Big Point und Lektion zum Saisonauftakt.

Am ersten Spieltag der neuen Verbandsrunde präsentierte sich die Erste kampf- und nervenstark. Beim Auswärtsspiel in Donaueschingen konnte man ein Duell auf Augenhöhe knapp für sich entscheiden. Die zweite Mannschaft musste dagegen nach ihrem Aufstieg in die Bereichsklasse gegen stark angetretene Horbener die erwartete Niederlage einstecken.

Donaueschingen I –  Ebringen I  3,5 : 4,5

Es ist immer nett alte Bekannte zu treffen. Und da Ebringens Holger Kaspereit seine ersten schachlichen Lorbeeren in Donaueschingen errungen hat, kennt er das Team der Quellstädter noch immer gut. Die Ebringer waren sehr motiviert, denn nach der Niederlage im letzten Jahr war diesmal eine Revanche fällig. Das erste Remis erreichte Udo Bösch am Spitzenbrett nach knapp zwei Stunden. Dann verloren Holger Kaspereit und Malte Pothmann die Übersicht in ihren Partien und Donaueschingen lag plötzlich mit zwei Punkten vorn. Der Neu-Ebringer Georg Vogelbacher opferte eine Figur für einen schönen Angriff, der aber leider nicht zum Matt führte, sondern nur in einem Dauerschach endete, also in einem Remis. Gleiches galt für Ivan Dukic, der in guter Stellung einen wichtigen Mehrbauern einbüßte. Immer noch zwei Punkte Rückstand. Doch Peter Meyer riss die Ebringer aus ihrer Schockstarre. Mit einem beherzten Angriff setzte er seinen Gegner unter Druck, fand eine schöne Kombination mit Turmgewinn und schaffte so den Anschlusstreffer. Nun ruhten die Hoffnungen auf Jürgen Tuchtfeld und Lutz Grabe, die vorteilhafte Stellungen auf dem Brett hatten. Aber nichts ist im Schach schwerer als einen leichten Vorteil zum Gewinn zu nutzen. Nach fünfeinhalb Stunden liebäugelte Jürgens Gegner bereits mit einem Remis, als Jürgen aus der Hüfte eine Figur opferte, was seinen Gegner zur sofortigen Aufgabe zwang. Damit stand es 3.5 : 3.5. Die letzte Partie musste den Mannschaftskampf entscheiden. In einem zähen taktischen Ringen hatte Lutz Grabe seine große Erfahrung und die Uhr auf seiner Seite. Sein Gegner geriet in Zeitnot und fand in der Hektik nicht mehr die besten Züge. So konnte Lutz entscheidende Vorteile herausarbeiten und die Partie gewinnen. Damit ging ein echter Schachkrimi gegen sympathische Donaueschinger mit einem Happyend für die Ebringer zuende.

Horben I – Ebringen II  5,5 : 2,5

Frisch in die Bereichsliga aufgestiegen, erlebte die Zweite gleich am ersten Spieltag die Härte des Ligaalltags. Denn man war in Horben zu Gast, bei einem hoch gehandelten Anwärter auf die Meisterschaft. An den ersten vier Brettern saßen der Ebringer Landesligareserve Spieler mit Oberligaerfahrung gegenüber. Nur Hanspeter Becker an Brett 4 konnte ein Remis erringen gegen seinen wesentlich spielstärkeren Gegner. Den einzigen vollen Punkt für Ebringen holte Robert Hamar, der seinen Gegner mit der gewohnten Geduld ausguckte. Altmeister Ewald Schneider erreichte ein Remis, ebenso wie Jörg Brezczinsky, was aber zu wenig war, um den Vorsprung der Horbener noch aufzuholen. Unter dem Strich stand dann auch die erwartete Niederlage gegen einen Gegner, bei dem man sich fragt, was er in dieser hochkarätigen Besetzung in der Bereichsliga verloren hat.

Text: Karl-Peter Kendzia

Udo XV. (Quinze): Der Schachkönig von Ebringen heißt zum 15. Mal Udo Bösch.

Roger Federer hat gerade zum 8. Mal Wimbledon gewonnen. Peanuts im Vergleich zur Leistung von Udo Bösch, der aktuell zum 15. Mal Ebringer Vereinsmeister geworden ist. Damit ist er nicht nur alleiniger Rekordhalter, er hat auch einen echten Hattrick geschafft, denn er gewinnt den Titel zum dritten Mal in Folge. Das war zuvor nur Holger Kaspereit in den 2000ern, ihm selbst in den Neunzigern und Wolfgang Philipp in den Achtziger Jahren gelungen. Daran ist auch gut abzulesen, dass es in Ebringen immer Spieler gab, die das Geschehen am Brett dominierten.

Die diesjährige Vereinsmeisterschaft geriet früh zur One-Man-Show von Udo Bösch, da sein Dauerrivale Holger Kaspereit bereits in Runde 1 eine unerwartete Niederlage gegen Robert Hamar einstecken musste. In die Bresche sprang Malte Pothmann, der sich mit durchweg guten Ergebnissen den zweiten Platz sicherte. Später erholte sich Holger von seinem Fehlstart und konnte mit dem dritten Platz noch seinen gewohnten Platz auf dem Treppchen einnehmen. Ein richtiges Endspiel um die Seniorenmeisterschaft lieferten sich Dr. Harald Obloh und Heinz Bösch. In einer Partie, die beide mehrfach hätten gewinnen können, hatte Harald schließlich das glücklichere Ende für sich und wurde Ebringer Seniorenmeister 2017. Zum Favoritenschreck entwickelte sich außerdem Dr. Werner Bonrath, der in der letzten Runde Udo Bösch fast um die Früchte seiner Arbeit brachte. Werner hatte einen Materialvorteil, war aber in sehr bedrängter Stellung, die aber letztlich dem von Udo aufgebauten Druck standhielt. Am Ende stand ein Remis, mit dem Werner seinen kontinuierlichen Aufwärtstrend unterstreichen konnte. Für die nächste Vereinsmeisterschaft wünscht man sich im Ebringer Schachclub ein größeres Teilnehmerfeld. Das liegt im Bereich des Möglichen, denn es gibt im Verein schon die ersten Neuzugänge für die kommende Saison zu verzeichnen.

Endstand Vereinsmeisterschaft 2017 nach 7 Runden:

  1. Udo Bösch 5,5 Punkte (Vereinsmeister 2017)
  2. Malte Pothmann 5,0
  3. Holger Kaspereit 4,5
  4. Dr. Harald Obloh 4,5 (Seniorenmeister 2017)
  5. Lutz Grabe 4,5
  6. Heinz Bösch 3,5
  7. Dr. Werner Bonrath 3,5
  8. Robert Hamar 3,5
  9. Karl-Peter Kendzia 3,0
  10. Winfried Schüler 2,5
  11. Hans-Dieter Weißflog 2,0

Text: Karl-Peter Kendzia

Zweite krönt sich zum Bezirksligameister – Erste lässt sich auskontern.

Die Ebringer Landesligareserve hat eine makellose Saison hingelegt und sich nach einem hart umkämpften Mannschaftsremis am letzten Spieltag die Meisterkrone der Bezirksliga Freiburg aufgesetzt. Die erste Mannschaft scheiterte im Herzschlagfinale der Landesliga II gegen den neuen Landesligameister Pfullendorf am starken Gegner, aber auch an den eigenen Nerven.  

Ebringen II – Freiburg Zähringen III   4 : 4

Da man mit drei Mannschaftspunkten Vorsprung in diese Partie ging, war sie eigentlich bedeutungslos, denn an der Meisterschaft für das Team Ebringen II hätte sie nichts mehr geändert. Trotzdem entwickelte sich ein hart geführtes Match zweier gleichstarker Teams. Nach zwei frühen Remisen stand es bald 1:1, nach zwei weiteren dann 2:2. Die Führung für Ebringen markierte Altmeister Ewald Schneider mit einem souverän herausgespielten Sieg. Dem guten Beispiel folgte Hanspeter Becker und ließ seinem Gegner in einem gewonnenen Bauernendpiel keine Chance. 4:2 für Ebringen. Doch an den hinteren Brettern sah es schlecht aus. Teamchef Winfried Schüler konnte seinen König nicht aus einer Fesselung befreien und musste aufgeben, Frank Armbruster ereilte nach tapferem Kampf das gleiche Schicksal, so stand am Ende ein gerechtes 4:4 zu Buche. Danach knallten die Sektkorken vor der Schlossscheune bei bestem Frühsommerwetter, um den verdienten Meistertitel nach einer Saison ohne Niederlage zu feiern. Damit steigt Ebringen II in die Bereichsklasse auf.

Ebringen – Pfullendorf    2,5 : 5,5

An diesem letzten Spieltag kämpften drei punktgleiche Teams um den Meistertitel der Landesliga, neben Ebringen und Pfullendorf auch noch Villingen. Hochmotiviert gingen die Ebringer in den Mannschaftskampf. Aber im Gegensatz zur Meisterschaftspartie gegen Iffezheim, wo man zwei Jahre zuvor den Meistertitel errungen hatte, kam mit zunehmender Spieldauer bei einigen Ebringern Nervosität auf, da sie in Zeitnot gerieten. So musste die Erste bald einem 0:2 Rückstand hinterherlaufen und wurde gnadenlos ausgekontert. Die 2,5 Brettpunkte für Ebringen holten Jürgen Tuchtfeld und Heinz Bösch mit überzeugenden Siegen, Mannschaftskapitän Udo Bösch steuerte ein Remis bei: „Nach dem Verbandsligaabstieg startete die Erste holprig in die neue Saison. Mit einer imposanten Aufholjagd vom 5. Bis zum letzten Spieltag konnten wir noch zu den führenden Pfullendorfern und Villingern aufschließen und hatten die Chance ein kleines Wunder zu schaffen. Das hat leider nicht geklappt. Mit dem erreichten 4. Tabellenplatz können wir aber sehr zufrieden sein und werden in der nächsten Saison wieder mit frischen Kräften angreifen“, so das Saisonfazit des Ebringer Spielführers.

Text: Karl-Peter Kendzia

Erste geht ins Fotofinish – Zweite stellt den Sekt kalt.

Vor dem letzten Spieltag liegt ein Lächeln auf den Gesichtern der Ebringer Schachcracks. Denn die zweite Mannschaft steht in der Bezirksklasse Freiburg bereits als Aufsteiger fest und darf sich in der kommenden Saison mit Gegnern aus der Bereichsklasse messen. In der Vorschlussrunde siegte man kampflos gegen Waldkirch II, da die Mannschaft sich aus dem laufenden Spielbetrieb verabschiedet hat. Derweil hat sich die Erste nach einer beeindruckenden Aufholjagd wieder in den Kampf um die Tabellenspitze eingeschaltet und liegt vor dem letzten Mannschaftskampf punktgleich mit den führenden Teams aus Pfullendorf und Villingen-Schwenningen auf Platz 3. Damit steht der letzte Spieltag in der Landesliga II unter Hochspannung.

Singen – Ebringen  0,5 : 7,5

Richtung Bodensee ging es für die Erste am vorletzten Spieltag. Mit der klaren Vorgabe beim Tabellenschlusslicht aus Singen zu punkten. Die Singener wehrten sich tapfer und warfen alles in die Waagschale, um mit den Ebringern mitzuhalten, doch letztlich war der Spielstärkeunterschied zu groß. So wurde Ebringen seiner Favoritenstellung gerecht und fuhr an sieben Brettern überzeugende Siege ein. Einzig Mannschaftsführer Udo Bösch musste sich bei einem Remis mit einem halben Punkt begnügen. Nach dieser lösbaren Aufgabe erwartet die Erste am letzten Spieltag den Tabellenführer aus Pfullendorf. Bei einem Mannschaftsremis könnte der Tabellenzweite Villingen-Schwenningen der lachende Dritte sein. Aber selbstverständlich wird die Erste alles investieren, um auf dem Zielfoto der Landesliga II der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus zu sein.

Ebringer Farben hochgehalten im Badischen Mannschaftspokal.

Die Qualifikation für den Badischen Mannschaftspokal war bereits eine kleine Sensation: Man konnte sich gegen das Oberligateam aus Dreisamtal den dritten Platz im Bezirkspokal sichern und damit die Qualifikation für die Badische Ebene des Wettbewerbs. Hier traf man in der ersten Runde auf den Landesligisten Offenburg, so dass eine Partie auf Augenhöhe zu erwarten war. Leider fehlten bei Ebringen die Spitzenbretter Holger Kaspereit und Udo Bösch, für die Harald Obloh und Chris Davis in die Bresche sprangen, allerdings gegen eine bärenstarke Gegnerschaft aus der Ortenau. Harald sah sich mit Schwarz einem Offenburger Offensivtalent gegenüber, das mit virtuosem Figurenspiel aggressiv zu Werke ging. Chris Davis hatte das Vergnügen mit Uwe Rauch, dem stärksten und erfahrensten Offenburger Schachspieler. Harald und Chris hielten sich bravurös, mussten aber schließlich die Überlegenheit der Gegner anerkennen und ihre Partien verloren geben. An den hinteren Brettern sorgten Malte Pothmann und Heinz Bösch für ein insgesamt respektables Ergebnis. Malte konnte seine Partie gewinnen, während Heinz sehr souverän ein Remis erreichte, so dass es am Ende 1,5 :2,5 für Offenburg hieß. Trotz dieser Niederlage bleibt die Erkenntnis, dass Ebringen im Mannschaftspokal als gefürchteter Favoritenschreck gilt. Gerade deshalb lässt sich auf dem Erreichten aufbauen.

Text: Karl-Peter Kendzia

Schach macht Appetit auf mehr

Es sage niemand, dass eine solche Stellung nicht Appetit auf mehr machen kann,
sie sieht irgendwie lecker aus, wenn man genauer hinschaut.
Reykjavik 1972Talhausen 2017; Idee Birgit und Clara Schüler

Pokaltraum nimmt jähes Ende

Bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen empfing man in der Ebringer Schlossscheune die leichtfavorisierten Gäste aus Offenburg zur ersten Runde des badischen Pokals. Nach dem Erfolg im Pokalkrimi gegen Dreisamtal gingen wir hochmotiviert in die Begegnung. Taktisch aufgestellt ging man mit der Einstellung in die Partie, sich an den vorderen Brettern teuer zu verkaufen und hinten die zum Sieg benötigten Punkte einzufahren. Unterstützt wurde das Ebringer Team noch durch Winfried Schüler, der im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgte, sowie Werner Bonrath, der sich wieder einmal bereit erklärt hatte, als Schiedsrichter zu fungieren, und diverse Ebringer Schachbegeisterte, die es sich nicht nehmen lassen wollten, zumindest kurz zum Daumendrücken vorbei zu kommen.

Schon früh in der Begegnung gab es den ersten Schock für die Ebringer als Malte Pothmann schlecht in die Eröffnung startete und nur durch eine Unachtsamkeit des Gegners keine Figur verlor. Dieser schien auch ansonsten nicht so ganz in die Partie zu finden und konnte die Partie nach weiteren Unachtsamkeiten nur noch aufgeben. 1:0 für Ebringen. Während Heinz Bösch am letzten Brett schon früh die meisten Figuren getauscht hatte und auf ein Remis zusteuerte, geriet Harald Obloh am Spitzenbrett leider unter Druck, sodass ihm außer Schwindelchancen nicht mehr viel blieb. Durch diesen drohenden Ausgleich blieb Chris Davis am zweiten Brett nicht viel Anderes übrig, als zu versuchen auf Gewinn zu spielen. Angesichts dieses Drucks kam es, wie es kommen musste. Sein deutlich stärkerer Gegner nutzte eine kleine Ungenauigkeit und gewann in der Folge erst einen Bauern und schon bald die Partie. 1:1. Auch Harald Obloh wusste sich nicht mehr zu helfen und gab angesichts einer hoffnungslosen Stellung auf. Damit war der Mannschaftskampf aufgrund der Berliner Feinwertung, bei der Siege an höheren Brettern stärker gewichtet werden, bereits verloren. So konnte nun zum Abschluss auch Heinz Bösch, der noch wie verrückt nach einer Gewinnmöglichkeit gesucht hatte, seine Partie zum 1,5:2,5-Endstand Remis geben.

Mit dieser Niederlage sind wir dann aus dem Badischen Mannschaftspokal ausgeschieden und es heißt, sich auf das Saisonfinale am 14.05. in der Schlosscheune vorzubereiten, bei dem die bereits als Meister der Bezirksklasse festehende Zweite gegen Zähringen III spielt, während die Erste gegen Pfullendorf noch Außenseiterchancen auf den Meistertitel in der Ladesliga hat.

Text: Malte Pothmann