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2. Mannschaft vorzeitig Meister der Bezirksliga, 1. Mannschaft behält Anschluss zur Spitze

Die erste Mannschaft gewann gegen Sölden in der Landesliga Süd II mit 5:3. Gegen den Nachbarverein aus dem Hexental siegten Holger Kaspereit, Lutz Grabe und Christian Davis. Udo Bösch, Jürgen Tuchtfeld, Peter Meyer und Malte Pothmann remisierten. Michael Born musste sich leider geschlagen geben. Durch das 4:4 des bisherigen Spitzenreiters Villingen verringerte sich der Punktabstand zur Tabellenspitze auf einen Zähler.

Mit einem deutlichen 6,5:1,5-Erfolg gegen Verfolger Umkirch sicherte sich die zweite Mannschaft am drittletzten Spieltag die Meisterschaft in der Bezirksliga, da zeitgleich der Tabellenzweite Emmendingen überraschend gegen Bad Krozingen verlor. Am 8. Spieltag hat die Mannschaft freilos und erhält kampflos zwei Siegpunkte, so dass sie mit jetzt drei Punkten Vorsprung nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden kann. Um den Aufstieg in die Bereichsliga perfekt zu machen, muss die Mannschaft am letzten Spieltag gegen Zähringen 1887 nur noch antreten.

Ebringen II trat in der numerisch bisher stärksten Besetzung der Saison an und holte an den acht Brettern fünf Siege (Heinz Bösch, Ivan Dukić, Hans-Dieter Weißflog, Ewald Schneider und Jörg Brezczsinsky) sowie drei Remis (Harald Obloh, Peter Ackermann und Robert Hamar).

 

Tabellenführer geschlagen, Tabellenführer geblieben.

Glänzend aufgelegt präsentierten sich die Ebringer Schachteams am 6. Spieltag der Verbandsrunde. Bestens eingestellt durch Mannschaftskapitän Udo Bösch, erspielte sich das Ebringer Landesligateam in Villingen-Schwenningen einen hart umkämpften Sieg und kann in der Tabelle wieder nach oben schauen. In der Bezirksklasse verbuchte die Zweite einen überzeugenden Erfolg bei Freiburg West und ist weiterhin Tabellenführer. Richtungsweisend wird hier der anstehende Mannschaftskampf gegen die bärenstarken Umkircher sein.

 Villingen-Schwenningen – Ebringen  3 : 5

Schon nach kurzer Zeit trug die von Udo Bösch ausgegebene Losung „Spielt frei auf, wir haben nichts zu verlieren“ die ersten Früchte. Der Gegner von Jürgen Tuchtfeld verzettelte sich und schon nach 20 Zügen konnte er Jürgens elegantem und kraftvollem Königsangriff nichts mehr entgegensetzen. 1:0. An den übrigen Brettern waren mittlerweile komplexe Mittelspielstellungen entstanden. Harald Obloh konnte früh einen Bauern gewinnen. Er setzte auf Königsangriff und opferte dazu einen Bauern. Schwarz gelang es, Gegenspiel zu organisieren, drohte schließlich einzügig matt zu setzen, doch Haralds Angriff war schneller. Mit einer 3-zügigen Mattkombination beendete er die Partie: 2:0 für Ebringen. An Brett 1 hatte Holger Kaspereit mit Weiß eine optisch ansprechende Mittelstellung erreicht, griff dann jedoch fehl und tauschte falsch ab. 2:1. An Brett 2 stand Udo Bösch mit dem Rücken zur Wand. Mit zwei Springern gegen das Läuferpaar nebst Freibauern hätte es eines kleinen Wunders bedurft, das aber ausblieb. 2:2. Doch Neuzugang Peter Meyer ist endlich im Team angekommen. An Brett 4 brachte er Ebringen wieder in Führung. In einer komplizierten Stellung, in der auf beiden Seiten die Bauernkette vor den Königen aufgebrochen war, behielt Peter die Übersicht und wickelte in ein gewonnenes Endspiel ab. 3:2. An Brett 8 verteidigte sich Peter Ackermann zäh und so gab es für den Gegner kein Durchkommen. 3,5:2,5. Dr. Michael Born an Brett 6 hatte zwischenzeitlich einen Mehrbauern erobert, doch stand sein König quasi im Freien und wurde von der gegnerischen Dame bedrängt. Es zeugt vom Ebringer Kampfgeist, dass er trotzdem nach einem Gewinnweg suchte und dabei die Nerven der zuschauenden Ebringer Spieler strapazierte, bevor er sich widerwillig auf ein Remis durch Dauerschach einließ. 4:3. Nun kam alles auf Lutz Grabe an. Zwar hatte Lutz das Läuferpaar, doch auf der b-Linie war ein schwarzer Freibauer gefährlich weit vorgerückt. Es entwickelte sich ein Krimi, der von beiden Spielern exakte Züge verlangte. Lutz überlegte trotz akuter Zeitnot lange. Sein Gegner fand nicht die besten Züge und Lutz eroberte nicht nur den Freibauern, sondern erreichte auch die bessere Stellung. Den drohenden Materialverlust vor Augen, überschritt der Gegner nach 6-stündigem Kampf die Zeit. 5:3 für Ebringen! Ein knapper, aber verdienter Sieg gegen den Tabellenführer.

.Freiburg-West  – Ebringen II  2,5 : 5,5

Als Tabellenführer der Bezirksklasse trat die zweite Mannschaft der Ebringer leicht favorisiert gegen Freiburg West an. Während der ersten Stunden entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe und lange Zeit stand es an allen Brettern ausgeglichen. Das 1:0 markierte Malte Pothmann, der mit einer Fesselung den gewinnbringenden Materialvorteil erspielen konnte, dicht gefolgt von Jörg Brezczinsky, der im Endspiel erst zwei Bauern und dann die Partie gewann: 2:0. An den letzten zwei Brettern waren zu dem Zeitpunkt recht geschlossene Bauernstrukturen entstanden. Doch während Winfried Schüler durch geschicktes Abtauschen die Stellung soweit vereinfachen konnte, dass sein nominell deutlich stärkerer Gegner keinen Gewinnweg mehr sah, wurde Stefan Lorenz‘ Partie noch sehr abenteuerlich, bevor sich beide Seiten auf ein Remis einigten: 3-1. Auch Heinz Bösch musste sich mit einem Remi begnügen 3,5-1,5. Ivan Dukic gewann gewohnt überzeugend, sodass Hans-Dieter Weißflog und Robert Hamar nach hartem Kampf beruhigt zum 5,5-2,5 remisieren konnten. Am nächsten Spieltag gegen Umkirch stehen nun die Meisterschaftsambitionen der Ebringer auf dem Prüfstand. Ein spannender Kampf in der Schlossscheune ist zu erwarten.

Texte: Karl-Peter Kendzia, Harald Obloh, Malte Pothmann

Leichtsinn kostet Nerven und Punkte.

Am 5. Spieltag der Verbandsrunde waren die Ebringer Schachspieler in Gedanken wohl schon in der 5.Jahreszeit, denn Fastnacht ist ja nicht mehr weit. Während sich die Erste in Donaueschingen einige Aussetzer erlaubte und so einen eigentlich ausgeglichenen Mannschaftskampf ohne Not verlor, schrammte die Zweite in Heitersheim als haushoher Favorit knapp an einer Blamage vorbei.

Donaueschingen – Ebringen  5 : 3

Das geistige Kräftemessen begann vielversprechend für die Ebringer. Mannschaftsführer Udo Bösch konnte bereits in der Eröffnung einen gegnerischen Bauern erbeuten, und Lutz Grabe sicherte sich früh eine vorteilhafte Stellung. Am Spitzenbrett konnte Holger Kaspereit seinem spielstarken früheren Mannschaftskollegen Christian Ketterer ein Remis abtrotzen. Gleiches gelang Malte Pothmann und Dr. Michael Born an den hinteren Brettern. Dann unterliefen Udo Bösch, der schon unzählige Mal für Ebringen die Kastanien aus dem Feuer geholt hatte, mehrere oberflächliche Züge. Udo verlor die spielerische Linie und folgerichtig auch die Partie. Ähnlich unglücklich agierte Peter Meyer, der seine Partie durch Zeitüberschreitung verlor. Für den einzigen Lichtblick an diesem Tag sorgte Lutz Grabe, der seine Partie an Brett 5 überzeugend gewann. Jürgen Tuchtfeld und Dr. Harald Obloh gingen dann noch an die Grenzen ihrer Stellung, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden. Jürgen musste sich ins unvermeidliche Remis fügen und Harald seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Nun muss die Erste versuchen sich im Mittelfeld der Landesliga 2 zu etablieren. Die Aufstiegsträume sind bereits ausgeträumt.

Heitersheim II  – Ebringen II  3,5 : 4,5

Erfahrung aus Ebringen gegen junge Wilde aus Heitersheim. Das war die Konstellation im Auswärtsspiel der zweiten Mannschaft. Auch hier lief zunächst alles nach Plan. Schon bald markierte Hans-Dieter Weißflog das 1:0. Gesundheitlich angeschlagen, einigte sich wenig später Robert Hamar mit seinem Gegner absolut mannschaftsdienlich auf Remis. Auch Heinz Bösch remisierte am Spitzenbrett. Hanspeter Becker gewann seine Partie gewohnt souverän und alles sah nach einem ungefährdeten Sieg aus: 3,5:1,5 für Ebringen lautete der Zwischenstand. Dann verlor mit Jörg Breczcinsky einer der zuverlässigsten Ebringer Punktesammler seine Partie und es kam Nervosität auf. Zum Glück konnte sich Peter Ackermann bei schwerer Zeitnot in die Zeitkontrolle retten und damit ein wichtiges Remis erreichen. Ivan Dukić hielt dann den Sieg fest mit einem weiteren Unentschieden. Sein Endspiel wäre aber zu gewinnen gewesen. Fazit: Nichts ist schwieriger als gegen ein Team von aufstrebenden Jugendspielern zu bestehen, denn jede Überheblichkeit wird sofort bestraft. Mit diesem knappen, aber wichtigen Sieg behauptet die Ebringer Landesligareserve die Tabellenspitze in der Bezirksliga Freiburg.

Erfolge im Mannschafts- und Seniorenpokal

Die erste Mannschaft setzte sich im Pokalspiel gegen den B-Ligisten Simonswald erwartungsgemäß deutlich mit 4:0 durch. In netter Atmosphäre traten die sympathischen Simonswälder mit einer gemischten Mannschaft an, bestehend aus zwei Frauen und zwei Männern. Ein höherer Frauenanteil würde dem Schachsport ja generell gut zu Gesicht stehen. Auch das Ebringer Seniorenteam setzte sich im Pokal mit 3:1 gegen Sölden durch und muss in der nächsten Runde mit übermächtigen Gegnern rechnen.

Text: Karl-Peter Kendzia

Zweite überweihnachtet an der Tabellenspitze.

Der vierte Spieltag brachte den Ebringer Schachteams ein Doppelderby gegen die Landesliga- und Bezirksklassenvertretung des Schachclubs Oberwinden. Während es im Landesligamatch zu einem verdienten Mannschaftsremis kam, setzte sich die Ebringer Landesligareserve durch einen Sieg nach vielen Höhen und Tiefen an die Tabellenspitze der Bezirksliga Freiburg, von wo sie bis Ende Januar grüßen darf.

Ebringen I – Oberwinden II  4 : 4

Oberwinden kam mit einer kompakten und kampfstarken Mannschaft nach Ebringen. Wir hatten zwar an allen Brettern eine kleine bis größere DWZ-Überlegenheit, aber das will im Schach und insbesondere bei Mannschaftskämpfen nicht allzu viel heißen“, verriet der Ebringer Captain Udo Bösch unmittelbar nach Ende des Derbys. Es entwickelte sich ein Kampf auf absoluter Augenhöhe und so geriet der Mannschaftskampf zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. „Nach und nach konnten die Schachfreunde aus Oberwinden uns ein Remis nach dem anderen abtrotzen und sogar eine Partie gewinnen. So stand es nach mehreren Stunden Spielzeit 1,5 – 2,5 für die Gäste. Wir mussten also aus den verbleibenden 4 Partien mindestens eine gewinnen“, schildert Team-Captain Udo Bösch den etwas misslungenen Auftakt für die Ebringer.

„Während Dr. Harald Obloh und Jürgen Tuchtfeld eher ums Remis kämpften, hatte Peter Ackermann zwar einen Mehrbauern in einem Leichtfiguren-Endspiel, das aber leider nicht zu gewinnen war. Also war ich zum Gewinnen verdammt“, musste der Ebringer Spielführer sich eingestehen, als auf den übrigen Brettern einfach keine Vorteile für Ebringen entstehen wollten. Udo hatte einen Mehrbauern in einem ungleichen Läuferendspiel und sein Gegner bot folgerichtig Remis an, was wohl ohne Türme korrekt gewesen wäre. Aber noch waren beide Turmpaare auf dem Brett und so konnte Udo seinen Gegner nach und nach jeglicher Aktivität berauben und dessen Figuren auf der 7. und 8. Reihe festnageln. Im 75. Zug und nach gut 6 Stunden Spielzeit durchbrach Udo dann die zähe Verteidigung seines Gegners und holte an diesem Tag den einzigen vollen Punkt für das Ebringer Landesligateam.

Die Oberwindener wurden für ihren grandiosen Kampf belohnt und waren dem Sieg oft näher als Ebringen. Zuletzt endete der Mannschaftskampf leistungsgerecht 4:4.

Ebringen II  – Oberwinden III         5 : 3

Die Zweite musste erneut gegen einen dezimierten Gegner spielen. So fanden nur sechs Oberwindener Bezirksligaspieler den Weg in die Schlossscheune und man startete mit einem scheinbar komfortablen 2:0 in den Mannschaftskampf. An Brett 5 kam es schon bald zur Punkteteilung und an Brett 6 spielte Jörg Breczcinsky seine überlegene Spielstärke mit der gewohnten Geduld aus. 3,5 : 0,5 für Ebringen. Eine klare Sache an den hinteren Brettern. Auch an Brett 4 sah es gut aus. Altmeister Ewald Schneider hatte eine Mehrfigur und eine aussichtsreiche Stellung, die aber große Sorgfalt erforderte. Denn sein Gegner konnte durch ein Bauernübergewicht am Damenflügel einen Freibauer ins Feld schicken, den Ewald mit seinen Türmen hätte abwehren können. Doch einer davon stand passiv und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Als Ewald dann noch wegen einer taktischen Finesse seine Mehrfigur verlor, war die Niederlage an Brett 4 nicht mehr abzuwenden. Da zwischenzeitlich Heinz Bösch am Spitzenbrett die Waffen strecken musste, war der beruhigende Punktevorsprung dahingeschmolzen und es stand nur noch 4:3 für Ebringen. Doch an Brett 2 behielt wieder einmal Hanspeter Becker die Nerven und führte die weißen Steine in einer sehr komplexen Partie zum Sieg – und das Ebringer Bezirksligateam geradewegs an die Tabellenspitze. Ein vorweihnachtliches Gefühl der besonderen Art.

Der Schachclub Ebringen wünscht allen Ebringern ein frohes Fest und einen guten Start ins Jahr 1301 nach Ebringer Zeitrechnung.

Text: Karl-Peter Kendzia

Zweite mit Kantersieg, Erste mit Krimi

Auch vom dritten Spieltag gibt es Erfreuliches zu berichten von den Ebringer Schachteams. Während sich die erste Mannschaft mit der Zähringer Verbandsligareserve einen Kampf bis aufs Messer lieferte, konnte die Zweite bei Freiburg-Wiehre einen ungefährdeten Sieg einfahren.

Zähringen II – Ebringen  I  3,5 : 4,5

Im Zähringer Keller traf man auf eine leicht ersatzgeschwächte Heimmannschaft. Das sah nach guten Vorzeichen aus und so begannen die Ebringer den Mannschaftskampf mit breiter Brust. Und schon bald schien sich der positive Trend zu bestätigen. Nach Siegen von Ivan Dukic, Chris Davis und Udo Bösch sowie einem Remis von Malte Pothmann hatten die Ebringer bereits 3,5 Punkte auf dem Konto, was ihre Favoritenrolle zu bestätigen schien. Doch die Zähringer kamen eindrucksvoll zurück. Die Partien von Jürgen Tuchtfeld, Libor Valevsky und Holger Kaspereit nahmen einen verhängsnisvollen Verlauf. Ihre Stellungen wechselten den Aggregatzustand von anfangs gut zu schlecht und schließlich verloren. Alle drei mussten die Waffen strecken und so konnten die Freiburger zum 3,5 zu 3,5 ausgleichen. Die letzte Partie musste entscheiden.

Für Ebringen saß Dr. Michael Born am Brett. Er hatte eine Mehrfigur gegen zwei Bauern und viel sprach für ein Remis. Doch Michael ist für seine Genauigkeit im Endspiel bekannt und gefürchtet. Mit großer Zähigkeit und Konsequenz spielte er seinen kleinen Vorteil gekonnt aus und sorgte so für den zweiten Mannschaftssieg in der noch jungen Saison. So konnten sich seine Mitspieler nach über 6 Stunden Spielzeit bei ihm bedanken, dass man die Punkte doch noch aus dem Zähringer Keller entführen konnte. Nach drei Spieltagen belegt die Erste damit in der Landesliga Süd, Staffel II einen sehr guten dritten Platz hinter Villingen-Schwenningen und Donaueschingen.

Freiburg-Wiehre  – Ebringen II  1 : 7

Die Zweite hatte leichtes Spiel mit den enorm ersatzgeschwächten Wiehremern aus Freiburg.  Diese waren zu fünft angetreten und so schon mit einem 0:3 in den Mannschaftskampf gestartet. An den vorderen Brettern konnten die Freiburger zwei Remisen erkämpfen, doch an den Brettern 3 bis 5 sorgten Hanspeter Becker, Hans-Dieter Weißflog und Altmeister Ewald Schneider mit schönen Siegen für klare Verhältnisse und ein sehr gutes „Torverhältnis“ bei den Brettpunkten. So findet sich die Zweite momentan auf dem zweiten Tabellenplatz wieder. Eine erfreuliche Momentaufnahme

Text: Karl-Peter Kendzia

Ebringer Schachteams erfolgreich.

Der zweite Spieltag der neuen Saison brachte die ersten Siege für die Ebringer Schachteams. Während die Erste sich gegen Konstanz durchsetzen konnte,  holte die Zweite gegen Emmendingen III wichtige Punkte, die man nicht unbedingt eingeplant hatte.

Ebringen I – Konstanz I  5 : 3

Leicht ersatzgeschwächt, aber mit kämpferischer Einstellung trat das Team aus Konstanz in der Schlossscheune zum Landesliga Mannschaftskampf an. An allen acht Brettern entwickelten sich intensive Partien, die von den 16 Akteuren lange im Gleichgewicht gehalten wurden: ein Landesligamatch auf Augenhöhe also. Dann zeigten sich minimale positionelle Vorteile für die Ebringer Udo Bösch und Lutz Grabe. Udo konnte einen Damentausch zum Bauerngewinn nutzen. Doch Udo gab sich mit einem Mehrbauern nicht zufrieden und opferte einen Turm gegen einen Läufer, um so einen weiteren Bauern zu gewinnen. Sein Gegner hatte immer noch zwei Türme, war aber weitgehend bewegungsunfähig, er konnte seine stärksten Figuren nicht aktivieren. Das verschaffte Udo genügend Zeit, um seine Mehrbauern in einen Sieg umzumünzen. Auch bei Lutz Grabe waren Freibauern die Matchwinner. Da die übrigen sechs Partien jeweils mit einem Remis endeten, brachten die vollen Punkte von Udo und Lutz den ersten Mannschaftssieg der Saison. So darf es weitergehen.

Ebringen II  – Emmendingen III 4,5 : 3,5

Gegen Emmendingen gibt es immer nur zwei Szenarien. Entweder die Schachcracks von der Elz treten mit einer halben Landesligamannschaft an und bleiben für uns unschlagbar oder sie müssen Spieler an das Emmendinger Landesligateam abgeben, was dann in der Regel zu einem ausgeglichenen Mannschaftskampf führt. Das war diesmal der Fall und es entspann sich ein verbissener Fight. Folgerichtig kam es an fast allen Brettern zu Remisen, was auf eine Punkteteilung hindeutete. Doch der Ebringer Mannschaftsführer Winfried Schüler sollte zum Matchwinner werden. Winfried hatte eine Schwäche im gegnerischen Zentrum ausgemacht und öffnete deshalb die Stellung. So gewann er einen Bauern und die Initiative. Sein Gegner Markus Roos konterte mit einem Opfer, übersah dann aber einen Damenverlust, der ihn zur Aufgabe zwang. So war Winfrieds Sieg der Big Point des Tages. Die Punkte blieben in Ebringen, wie auch die Freude über einen gelungenen Saisonstart.

Text: Karl-Peter Kendzia

Zweimal 4:4 am 1. Spieltag.

Zum Saisonauftakt holten die Ebringer Schachteams je einen Punkt in der Fremde. Während die Erste nach Waldshut reisen musste, durfte die Zweite im Krozinger Kurhaus gastieren.

Waldshut-Tiengen II – Ebringen I  4 : 4

Als leichter Favorit trat man die Reise an den Hochrhein an. Dort angekommen, schien auch alles gleich nach Plan zu laufen. Heinz Bösch brachte die Ebringer 8 schon bald in Führung. Doch die Freude währte nicht lange, denn schon kurz darauf musste Jürgen Tuchtfeld seinem Gegner zum Sieg gratulieren, weil er nicht mit der gewohnten Konsequenz zu Werke gegangen war. An den übrigen vorderen Brettern entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf. Nach Siegen von Malte Pothmann und Dr. Michael Born an Brett 6 und 7 hieß es schon bald 1:3 für Ebringen. Dann kam Udo Bösch an Brett 2 ein Bauer abhanden, ein Materialnachteil, den sein Gegner eiskalt zum Sieg nutzte. Nur noch 2:3 für Ebringen. Dann der Schock: Die Partien von Holger Kaspereit und Peter Meyer gerieten aus der Balance und gingen beide verloren. Plötzlich führte Waldshut-Tiengen mit 4:3. Doch an diesem Sonntag machten die hinteren Bretter wett, was an den vorderen schiefging. Denn nun musste der Ebringer Lutz Grabe auf Sieg spielen, was ihm sehr überzeugend gelang. Den Schlusspunkt setzte Lutz mit einem sehenswerten Mattangriff und sicherte damit das Mannschaftsremis am ersten Spieltag der neuen Saison. So belohnte er sich und das Ebringer Landesligateam mit seiner Energieleistung am Brett.

Bad Krozingen I  – Ebringen II   4 : 4

Mit gemischten Gefühlen fuhr die Zweite nach Krozingen, denn bei den Kurstädtern hatte es schon so manche knappe Niederlage gegeben in vergangenen Spielzeiten. Man war also gewarnt vor der großen schachlichen Erfahrung der Kurparkveteranen. Obwohl die Ebringer Landesligareserve auf dem Papier leicht favorisiert war, kam es zu einem Mannschaftsduell auf Augenhöhe, in dem sich beide Parteien keinen Millimeter auf den Brettern schenkten. Hervorzuheben ist der schöne Sieg von Altmeister Ewald Schneider, der seinen Gegner mit List und Geschick in eine sehenswerte Eröffnungsfalle lockte. Ebenso überzeugende Siege steuerten Dr. Harald Obloh und Ivan Dukic bei. Hanspeter Becker und Jörg Brezczinsky konnten je ein Remis erringen, so dass die Zweite einen Punkt aus dem Krozinger Kurhaus entführen konnte.

Text: Karl-Peter Kendzia

Klatsche in Kuppenheim: Abstieg aus der Verbandsliga.

Am vorletzten Spieltag der Verbandsrunde schickte die Schachgemeinschaft Rochade  Kuppenheim  Ebringens 1. Mannschaft mit einer empfindlichen Niederlage in die Landesliga zurück. Obwohl der Sieg der Kuppenheimer mit 6:2 etwas zu hoch ausfiel, kam nie ein Zweifel auf, welche Mannschaft das Geschehen dominierte. Damit ist das Abenteuer Verbandsliga für die Erste bereits vor dem letzten Spieltag vorbei. Der Mannschaftskampf gegen Sasbach ist nur noch Schaulaufen, da man zu wenige Punkte eingefahren hat, um die Abstiegsplätze noch verlassen zu können.

In der Bezirksklasse konnte die zweite Ebringer Schachmannschaft nach einem völlig verkorksten Saisonstart die Klasse letztendlich halten.

Rochade Kuppenheim I – Ebringen I              6 : 2

Das Auswärtsspiel in Kuppenheim begann für Ebringen verheißungsvoll. Dirk Bösch konnte gegen den Spitzenspieler Hubert Schuh remisieren und damit einen halben Punkt für Ebringen mitnehmen. Das Unheil braute sich dann an den vorderen Brettern zusammen. Am Spitzenbrett hatte Holger Kaspereit bereits einen Bauer weniger als sein Gegner, als er ohne Not einen Turm verlor, was ihn zur sofortigen Aufgabe zwang. Nicht viel besser erging es Udo Bösch an Brett 2. Udo lief geradewegs in die Lieblingsvariante seines Gegners Hartmut Metz, was wirklich keine gute Idee war. Schon nach 15 Zügen stand Udo auf Verlust und bald darauf musste er dem Kuppenheimer zum Sieg gratulieren. Jürgen Tuchtfeld, Dr. Michael Born und Heinz Bösch gaben alles, um das Ergebnis für Ebringen freundlicher zu gestalten, kamen aber alle drei über ein Remis nicht hinaus. Mehr war für Ebringen an diesem Sonntag nicht zu holen, denn Lutz Grabe und Ivan Dukic verloren ihre Partien, kein Ebringer Spieler konnte seine Partie gewinnen. Kuppenheim erwies sich als mindestens eine Nummer zu groß für die Ebringer, die sich nun damit abfinden müssen, bereits am vorletzten Spieltag der Verbandsliga Saison abgestiegen zu sein. Am letzten Spieltag geht es jetzt für Ebringen darum, sich mit einer engagierten Leistung aus der vierthöchsten deutschen Spielklasse zu verabschieden.

Freiburg-Wiehre  – Ebringen II  3,5 : 3,5

Der bedeutungslose Mannschaftskampf zweier Mannschaften im Tabellenniemandsland der Bezirksklasse endete leistungsgerecht mit einem Mannschaftsremis. Trotzdem freut sich die Zweite über den Klassenerhalt nach einem äußerst holprigen Saisonverlauf.

Text: Karl-Peter Kendzia

Mehr Licht als Schatten.

Der 7. Spieltag der Verbandsrunde brachte den Ebringer Schachteams einen Sieg und eine Niederlage ein. Die Erste lieferte dem favorisierten Team aus Gottmadingen einen großen Kampf und verlor unglücklich. Die Zweite besiegte Merzhausen III deutlich und verbesserte die eigenen Chancen im Abstiegskampf.

Ebringen I – Gottmadingen I     3 : 5

Hoch motiviert und auf Kampf gebürstet erwartete die Erste den Gast aus dem Hegau. Der ließ sich nicht lange bitten und erschien in Bestaufstellung. Was das bedeutet, erfuhren Holger Kaspereit, Libor Valevsky und Malte Pothmann schmerzhaft jeweils am eigenen Brett. Alle drei hatten keinen guten Tag erwischt und fanden den roten Faden in ihren Partien nicht, so dass es aus Ebringer Sicht schon bald 0:3 hieß. Für den ersten Ebringer Punkt und neue Hoffnung sorgte Dr. Michael Born an Brett 8 mit einem schön herausgespielten Sieg. Dem guten Beispiel seines Nebenmannes folgte schon bald Lutz Grabe an Brett 7. Er verwandelte eine unauffällige Remis-Stellung genial in einen Sieg und markierte so den Anschlusstreffer zum 2:3. Auch die Partie an Brett 6 steuerte auf ein Unentschieden zu, doch Chris Davis fand leider nicht die optimalen Züge und musste den vollen Punkt abgeben, 2:4, ärgerlich. Jetzt lag die Verantwortung bei Udo Bösch und Jürgen Tuchtfeld. Udo hatte einen komfortablen Mehrbauern, aber vor allem eine schöne Angriffsperspektive auf den unzureichend geschützten gegnerischen König. Mit einem unwiderstehlichen Mattangriff beendete Udo die Partie und verkürzte so auf 3:4. Und dann: Alle Augen auf Jürgen, der die dritte Remis-Stellung des Tages auf dem Brett hatte, aber zum Siegen verdammt war. Jürgen setzte alles auf eine Karte, spielte auf Sieg, und verlor. Alles probiert, aber leider nicht belohnt worden. So endete der Mannschaftskampf etwas unglücklich mit 3:5, eine Punkteteilung wäre im Bereich des Möglichen gewesen. Bleiben der Ersten noch zwei Chancen den Klassenerhalt doch noch zu realisieren.

Ebringen II – Merzhausen II        5,5 : 2,5

Klar favorisiert ging die Zweite in das Abstiegsduell gegen das Tabellenschlusslicht Merzhausen. An allen Brettern war Ebringen nominell stärker besetzt als die Hexentäler. Doch die waren nicht gekommen, um Geschenke zu verteilen. An den ersten drei Brettern erkämpfte sich der Gast Remisen. Den ersten Big Point für Ebringen holte der routinierte Hanspeter Becker mit einem überzeugenden Sieg. Ewald Schneider und Robert Hamar remisierten. An den hinteren Brettern machten Jörg Brezczinsky und Winfried Schüler nach einigen Irrungen und Wirrungen endlich den Sack zu und gewannen ihre Partien. Jetzt fehlt der Zweiten nur noch ein Mannschaftssieg zum Klassenerhalt. Also Daumen drücken am 20. März.

Text: Karl-Peter Kendzia

Wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Am 6. Spieltag der Verbandsrunde lieferten die Ebringer Schachteams in Heitersheim einen großen Kampf. Die Erste erreichte ein Mannschaftsremis und hätte sogar gewinnen können. Die Zweite bewies Moral und kam nach einem 0:2 Rückstand noch zu einem 5:3 Sieg.

Heitersheim I – Ebringen I         4 : 4

Gegen den Mitaufsteiger Heitersheim wollte die Erste unbedingt punkten. Es entwickelte sich ein Revierderby auf Augenhöhe. Das zeigten auch die Ergebnisse, die sich im Verlauf des Nachmittags einstellten. 6 der hart umkämpften Partien endeten mit einer Punkteteilung. Zwei Partien wurden zum Zünglein an der Waage. An Brett 1 spielte Holger Kaspereit gegen den stärker eingeschätzten Christoph Grunau, an Brett 4 kämpfte Libor Valevsky gegen den gleichstarken Heitersheimer Markus Merkel. Holger gab sich gewohnt angriffslustig und stellte seinen Gegner vor Probleme, die dieser nicht lösen konnte. So brachte Holger die Partie ins Ziel und seine Ebringer Mannschaft in Front. Gleichzeitig wurde an Brett 4 scharf gespielt. Auf beiden Seiten drohten Figurenverluste, kleine und große Katastrophen. In dieser unübersichtlichen Situation gerieten beide Spieler in Zeitnot. Also Stress pur für beide Spieler. Auf dem Brett eine hochkomplexe Stellung und nur noch wenige Minuten Bedenkzeit auf der Uhr. Die Partie wurde hektischer, die Züge ungenauer. Und dann das Malheur: Libor griff fehl, verlor Material und damit die Partie. Aus dem 4:3 war ein 4:4 geworden. Immer noch eine sehr gute Mannschaftsleistung gegen Heitersheim, aber leider nicht der erhoffte Sieg. Den kann sich die Erste am 7. Spieltag mit etwas Glück im Heimspiel gegen Gottmadingen erkämpfen.

Heitersheim II – Ebringen II        3 : 5

Die Zweite legte in Heitersheim einen klassischen Fehlstart hin. Karl-Peter Kendzia übersah in der Eröffnung ein Schachgebot und büßte eine Figur ein: 1:0 für Heitersheim. Werner Bonrath hatte Materialvorteil und stellte einzügig seine Dame ein: 2:0 für Heitersheim. Schlechter kann man einen Mannschaftskampf kaum beginnen. Doch Zeit macht Gelegenheit. Hanspeter Becker überspielte seinen Gegner mühelos. Und auch die übrigen Ebringer fanden die besten Züge in Richtung Siegerstraße. Nur Heinz Bösch verlor seine Partie unglücklich. So stand trotz schwachem Ebringer Start am Ende ein wichtiger Mannschaftssieg, der die Chancen auf den Klassenerhalt enorm erhöht. Anfang März hat es die Zweite in der Hand diese Leistung gegen Merzhausen zu bestätigen.

Text: Karl-Peter Kendzia