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Erste verpasst Sieg, Zweite kassiert krachende Niederlage.

Ebringen I – Dreiländereck I               4 : 4

Beim ersten Heimspiel nach der Coronapause hatte man das Team aus Weil zu Gast. Zwar nicht in Bestaufstellung, aber stark genug, um den Ebringern einen ebenbürtigen Fight zu bieten. Es folgte dann auch ein verbissenes Ringen. Wie eng es an den einzelnen Brettern zuging, lässt sich schon an den sechs Remisen ablesen, die am Ende zu Buche standen. Die Punkteteilung von Udo Bösch tat am meisten weh, denn er hatte gegen einen wesentlich stärker eingeschätzten Gegner dreimal den sicheren Sieg vor Augen, schaffte es aber leider nicht die Siegerstraße zu betreten. So ein Spielverlauf zeigt, dass die alte Wettkampfhärte nach der langen Coronapause noch nicht wieder da ist. Einen sicheren Sieg steuerte Lutz Grabe zum Mannschaftsremis bei, Hans-Dieter Weißflog verlor seine Partie. Trotzdem lässt sich nach der knappen Auftaktniederlage in Waldshut ein positiver Trend erkennen.

Freiburg Zähringen III – Ebringen II              5,5 : 1,5

Für die Zweite begann ihr Auswärtsspiel in Zähringen mit zwei bösen Überraschungen: Altmeister Ewald Schneider war wegen einer Kommunikationspanne nicht rechtzeitig am Spielort, also musste man zu sechst spielen, was eine kampflose Niederlage am nicht besetzten Brett bedeutete. Im Fußball würde man sagen, man startet mit einem 0:1 Rückstand. Das zweite Aha-Erlebnis war die Aufstellung der Heimmannschaft. Statt der Bereichsligareserve Zähringens saß den Ebringern die komplette 2. Mannschaft gegenüber, also Freiburg Bereichsliga gegen Ebringen Bezirksklasse, nicht ganz fair eigentlich. Aber die sechs Ebringer nahmen es wie gewohnt sportlich. Doch der Leistungsunterschied sollte sich schon bald zeigen. Ebringens Neuling Sretan Kiprijanovski war gegen Großmeisterspross Simon Skembris erwartungsgemäß chancenlos. Nicht viel besser erging es nach hartem Kampf Winfried Schüler an Brett 3 und Hanspeter Becker am Spitzenbrett. Für ein bisschen Ergebniskosmetik sorgten Karl-Peter Kendzia, Werner Bonrath und Jörg Brezczinsky, die jeweils Remis spielten. So konnten die Ebringer an diesem Sonntag wertvolle Erfahrung sammeln gegen eine exzellente Gegnerschaft, von einem Mannschaftskampf auf Augenhöhe kann man allerdings nicht sprechen.

Text: Karl-Peter Kendzia