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Pokaltraum nimmt jähes Ende

Bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen empfing man in der Ebringer Schlossscheune die leichtfavorisierten Gäste aus Offenburg zur ersten Runde des badischen Pokals. Nach dem Erfolg im Pokalkrimi gegen Dreisamtal gingen wir hochmotiviert in die Begegnung. Taktisch aufgestellt ging man mit der Einstellung in die Partie, sich an den vorderen Brettern teuer zu verkaufen und hinten die zum Sieg benötigten Punkte einzufahren. Unterstützt wurde das Ebringer Team noch durch Winfried Schüler, der im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgte, sowie Werner Bonrath, der sich wieder einmal bereit erklärt hatte, als Schiedsrichter zu fungieren, und diverse Ebringer Schachbegeisterte, die es sich nicht nehmen lassen wollten, zumindest kurz zum Daumendrücken vorbei zu kommen.

Schon früh in der Begegnung gab es den ersten Schock für die Ebringer als Malte Pothmann schlecht in die Eröffnung startete und nur durch eine Unachtsamkeit des Gegners keine Figur verlor. Dieser schien auch ansonsten nicht so ganz in die Partie zu finden und konnte die Partie nach weiteren Unachtsamkeiten nur noch aufgeben. 1:0 für Ebringen. Während Heinz Bösch am letzten Brett schon früh die meisten Figuren getauscht hatte und auf ein Remis zusteuerte, geriet Harald Obloh am Spitzenbrett leider unter Druck, sodass ihm außer Schwindelchancen nicht mehr viel blieb. Durch diesen drohenden Ausgleich blieb Chris Davis am zweiten Brett nicht viel Anderes übrig, als zu versuchen auf Gewinn zu spielen. Angesichts dieses Drucks kam es, wie es kommen musste. Sein deutlich stärkerer Gegner nutzte eine kleine Ungenauigkeit und gewann in der Folge erst einen Bauern und schon bald die Partie. 1:1. Auch Harald Obloh wusste sich nicht mehr zu helfen und gab angesichts einer hoffnungslosen Stellung auf. Damit war der Mannschaftskampf aufgrund der Berliner Feinwertung, bei der Siege an höheren Brettern stärker gewichtet werden, bereits verloren. So konnte nun zum Abschluss auch Heinz Bösch, der noch wie verrückt nach einer Gewinnmöglichkeit gesucht hatte, seine Partie zum 1,5:2,5-Endstand Remis geben.

Mit dieser Niederlage sind wir dann aus dem Badischen Mannschaftspokal ausgeschieden und es heißt, sich auf das Saisonfinale am 14.05. in der Schlosscheune vorzubereiten, bei dem die bereits als Meister der Bezirksklasse festehende Zweite gegen Zähringen III spielt, während die Erste gegen Pfullendorf noch Außenseiterchancen auf den Meistertitel in der Ladesliga hat.

Text: Malte Pothmann

Bericht aus der Jahreshauptversammlung

In der Jahreshauptversammlung  am 4. April freute sich der Schachclub, Bürgermeister Mosbach als Ehrengast begrüßen zu dürfen.  In der Versammlung wurden Udo Bösch als 2. Vorsitzender und Turnierleiter sowie Robert Hamar als Beisitzer für zwei Jahre wiedergewählt. Ewald Metzger und Eberhard Blust wurden als Beisitzer für eine Amtszeit von einem Jahr gewählt.

Für die Weintage will man sich etwas verändert einstellen. Der separate Sektstand hat sich nicht bewährt, so dass der Sektverkauf in den Weinbrunnen integriert werden soll. Am Weinfest will man den Verein optisch besser hervorheben.
[zum Protokoll]

Traum vom Meisterschaftsdouble bewahrt!

Ein Spieltag, wie fast nicht besser hätte laufen können. Der Kampf der ersten Mannschaft gegen Singen war einer der unspannendsten Mannschaftskämpfe seit langem. Ebringen machte an allen acht Brettern Druck und die Gegner teils grobe Fehler. Lediglich Udo Bösch hat sich schwer getan. Aber ein 7,5: 0,5 kann sich auf jeden Fall sehen lassen!

Gleichzeitig spielte Tabellenführer Pfullendorf – Ebringens Gegner am letzten Spieltag – gegen Donaueschingen 4:4 und der punktgleiche Tabellenzweite Villingen-Schwenningen kam gegen sehr schwache Söldener auch nicht über ein 4:4 hinaus.
Damit liegen Pfullendorf, Villingen-Schwenningen und Ebringen mit nun je 12:4 Zählern auf den Plätzen eins bis drei der Landesliga, wobei Ebringen mit 2,5 Brettpunkten Rückstand hinter dem Spitzenduo liegt.

Um an Pfullendorf vorbeizuziehen muss am letzten Spieltag die Erste für die doppelte Meisterschaft auf
jeden Fall (und möglichst hoch) gewinnen. Denn auch bei einem Ebringer Sieg müsste Villingen ein weiteres Mal straucheln. Für Villingens Gegner Zähringen II geht es allerdings am letzten Spieltag um den Klassenerhalt, so dass Ebringen eventuell Schützenhilfe erwarten kann. Allerdings muss auch Zähringen I stark antreten um die Klasse zu halten, während es für Zähringen III am letzten Spieltag gegen Ebringen II in der Bezirksklasse um nichts mehr geht. Zähringen ist im gesicherten Mittelfeld und unsere zweite Mannschaft – die am 8. Spieltag spielfrei hatte – steht bereits als Meister fest.

Text: Winfried Schüler und Malte Pothmann

Ebringer Landesligateam besiegt Oberligisten Dreisamtal im Pokal mit 3:1.

Am Abend des 21. März empfingen wir die Dreisamtäler zum Spiel um den dritten Platz im Freiburger Mannschaftspokal und die Qualifikation zum Badischen Pokal. Als Underdog lautete für uns die Devise, hinten zu gewinnen und dem Gegner vielleicht vorne noch ein Pünktchen abzuluchsen.

Musikalisch begleitet vom Probeabend der Musikkapelle Ebringen entwickelten sich in der Folge spannende Partien und lange Zeit konnte kein Spieler einen Vorteil erringen. Während Holger Kaspereit an Brett 1 wie gewohnt unter Opfern mit voller Wucht auf seinen nominell deutlich stärkeren Gegner einstürmte, waren bei Chris Davis am zweiten Brett schnell die Damen getauscht. Leider verlor er im Folgenden kurzzeitig den Überblick und musste in schwieriger Position die Segel streichen. Mit diesem 0:1-Rückstand mussten nun an den anderen Brettern Siege her. Malte Pothmann hielt trotz eines Bauernverlusts mit seinem Gegner mit und konnte einen Fehler ausnutzen, um eine Figur gegen zwei weitere Bauern zu gewinnen, sodass die Partie wieder völlig offen war. Heinz Bösch schaffte es in der Zwischenzeit, seinem Gegner zwei Bauern abzuluchsen, befand sich nun aber im schwierig zu gewinnenden Endspiel mit zwei Türmen auf beiden Seiten.

Es war schon weit nach Mitternacht und die Bedenkzeit aller Spieler fast erschöpft, als parallel an allen drei Bretten die Entscheidung fiel. Heinz Bösch hatte fleißig weiter Bauern eingesammelt und konnte nun den gegnerischen König mit einem schönen Treppenmatt, eines der ersten Mattmotive, die ein Schachanfänger lernt, erledigen. Malte Pothmann und Holger Kaspereit profitierten beide in ihren Endspielen davon, dass der Gegner unbedingt gewinnen wollte und sich übernahm, sodass der eine nach Bauernumwandlung eine neue Dame bekam und der andere mit 3 Freibauern gegen einen Turm nicht mehr aufzuhalten war.

Völlig unerwartet war so die Sensation geglückt und die Freude groß! Nach diesem 3:1-Sieg heißt es nun, auf die Auslosung des Badischen Pokals zu warten und auf einen prestigeträchtigen Gegner zu hoffen.

 

Text: Malte Pothmann

 

Jahreshauptversammlung 2017 am Dienstag, 04. April 2017 um 20 Uhr

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2017
am Dienstag, 04. April 2017 um 20 Uhr
in der Ebringer Schlossscheune

Der Schachclub Ebringen lädt alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins zu seiner diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstag, 04. April 2017 um 20 Uhr in der Ebringer Schlosssscheune ein.

Tagesordnung

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolles der JHV 2016
  4. Tätigkeitsberichte des Vorstandes
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung des Gesamtvorstands
  7. Wahlen zur Vorstandschaft
    – 2. Vorsitzender
    – Turnierleiter
    – ein Beisitzer
  8. Wahl der Kassenprüfer
  9. Ausblick auf 2017
    – Weintage vom 18. bis 20. August
  10. Wünsche und Anträge

Anträge zur Tagesordnung sind bitte bis Dienstag, 28. März beim 1. Vorsitzenden Harald Obloh, Am Gaishof 20, 79285 Ebringen oder per eMail (harald.obloh@t-online.de) einzureichen.

Harald Obloh,
1. Vorsitzender

2. Mannschaft vorzeitig Meister der Bezirksliga, 1. Mannschaft behält Anschluss zur Spitze

Die erste Mannschaft gewann gegen Sölden in der Landesliga Süd II mit 5:3. Gegen den Nachbarverein aus dem Hexental siegten Holger Kaspereit, Lutz Grabe und Christian Davis. Udo Bösch, Jürgen Tuchtfeld, Peter Meyer und Malte Pothmann remisierten. Michael Born musste sich leider geschlagen geben. Durch das 4:4 des bisherigen Spitzenreiters Villingen verringerte sich der Punktabstand zur Tabellenspitze auf einen Zähler.

Mit einem deutlichen 6,5:1,5-Erfolg gegen Verfolger Umkirch sicherte sich die zweite Mannschaft am drittletzten Spieltag die Meisterschaft in der Bezirksliga, da zeitgleich der Tabellenzweite Emmendingen überraschend gegen Bad Krozingen verlor. Am 8. Spieltag hat die Mannschaft freilos und erhält kampflos zwei Siegpunkte, so dass sie mit jetzt drei Punkten Vorsprung nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden kann. Um den Aufstieg in die Bereichsliga perfekt zu machen, muss die Mannschaft am letzten Spieltag gegen Zähringen 1887 nur noch antreten.

Ebringen II trat in der numerisch bisher stärksten Besetzung der Saison an und holte an den acht Brettern fünf Siege (Heinz Bösch, Ivan Dukić, Hans-Dieter Weißflog, Ewald Schneider und Jörg Brezczsinsky) sowie drei Remis (Harald Obloh, Peter Ackermann und Robert Hamar).

 

Tabellenführer geschlagen, Tabellenführer geblieben.

Glänzend aufgelegt präsentierten sich die Ebringer Schachteams am 6. Spieltag der Verbandsrunde. Bestens eingestellt durch Mannschaftskapitän Udo Bösch, erspielte sich das Ebringer Landesligateam in Villingen-Schwenningen einen hart umkämpften Sieg und kann in der Tabelle wieder nach oben schauen. In der Bezirksklasse verbuchte die Zweite einen überzeugenden Erfolg bei Freiburg West und ist weiterhin Tabellenführer. Richtungsweisend wird hier der anstehende Mannschaftskampf gegen die bärenstarken Umkircher sein.

 Villingen-Schwenningen – Ebringen  3 : 5

Schon nach kurzer Zeit trug die von Udo Bösch ausgegebene Losung „Spielt frei auf, wir haben nichts zu verlieren“ die ersten Früchte. Der Gegner von Jürgen Tuchtfeld verzettelte sich und schon nach 20 Zügen konnte er Jürgens elegantem und kraftvollem Königsangriff nichts mehr entgegensetzen. 1:0. An den übrigen Brettern waren mittlerweile komplexe Mittelspielstellungen entstanden. Harald Obloh konnte früh einen Bauern gewinnen. Er setzte auf Königsangriff und opferte dazu einen Bauern. Schwarz gelang es, Gegenspiel zu organisieren, drohte schließlich einzügig matt zu setzen, doch Haralds Angriff war schneller. Mit einer 3-zügigen Mattkombination beendete er die Partie: 2:0 für Ebringen. An Brett 1 hatte Holger Kaspereit mit Weiß eine optisch ansprechende Mittelstellung erreicht, griff dann jedoch fehl und tauschte falsch ab. 2:1. An Brett 2 stand Udo Bösch mit dem Rücken zur Wand. Mit zwei Springern gegen das Läuferpaar nebst Freibauern hätte es eines kleinen Wunders bedurft, das aber ausblieb. 2:2. Doch Neuzugang Peter Meyer ist endlich im Team angekommen. An Brett 4 brachte er Ebringen wieder in Führung. In einer komplizierten Stellung, in der auf beiden Seiten die Bauernkette vor den Königen aufgebrochen war, behielt Peter die Übersicht und wickelte in ein gewonnenes Endspiel ab. 3:2. An Brett 8 verteidigte sich Peter Ackermann zäh und so gab es für den Gegner kein Durchkommen. 3,5:2,5. Dr. Michael Born an Brett 6 hatte zwischenzeitlich einen Mehrbauern erobert, doch stand sein König quasi im Freien und wurde von der gegnerischen Dame bedrängt. Es zeugt vom Ebringer Kampfgeist, dass er trotzdem nach einem Gewinnweg suchte und dabei die Nerven der zuschauenden Ebringer Spieler strapazierte, bevor er sich widerwillig auf ein Remis durch Dauerschach einließ. 4:3. Nun kam alles auf Lutz Grabe an. Zwar hatte Lutz das Läuferpaar, doch auf der b-Linie war ein schwarzer Freibauer gefährlich weit vorgerückt. Es entwickelte sich ein Krimi, der von beiden Spielern exakte Züge verlangte. Lutz überlegte trotz akuter Zeitnot lange. Sein Gegner fand nicht die besten Züge und Lutz eroberte nicht nur den Freibauern, sondern erreichte auch die bessere Stellung. Den drohenden Materialverlust vor Augen, überschritt der Gegner nach 6-stündigem Kampf die Zeit. 5:3 für Ebringen! Ein knapper, aber verdienter Sieg gegen den Tabellenführer.

.Freiburg-West  – Ebringen II  2,5 : 5,5

Als Tabellenführer der Bezirksklasse trat die zweite Mannschaft der Ebringer leicht favorisiert gegen Freiburg West an. Während der ersten Stunden entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe und lange Zeit stand es an allen Brettern ausgeglichen. Das 1:0 markierte Malte Pothmann, der mit einer Fesselung den gewinnbringenden Materialvorteil erspielen konnte, dicht gefolgt von Jörg Brezczinsky, der im Endspiel erst zwei Bauern und dann die Partie gewann: 2:0. An den letzten zwei Brettern waren zu dem Zeitpunkt recht geschlossene Bauernstrukturen entstanden. Doch während Winfried Schüler durch geschicktes Abtauschen die Stellung soweit vereinfachen konnte, dass sein nominell deutlich stärkerer Gegner keinen Gewinnweg mehr sah, wurde Stefan Lorenz‘ Partie noch sehr abenteuerlich, bevor sich beide Seiten auf ein Remis einigten: 3-1. Auch Heinz Bösch musste sich mit einem Remi begnügen 3,5-1,5. Ivan Dukic gewann gewohnt überzeugend, sodass Hans-Dieter Weißflog und Robert Hamar nach hartem Kampf beruhigt zum 5,5-2,5 remisieren konnten. Am nächsten Spieltag gegen Umkirch stehen nun die Meisterschaftsambitionen der Ebringer auf dem Prüfstand. Ein spannender Kampf in der Schlossscheune ist zu erwarten.

Texte: Karl-Peter Kendzia, Harald Obloh, Malte Pothmann

Leichtsinn kostet Nerven und Punkte.

Am 5. Spieltag der Verbandsrunde waren die Ebringer Schachspieler in Gedanken wohl schon in der 5.Jahreszeit, denn Fastnacht ist ja nicht mehr weit. Während sich die Erste in Donaueschingen einige Aussetzer erlaubte und so einen eigentlich ausgeglichenen Mannschaftskampf ohne Not verlor, schrammte die Zweite in Heitersheim als haushoher Favorit knapp an einer Blamage vorbei.

Donaueschingen – Ebringen  5 : 3

Das geistige Kräftemessen begann vielversprechend für die Ebringer. Mannschaftsführer Udo Bösch konnte bereits in der Eröffnung einen gegnerischen Bauern erbeuten, und Lutz Grabe sicherte sich früh eine vorteilhafte Stellung. Am Spitzenbrett konnte Holger Kaspereit seinem spielstarken früheren Mannschaftskollegen Christian Ketterer ein Remis abtrotzen. Gleiches gelang Malte Pothmann und Dr. Michael Born an den hinteren Brettern. Dann unterliefen Udo Bösch, der schon unzählige Mal für Ebringen die Kastanien aus dem Feuer geholt hatte, mehrere oberflächliche Züge. Udo verlor die spielerische Linie und folgerichtig auch die Partie. Ähnlich unglücklich agierte Peter Meyer, der seine Partie durch Zeitüberschreitung verlor. Für den einzigen Lichtblick an diesem Tag sorgte Lutz Grabe, der seine Partie an Brett 5 überzeugend gewann. Jürgen Tuchtfeld und Dr. Harald Obloh gingen dann noch an die Grenzen ihrer Stellung, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden. Jürgen musste sich ins unvermeidliche Remis fügen und Harald seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Nun muss die Erste versuchen sich im Mittelfeld der Landesliga 2 zu etablieren. Die Aufstiegsträume sind bereits ausgeträumt.

Heitersheim II  – Ebringen II  3,5 : 4,5

Erfahrung aus Ebringen gegen junge Wilde aus Heitersheim. Das war die Konstellation im Auswärtsspiel der zweiten Mannschaft. Auch hier lief zunächst alles nach Plan. Schon bald markierte Hans-Dieter Weißflog das 1:0. Gesundheitlich angeschlagen, einigte sich wenig später Robert Hamar mit seinem Gegner absolut mannschaftsdienlich auf Remis. Auch Heinz Bösch remisierte am Spitzenbrett. Hanspeter Becker gewann seine Partie gewohnt souverän und alles sah nach einem ungefährdeten Sieg aus: 3,5:1,5 für Ebringen lautete der Zwischenstand. Dann verlor mit Jörg Breczcinsky einer der zuverlässigsten Ebringer Punktesammler seine Partie und es kam Nervosität auf. Zum Glück konnte sich Peter Ackermann bei schwerer Zeitnot in die Zeitkontrolle retten und damit ein wichtiges Remis erreichen. Ivan Dukić hielt dann den Sieg fest mit einem weiteren Unentschieden. Sein Endspiel wäre aber zu gewinnen gewesen. Fazit: Nichts ist schwieriger als gegen ein Team von aufstrebenden Jugendspielern zu bestehen, denn jede Überheblichkeit wird sofort bestraft. Mit diesem knappen, aber wichtigen Sieg behauptet die Ebringer Landesligareserve die Tabellenspitze in der Bezirksliga Freiburg.

Erfolge im Mannschafts- und Seniorenpokal

Die erste Mannschaft setzte sich im Pokalspiel gegen den B-Ligisten Simonswald erwartungsgemäß deutlich mit 4:0 durch. In netter Atmosphäre traten die sympathischen Simonswälder mit einer gemischten Mannschaft an, bestehend aus zwei Frauen und zwei Männern. Ein höherer Frauenanteil würde dem Schachsport ja generell gut zu Gesicht stehen. Auch das Ebringer Seniorenteam setzte sich im Pokal mit 3:1 gegen Sölden durch und muss in der nächsten Runde mit übermächtigen Gegnern rechnen.

Text: Karl-Peter Kendzia

Same procedure as every year: Udo Bösch und Holger Kaspereit holen sich sämtliche Vereinstitel.

Überraschungen Mangelware, Favoriten vorne: So verliefen die Vereinsturniere des vergangenen Jahres. Während sich Udo Bösch die Titel im klassischen Schach mit langer Bedenkzeit sicherte, wurde Holger Kaspereit seinem Ruf als Schnellschachspezialist gerecht. Da Schach kein Glücksspiel ist, kann dann schon mal Langeweile aufkommen beim Betrachten der Ergebnistabellen. Aber das ist ja bei Klassikern wie „Dinner for One“ das Schöne. Es ändert sich nie was. Der Schachclub Ebringen wünscht allen Ebringern ein gutes Neues Jahr. Sozusagen in letzter Minute.

Vereinsmeisterschaft 2016 nach 7 Runden:

Pl. Name Pu.
  1. Udo Bösch 6,0
  2. Libor Valevsky 5,0
  3. Malte Pothmann 5,0
  4. Heinz Bösch 4,5
  5. Holger Kaspereit 4,0
  6. Hanspeter Becker 4,0
  7. Dr. Harald Obloh 3,5
  8. Winfried Schüler 3,0
  9. Robert Hamar 2,5
 10. Gino De Cunzo 2,0
 11. Dr. Werner Bonrath 1,5
 12. Karl-Peter Kendzia 1,0

Vereinspokal 2016:

Pl. Name
  1. Udo Bösch
  2. Holger Kaspereit
  3. Malte Pothmann
Heinz Bösch

Schnellschachmeisterschaft 2016:

  1. Holger Kaspereit                6 Punkte (Schnellschachmeister 2016)
  2. Udo Bösch                          5,5
  3. Malte Pothmann                 5
  4. Dr. Harald Obloh                4
  5. Hans-Dieter Weißflog        3
  6. Dr. Werner Bonrath            3
  7. Jürgen Tuchtfeld                3
  8. Hanspeter Becker              2,5
  9. Robert Hamar                     1,5
  10. Heinz Bösch                     1,5

Blitzmeisterschaft 2016:

  1. Holger Kaspereit                12,5 Punkte (Blitzmeister 2016)
  2. Udo Bösch                         10
  3. Lutz Grabe                          9
  4. Malte Pothmann                 8,5
  5. Dr. Harald Obloh                8
  6. Dr. Michael Born                6
  7. Dr. Werner Bonrath            2
  8. Ryan Dubiel                       0

Text: Karl-Peter Kendzia

Zweite überweihnachtet an der Tabellenspitze.

Der vierte Spieltag brachte den Ebringer Schachteams ein Doppelderby gegen die Landesliga- und Bezirksklassenvertretung des Schachclubs Oberwinden. Während es im Landesligamatch zu einem verdienten Mannschaftsremis kam, setzte sich die Ebringer Landesligareserve durch einen Sieg nach vielen Höhen und Tiefen an die Tabellenspitze der Bezirksliga Freiburg, von wo sie bis Ende Januar grüßen darf.

Ebringen I – Oberwinden II  4 : 4

Oberwinden kam mit einer kompakten und kampfstarken Mannschaft nach Ebringen. Wir hatten zwar an allen Brettern eine kleine bis größere DWZ-Überlegenheit, aber das will im Schach und insbesondere bei Mannschaftskämpfen nicht allzu viel heißen“, verriet der Ebringer Captain Udo Bösch unmittelbar nach Ende des Derbys. Es entwickelte sich ein Kampf auf absoluter Augenhöhe und so geriet der Mannschaftskampf zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. „Nach und nach konnten die Schachfreunde aus Oberwinden uns ein Remis nach dem anderen abtrotzen und sogar eine Partie gewinnen. So stand es nach mehreren Stunden Spielzeit 1,5 – 2,5 für die Gäste. Wir mussten also aus den verbleibenden 4 Partien mindestens eine gewinnen“, schildert Team-Captain Udo Bösch den etwas misslungenen Auftakt für die Ebringer.

„Während Dr. Harald Obloh und Jürgen Tuchtfeld eher ums Remis kämpften, hatte Peter Ackermann zwar einen Mehrbauern in einem Leichtfiguren-Endspiel, das aber leider nicht zu gewinnen war. Also war ich zum Gewinnen verdammt“, musste der Ebringer Spielführer sich eingestehen, als auf den übrigen Brettern einfach keine Vorteile für Ebringen entstehen wollten. Udo hatte einen Mehrbauern in einem ungleichen Läuferendspiel und sein Gegner bot folgerichtig Remis an, was wohl ohne Türme korrekt gewesen wäre. Aber noch waren beide Turmpaare auf dem Brett und so konnte Udo seinen Gegner nach und nach jeglicher Aktivität berauben und dessen Figuren auf der 7. und 8. Reihe festnageln. Im 75. Zug und nach gut 6 Stunden Spielzeit durchbrach Udo dann die zähe Verteidigung seines Gegners und holte an diesem Tag den einzigen vollen Punkt für das Ebringer Landesligateam.

Die Oberwindener wurden für ihren grandiosen Kampf belohnt und waren dem Sieg oft näher als Ebringen. Zuletzt endete der Mannschaftskampf leistungsgerecht 4:4.

Ebringen II  – Oberwinden III         5 : 3

Die Zweite musste erneut gegen einen dezimierten Gegner spielen. So fanden nur sechs Oberwindener Bezirksligaspieler den Weg in die Schlossscheune und man startete mit einem scheinbar komfortablen 2:0 in den Mannschaftskampf. An Brett 5 kam es schon bald zur Punkteteilung und an Brett 6 spielte Jörg Breczcinsky seine überlegene Spielstärke mit der gewohnten Geduld aus. 3,5 : 0,5 für Ebringen. Eine klare Sache an den hinteren Brettern. Auch an Brett 4 sah es gut aus. Altmeister Ewald Schneider hatte eine Mehrfigur und eine aussichtsreiche Stellung, die aber große Sorgfalt erforderte. Denn sein Gegner konnte durch ein Bauernübergewicht am Damenflügel einen Freibauer ins Feld schicken, den Ewald mit seinen Türmen hätte abwehren können. Doch einer davon stand passiv und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Als Ewald dann noch wegen einer taktischen Finesse seine Mehrfigur verlor, war die Niederlage an Brett 4 nicht mehr abzuwenden. Da zwischenzeitlich Heinz Bösch am Spitzenbrett die Waffen strecken musste, war der beruhigende Punktevorsprung dahingeschmolzen und es stand nur noch 4:3 für Ebringen. Doch an Brett 2 behielt wieder einmal Hanspeter Becker die Nerven und führte die weißen Steine in einer sehr komplexen Partie zum Sieg – und das Ebringer Bezirksligateam geradewegs an die Tabellenspitze. Ein vorweihnachtliches Gefühl der besonderen Art.

Der Schachclub Ebringen wünscht allen Ebringern ein frohes Fest und einen guten Start ins Jahr 1301 nach Ebringer Zeitrechnung.

Text: Karl-Peter Kendzia