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Last-minute-Erfolg für Holger Kaspereit im Schnellschach.

Schnellschach ist ein gnadenloses Geschäft. Jeder Spieler hat 15 Minuten Zeit für eine ganze Schachpartie. Wer die Zeit überschreitet, verliert. In der diesjährigen Neuauflage der vereinsinternen Ebringer Schnellschachmeisterschaft kam es wie schon so oft zu einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Udo Bösch und Holger Kaspereit. 6 Runden lang führte Udo das Klassement an, er konnte also schon am Schnellschachtitel schnuppern. Doch in der letzten Runde zerplatzte Udos Traum vom 8. Schnellschachtitel. Angeblich mit einem Freibier bestochen, zeigte Jürgen Tuchtfeld gegen Udo sein bestes Schach und ließ dem Abonnementsieger im Schnellschach keine Chance. Diese Gelegenheit wollte Holger Kaspereit nutzen, um sich die Ebringer Schnellschachkrone zum zweiten Mal zu sichern. Doch in der Partie gegen Dr. Werner Bonrath, dessen Formkurve aktuell steil ansteigt, stieß Holger auf erbitterte Gegenwehr. Da Udo aber seine Partie verloren hatte, reichte Holger ein Remis, um in letzter Minute an Udo vorbeizuziehen. Der Schachclub Ebringen gratuliert Holger zum verdienten Schnellschachtitel 2016.

Endergebnis Ebringer Schnellschachmeisterschaft 2016:
Holger Kaspereit ist Schnellschachmeister

Pl. Teilnehmer Pu.
1. Holger Kaspereit 6.0
2. Udo Bösch 5.5
3. Malte Pothmann 5.0
4. Dr. Harald Obloh 4.0
5. Hans-Dieter Weißflog 3.0
6. Dr. Werner Bonrath 3.0
7. Jürgen Tuchtfeld 3.0
8. Hanspeter Becker 2.5
9. Robert Hamar 1.5
10. Heinz Bösch 1.5

Text: Karl-Peter Kendzia

Zweimal 4:4 am 1. Spieltag.

Zum Saisonauftakt holten die Ebringer Schachteams je einen Punkt in der Fremde. Während die Erste nach Waldshut reisen musste, durfte die Zweite im Krozinger Kurhaus gastieren.

Waldshut-Tiengen II – Ebringen I  4 : 4

Als leichter Favorit trat man die Reise an den Hochrhein an. Dort angekommen, schien auch alles gleich nach Plan zu laufen. Heinz Bösch brachte die Ebringer 8 schon bald in Führung. Doch die Freude währte nicht lange, denn schon kurz darauf musste Jürgen Tuchtfeld seinem Gegner zum Sieg gratulieren, weil er nicht mit der gewohnten Konsequenz zu Werke gegangen war. An den übrigen vorderen Brettern entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf. Nach Siegen von Malte Pothmann und Dr. Michael Born an Brett 6 und 7 hieß es schon bald 1:3 für Ebringen. Dann kam Udo Bösch an Brett 2 ein Bauer abhanden, ein Materialnachteil, den sein Gegner eiskalt zum Sieg nutzte. Nur noch 2:3 für Ebringen. Dann der Schock: Die Partien von Holger Kaspereit und Peter Meyer gerieten aus der Balance und gingen beide verloren. Plötzlich führte Waldshut-Tiengen mit 4:3. Doch an diesem Sonntag machten die hinteren Bretter wett, was an den vorderen schiefging. Denn nun musste der Ebringer Lutz Grabe auf Sieg spielen, was ihm sehr überzeugend gelang. Den Schlusspunkt setzte Lutz mit einem sehenswerten Mattangriff und sicherte damit das Mannschaftsremis am ersten Spieltag der neuen Saison. So belohnte er sich und das Ebringer Landesligateam mit seiner Energieleistung am Brett.

Bad Krozingen I  – Ebringen II   4 : 4

Mit gemischten Gefühlen fuhr die Zweite nach Krozingen, denn bei den Kurstädtern hatte es schon so manche knappe Niederlage gegeben in vergangenen Spielzeiten. Man war also gewarnt vor der großen schachlichen Erfahrung der Kurparkveteranen. Obwohl die Ebringer Landesligareserve auf dem Papier leicht favorisiert war, kam es zu einem Mannschaftsduell auf Augenhöhe, in dem sich beide Parteien keinen Millimeter auf den Brettern schenkten. Hervorzuheben ist der schöne Sieg von Altmeister Ewald Schneider, der seinen Gegner mit List und Geschick in eine sehenswerte Eröffnungsfalle lockte. Ebenso überzeugende Siege steuerten Dr. Harald Obloh und Ivan Dukic bei. Hanspeter Becker und Jörg Brezczinsky konnten je ein Remis erringen, so dass die Zweite einen Punkt aus dem Krozinger Kurhaus entführen konnte.

Text: Karl-Peter Kendzia