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Erste glücklos, Zweite chancenlos.

Am sechsten Spieltag der Verbandsrunde hatte es noch Punkte gegeben für die Ebringer Schachteams: Die Zweite hatte kampflos gegen die Mannschaft von Wutachtal gewonnen, die grippebedingt absagen musste. Die Erste hatte gegen kampfstarke Oberwindener ein gerechtes Mannschaftsremis erreicht. Der 7. Spieltag brachte dagegen nicht so erfreuliche Ergebnisse:

 Dreiländereck II – Ebringen I   5 : 3

Die Mannschaft vom Rheinknie hatte an fast allen Brettern einen leichten DWZ-Vorteil, ging also als Favorit ins Rennen. Trotzdem verlief der Auftakt verheißungsvoll für die Gäste aus Ebringen. Lutz Grabe brachte schon bald ein Remis unter Dach und Fach, Udo Bösch konnte am Spitzenbrett einen frühen und überzeugenden Sieg einfahren und damit seine Formkrise beenden. Jürgen Tuchtfeld konnte noch ein Remis beisteuern und so die zwischenzeitliche 2:1 Führung für Ebringen markieren. Doch dann begann sich das Blatt zu wenden: Peter Ackermann ließ sich zu einem unkorrekten Figurenopfer hinreißen und verlor seine Partie, während Holger Kaspereit und Malte Pothmann in Zeitnot gerieten und dadurch ihre guten Stellungen verdarben. Auch Heinz Bösch konnte seinen Stellungsvorteil nicht nutzen, so dass kurz nacheinander vier Niederlagen zu Buche standen: 2:5 aus Ebringer Sicht. Der Mannschaftskampf war verloren. Peter Meyer war angesichts der sich abzeichnenden Niederlage hohes Risiko gegangen in seiner Partie und hatte alles auf die Abteilung Attacke gesetzt. Führt ein solcher Angriff nicht zum Ziel, ist die Partie verloren. Doch Peter Meyer wurde für seinen Mut belohnt und gewann die Partie verdient, konnte mit seinem Sieg aber nur noch zum 3:5 verkürzen und die Mannschaftsniederlage nicht mehr abwenden. Angesichts der Partieverläufe muss man von einer unglücklichen Niederlage der Ersten sprechen. Nun gilt es am 8. Spieltag gegen das starke Team aus Engen die Wende zu schaffen im Abstiegskampf.  

Schwarze Pumpe I – Ebringen II   6 : 2

Als Außenseiter fuhr man zur Schwarzen Pumpe Freiburg. Die Idee der Ebringer war es mit ein bisschen Glück einen Punkt aus der Bodega Geier zu entführen. Doch  bei der Umsetzung haperte es gewaltig. Zwar erwirtschafteten die Ebringer an den mittleren vier Brettern wirklich Remisen, also ein vorübergehendes 2:2, an den vorderen und hinteren Brettern setzte es aber mächtig Prügel mit vier Niederlagen in der Endabrechnung. So wurde aus einem 2:2 ein 2:6 aus Ebringer Sicht. Manchmal ist die bessere Mannschaft eben einfach wirklich besser. Das gilt es anzuerkennen. Trotzdem kann die Zweite im kommenden Heimspiel gegen Dreisamtal II den Klassenerhalt perfekt machen, allerdings nur, wenn mindestens ein Punkt in Ebringen bleibt.

Text: Karl-Peter Kendzia