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Ebringer Schachteams feiern Klassenerhalt.

Lange Zeit hatte das Abstiegsgespenst in Ebringen sein Unwesen getrieben. Doch am neunten und letzten Spieltag der diesjährigen Verbandsrunde konnten es die Ebringer Schachteams endgültig verscheuchen:

 Sölden I – Ebringen I   3 : 5

Zu Gast beim Nachbarklub Sölden entwickelte sich der Kampf gegen den Abstieg schon bald zum echten Krimi. Denn die Vorzeichen war klar: Die Erste musste in Sölden gewinnen, um die Klasse zu halten. Matthias Deutschmann, Malte Pothmann, Holger Kaspereit und Georg Vogelbacher konnten schon bald ihren Gegnern die Hand zum Remis reichen. Lutz Grabe konnte seine Partie gewinnen, aber das Ebringer Spitzenbrett Udo Bösch stand auf Verlust. Das Ganze schien auf ein Mannschaftsremis hinauszulaufen, und damit wäre Ebringen abgestiegen in die Bereichsklasse. Peter Meyer und Jürgen Tuchtfeld hatten jeweils eine vorteilhafte Stellung auf dem Brett. Im ersten Moment beruhigend, aber nicht, wenn der Weg zum Sieg noch ewig weit ist. Peters Gegner setzte auf Bauerntausch, um im Endspiel die Remis-Konstellation Turm gegen Turm und Springer zu erreichen. Aber Peter Meyer durchkreuzte diesen Plan und führte seine Figuren gewohnt souverän zum Sieg. Jürgen Tuchtfeld setzte seinen Gegner schwer unter Druck, brauchte aber lange, um dessen Bollwerk zu Fall zu bringen. Udo Bösch verlor seine Partie wie erwartet, aber das war nur Ergebniskosmetik. Am Ende hieß es 5:3 für Ebringen und so spielt die Erste auch im kommenden Jahr in der Landesliga. Ein echtes Happy End nach einer durchwachsenen Saison.

 Brombach II – Ebringen II   5 : 3

Bei der zweiten Mannschaft sah die Abstiegs-Arithmetik etwas anders aus. Sie musste ihren Mannschaftskampf beim Tabellenzweiten Brombach nicht gewinnen, sondern sollte nur fleißig Brettpunkte sammeln, um den Vorletzten Waldshut-Tiengen II auf Distanz zu halten. Auf dem Papier war Brombach haushoher Favorit, trotzdem schien das Team vom „Brombeerbach“ überrascht zu sein, dass ihnen so entschlossene Ebringer gegenüber saßen. Schon bald entwickelte sich ein Mannschaftskampf auf Augenhöhe. Und die Ebringer Spieler arbeiteten fleißig daran, genug Brombeer-Brettpunkte zu machen, um den Klassenerhalt in der Bereichsklasse noch perfekt zu machen. Harald Obloh eröffnete den Remisreigen und so füllte sich das Punktekörbchen langsam, aber stetig. So ernteten nach einer Weile auch Hanspeter Becker, Peter Ackermann und Jörg Breczinsky wichtige halbe Punkte. Gleiches gelang Winfried Schüler und Werner Bonrath mit ansprechenden Defensivleistungen. Nur zwei Partien gingen verloren und die 3 wichtigen Brombeer-Brettpunkte wurden selbstverständlich nach Ebringen entführt, wo sie den Ebringer Schachspielern als geschaffter Klassenerhalt bestens munden werden.

Text: Karl-Peter Kendzia