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JHV und Spielabende auf unbestimmte Zeit verschoben

Die Spielabende des Schachclubs entfallen auf unbestimmte Zeit, mindestens bis 20. April
Auch die Jahreshauptversammlung am 24.03. und die Spiele der Vereinsmeisterschaft sind abgesagt und werden, sobald sich die Lage wieder einigermaßen normalisiert, neu terminiert.
Abgesagt wurde auch der 8. Spieltag der Verbandsrunde am 22. März. Ein Ersatztermin steht auch hier noch nicht fest.

Winfried Schüler
1. Vorsitzender

Jahreshauptversammlung 2020 verschoben

Die Jahreshauptversammlung 2020, ursprünglich angesetzt für den 24.03., wird wegen der Corona-Epidemie auf unbestimmte Zeit verschoben.

vorgesehene Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolles der JHV 2019
  4. Berichte des Vorstandes
    4.1 Bericht des 1. Vorsitzenden
    4.2 Bericht des 2. Vorsitzenden und Turnierleiters
    4.3 Bericht des Pressewarts
    4.4 Bericht des Jugendwarts
    4.5 Bericht des 3. Vorsitzenden und Kassierers
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung des Gesamtvorstandes
  7. Bericht aus der Gemeinde
  8. Wahlen zur Vorstandschaft
    – 1. Vorsitzender (bisher: Winfried Schüler)
    – 3. Vorsitzender und Kassierer (bisher Holger Kaspereit)
    – Schriftführer (bisher Malte Pothmann)
    – Jugendwart (bisher Harald Obloh)
    – Pressewart (bisher Karl-Peter Kendzia)
    – Materialwart (bisher Udo Bösch)
    – Beisitzer (bisher Werner Bonrath)
  9. Wahl der Kassenprüfer
    (bisher Georg Vogelbacher und Hans-Dieter Weißflog)
  10. Ausblick auf das Jahr 2020
  11. Beschlussvorlage zum Beitragseinzug bei Bankkontenwechseln von Mitgliedern:
    Bei einem Bankkontenwechsel von Mitgliedern sind diese verpflichtet, dies dem Kassierer wegen der Änderung der Einzugsermächtigung mitzuteilen. Bei stornierten Abbuchungen vom alten Konto fällt die von der Bank dem Verein auferlegte Stornogebühr zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag an.
  12. Verschiedenes

Ebringen, 8. und 14. März 2020
Winfried Schüler
1. Vorsitzender

Altmeister Ewald Schneider avanciert zum Matchwinner.

Ebringen II  – Schwarze Pumpe Freiburg II  4,5 : 3,5

Am 6. Spieltag der Verbandsrunde kam es zum Match zwischen der Ebringer Landesligareserve und der zweiten Mannschaft der Schwarzen Pumpe. Obwohl die Ebringer auf dem Papier favorisiert waren, entwickelte sich von Anfang an ein Fight auf Augenhöhe. Den ersten Sieg für Ebringen markierte Karl-Peter Kendzia, nachdem sein Gegner einen vermeidbaren Figurenverlust zu beklagen hatte. Robert Hamar und Hanspeter Becker remisierten, so dass es nach 2 Stunden Spielzeit 2:1 für Ebringen stand. Als dann Jörg Brezczinsky seine Partie gewann und Werner Bonrath noch ein Remis beisteuerte, schien Ebringen schon mit 3,5:1,5 auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch an den vorderen Brettern gerieten die Ebringer in Bedrängnis: Hans-Dieter Weißflog fand in offener Stellung keinen ausreichenden Schutz mehr für seinen König. Sein glänzend aufgelegter Gegner nutzte diese Schwäche zu einem schulmäßigen Konter und zwang Hans-Dieter so zur Aufgabe. Nicht viel besser erging es Dirk Hamar, der trotz schlechter Königsstellung taktische Verwicklungen riskierte und schließlich den Partieverlust nicht mehr abwenden konnte: 3,5:3,5. So lag es nun an Altmeister Ewald Schneider das Blatt für Ebringen zu wenden. In einem Springer-Turm Endspiel hatte Ewald einen Minusbauern und musste ums Remis kämpfen. Zug um Zug verbesserte er seine Stellung und konnte Druck entfalten. Die Partie ging mittlerweile in die 6. Stunde und für den Pumpe-Spieler wurde die Zeit knapp. Nach einigen klugen Manövern spielte Ewald am Ende mit einem Turm gegen einen Springer, was meistens remis-verdächtig ist, beim Schiedsrichter aber nicht als technisches Remis „einklagbar“ ist, weil die Turmpartei die Partie manchmal doch zu gewinnen vermag. In diesem Sinne spielte Ewald geduldig weiter und entnervte so seinen Gegner zusehends, der sich mittlerweile in massiver Zeitnot befand und dann tatsächlich die Partie durch Zeitüberschreitung verlor. So erwies sich Ewald wieder einmal als Matchwinner und sicherte der Zweiten zwei wichtige Mannschaftspunkte in einer durchwachsenen Saison.

Ebringen I – Horben I                2,5 : 5,5

Gegen das starke Team aus Horben fand die Erste kein Mittel. Während an den hinteren Brettern immerhin ein Sieg und drei Remisen für Ebringen raussprangen, hieß es an den vorderen Brettern am Ende 0:4. So gab es an diesem Februarsonntag für die Ebringer Peter Meyer, Georg Vogelbacher, Udo Bösch und Holger Kaspereit nur die Erkenntnis auf eine bärenstarke Gegnerschaft getroffen zu sein, um am Ende mit leeren Händen dazustehen. Damit verlor die Erste auch die Tabellenführung in der Landesliga II, kann aber trotzdem weiter vorne mitspielen. Bleibt zu hoffen, dass es beim anstehenden Auswärtsspiel in Neustadt wieder besser läuft für die Ebringer Schachcracks.

Text: Karl-Peter Kendzia

Sieg im Topspiel festigt Tabellenführung.

Pfullendorf – Ebringen I            3 : 5

Das eigentliche Ziel der Reise wäre an jenem Sonntag Pfullendorf gewesen. Da dort aber die Fasnacht durch die Gassen getrieben wurde, musste man zum Topspiel gegen Pfullendorf nach Meßkirch ausweichen. Dort empfing der Tabellenzweite Pfullendorf mit Ebringen den Tabellenführer der Landesliga II. Von Anfang an war klar, dass es um alles geht und dementsprechend kompromisslos ging es an den acht Brettern zu. Und die Erste aus Ebringen begann druckvoll. Schon bald führte man durch Siege von Lutz Grabe, Holger Kaspereit und Peter Meyer mit 3:0. Wer aber dachte, das sei schon die Siegerstraße, irrte sich gewaltig. Denn an drei weiteren Brettern standen die Ebringer elend schlecht. Nach und nach mussten Udo Bösch, Malte Pothmann und Ivan Dukic ihre Niederlagen eingestehen und ihren Gegnern gratulieren, womit es 3:3 stand. Nun lag es an Jürgen Tuchtfeld und Harald Obloh, den Mannschaftssieg zu erzwingen. Und Jürgen blieb seinem Stil treu und vergoldete seinen geduldig und achtsam erspielten Stellungsvorteil in einen souveränen Sieg, mit dem das Minimalziel Mannschaftsremis schon erreicht gewesen wäre. Harald hatte die Möglichkeit durch ein Remis den Mannschaftssieg einzutüten, aber er war sich seiner Sache sicher und spielte weiter auf Sieg. In der 6. Stunde der Partie erreichte Harald sein Ziel und konnte den 5. Brettpunkt für Ebringen verbuchen. Unter dem Strich ein hart erkämpfter Auswärtssieg bei einem Mitfavoriten um die Meisterschaft in der Landesliga II. Nach dieser tollen Mannschaftsleistung nahm die Erste die zweistündige Heimfahrt gerne in Kauf und freute sich nach einem langen Wettkampftag immer noch Tabellenführer zu sein.

Oberwinden III – Ebringen II               0 : 8

Das Auswärtsspiel der Zweiten in Oberwinden geriet zu einer kurzen Angelegenheit. Als fast alle Spieler schon am Brett saßen und sich auf einen spannenden Mannschaftskampf freuten, stellte sich heraus, dass Oberwindens Mann fürs Spitzenbrett nicht anwesend war. Als dieser um 10:30 Uhr immer noch nicht erschienen war, wurde der Mannschaftskampf mit 0:8 für Ebringen II gewertet. Für die Zweite ein schönes, aber leider nicht erkämpftes Ergebnis.

Text: Karl-Peter Kendzia

Schach zwischen den Jahren.

Bei drei  Veranstaltungen in der Regio waren Ebringer Schachcracks dabei.

Beim Schachfestival in Basel nahm unser aktueller Vereinsmeister Lutz Grabe teil. Das starke Turnier hatte in der Meistergruppe 106 Teilnehmer (darunter 14 Titelträger). Lutz startete großartig, musste jedoch in zwei Runden dem Turnierstress Tribut zollen, aber dann ging es wieder bergauf. Nach 7 Runden in 5 Tagen belegte er am Ende mit 4,5 Punkten einen hervorragenden 18. Platz in diesem starken Feld.

Vom 27. bis 30.Dezember fand in Frankenthal bei Mannheim das 6. Internationale Frankenthaler Weihnachtsopen statt. Für Ebringen war Dirk Hamar am Start. In der C-Gruppe gemeldet, bekam er es mit vielen jugendlichen Nachwuchsspielern zu tun, die durchweg ein höheres Niveau spielten als ihre DWZ-Zahl vermuten ließ. Nach 7 Runden landete Dirk mit 4,5 Punkten auf einem guten elften Platz bei 51 gemeldeten Spielern.

Beim traditionellen Neujahrsturnier des Schachclubs Umkirch (Schnellschach für 4-er Mannschaften) war Ebringen mit zwei Mannschaften vertreten. Während Ebringen 1 etwas hinter den Erwartungen zurückblieb,  konnte Ebringen 2 mit einem rasanten Schlussspurt die Rating-Gruppe DWZ 1600 gewinnen und Pokal sowie Weinpreise mit nach Hause nehmen.



Siegreich ins Neue Jahr: Die Ebringer Schachspieler Werner Bonrath, Robert Hamar und Winfried Schüler (von links nach rechts) waren bester Dinge, als sie beim Neujahrsturnier in Umkirch in ihrer Rating-Gruppe den Pokal abräumten. Der vierte Spieler war Patrick aus Dreisamtal, der leider nicht im Bild ist.

Text: Karl-Peter Kendzia

Zwei Hexentalderbys am dritten Spieltag der Verbandsrunde.

Sölden I – Ebringen I                4 : 4

Mit weißer Weste und als Tabellenführer der Landesliga II fuhr die Erste zum ewig jungen Derby ins benachbarte Sölden. Dort ging man zwar als leichter Favorit ins Rennen, doch die Söldener gelten seit langem als enorm kampfstark. Schon zu Beginn des Mannschaftskampfes untermauerten die Söldener ihren guten Ruf und nutzten einen unerwarteten Fehlgriff vom Ebringer Lutz Grabe, um auf 1:0 zu stellen. Diesem frühen Schock folgten bald eine weitere Niederlage und ein Remis, so dass die Hausherren solide mit 2,5:0,5 führten. An den übrigen Brettern gab es zum Teil deutliche Vorteile für die Ebringer, doch nichts ist weiter als der Weg vom Auf-Gewinn-stehen bis zum tatsächlichen Sieg. So war es dann an Heinz Bösch den wichtigen Anschlusstreffer zu markieren, aber Peter Meyer, Udo Bösch und Malte Pothmann konnten ihre Stellungsvorteile nicht ins Ziel bringen und mussten jeweils ins Remis einwilligen. 4:3 für Sölden und nur Jürgen Tuchtfeld konnte noch eine Ebringer Niederlage verhindern. In seiner ruhigen und routinierten Art verwandelte Jürgen seinen kleinen Vorteil Zug um Zug in einen sicher erspielten Sieg und rettete Ebringen damit einen wichtigen Mannschaftspunkt. Damit bleibt die Erste ungeschlagen und kann in der Landesliga II weiter vorne mitspielen.

Sölden II – Ebringen II              2 : 6

Im zweiten Mannschaftskampf des 1. Advents trafen die Landesligareserven der Derbyteams aufeinander. Die Zweite aus Ebringen kassierte nach dem Abstieg aus der Bereichsliga zwei Niederlage an den ersten beiden Spieltagen und wollte sich in Sölden rehabilitieren. Glänzend aufgelegt zeigte sich Peter Ackermann an Brett 1, der einen Materialvorteil in einem komplizierten Endspiel mustergültig in einen Sieg ummünzte. Von Peter inspiriert, überstand Harald Obloh überlegt die wilden Angriffe seines Gegners, um ihn anschließend lehrbuchmäßig mattzusetzen. An Brett 3 spielte Altmeister Ewald Schneider eine wunderschöne Angriffspartie, übersah aber leider einen tödlichen Konter seines Gegners, verlor eine Figur und musste aufgeben. An den übrigen Brettern wurde die Zweite ihrer Favoritenrolle gerecht, nur Dirk Hamar und Werner Bonrath remisierten. Am Ende stand ein ungefährdeter 6:2 Erfolg für die Zweite, die nach drei Spieltagen endlich in der Bezirksklasse angekommen zu sein scheint.

Udo Bösch zum 12. Mal Ebringer Pokalsieger.

In einem denkwürdigen Pokalfinale setzte sich Udo Bösch gegen Hanspeter Becker durch. Eine von beiden Seiten äußerst kämpferische Partie endete durch Zeitüberschreitung, als Hanspeter Becker im Mittelspiel leicht besser stand, glänzend spielte, leider aber die Schachuhr aus den Augen verlor und damit auch die Partie. Das ist zum einen schade, weil die Partie noch viel Spannung versprach, zum anderen, weil sich Hanspeter damit um die Früchte seiner Denkarbeit brachte. Der Schachclub Ebringen gratuliert Udo zu seinem 12. Pokaltitel und wünscht allen Ebringern frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Text: Karl-Peter Kendzia

Keiner zieht schneller, Teil 13: Holger Kaspereit erneut Vereinsmeister im Blitzschach.

Nicht jeder Schachclub hat einen Lucky Luke in seinen Reihen. In Ebringen heißt der Mann, der schneller zieht als sein Schatten, Holger Kaspereit. Zum 13. Mal dominierte der sympathische Revolvermann die jährlich ausgetragene Ebringer Blitzmeisterschaft, diesmal nach Belieben. Holgers dynamisches Angriffsspiel ist schon in Partien mit längerer Bedenkzeit schwer zu parieren. Im Blitzschach hat jeder Spieler aber nur 5 Minuten Bedenkzeit pro Partie. Da hat es jeder Gegner schwer, wenn Lucky Kaspereit vom ersten Zug an auf den gegnerischen König schießt. Und so war Holger an diesem Abend mit 14 Siegen aus 16 Partien wieder einmal eine Klasse für sich. Spannend wurde es nur im Kampf um die übrigen Podiumsplätze. Hier marschierten Udo Bösch, Malte Pothmann und Lutz Grabe lange im Gleichschritt, am Ende schafften es neben Holger noch Udo und Malte aufs Treppchen. Der Schachclub Ebringen gratuliert Holger zu seinem 13. Titel im Blitzschach, es wird bestimmt nicht der letzte sein.

Vereinsblitzmeisterschaft 2019:

1. Holger Kaspereit              14,5 Punkte (Blitzmeister 2019)

2. Udo Bösch                         11

3. Malte Pothmann                 10,5

3. Lutz Grabe                         9,5

5. Peter Meyer                        9,0

6. Harald Obloh                      7,0

7. Werner Bonrath                  4,5

8. Heinz Bösch                       3,5

9. Dirk Hamar                         2,0

Überraschung: Holger Kaspereit krönt sich auch zum Schnellschachmeister.

Na, wer hätte das gedacht? Dass jemand, der im Blitzschach alle Gegner deklassiert, auch im Schnellschach vorne mitmischt? Eigentlich jeder. Und so überrascht es nicht, dass Holger zum dritten Mal den Titel des Ebringer Schnellschachmeisters gewinnt. Und zwar in einem spannenden Turnier mit hochmotivierten Teilnehmern. Kurzum, gute Stimmung, ein gelungenes Kräftemessen, ein würdiger Sieger. Besser geht´s nicht.

Text: Karl-Peter Kendzia

Bruderkampf und Seniorenduell im Pokalhalbfinale.

Udo Bösch und Hanspeter Becker stehen im Finale des Vereinspokals 2019.

Nichts ist so gnadenlos wie die Rivalität zwischen Brüdern. Was also bietet sich mehr an als eine wüste Schlägerei unter Brüdern auf dem Schachbrett? In dieser Disziplin sind Udo und Heinz Bösch eine Klasse für sich. Wann auch immer sie eine Pflichtpartie gegeneinander auszutragen haben, entsteht ein Kampf mit Haken und Ösen. So auch am ersten Dienstag im November. Udo war auf Krawall gebürstet und versuchte Heinz mit einer riskanten Eröffnung zu überraschen. Ganz schlechte Idee. Denn Udos Bruder Heinz liebt scharfe Eröffnungen und waghalsige Stellungen. Folgerichtig fing sich Udo einen Konter ein, der seine Stellung mächtig ins Wanken brachte. Doch in Bedrängnis spielt Udo oft wie ein Weltmeister. Während Heinz krampfhaft versuchte seinem Bruder den Todesstoß zu versetzen, entwickelte Udo auf offenen Linien Gegenspiel mit Türmen und Dame. Heinz` Angriff fiel schon bald in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Denn wer mit allem stürmt, was er hat, hat nichts mehr, um sich zu verteidigen. Mit diesem verdienten Sieg erreichte Udo nicht nur das Finale des diesjährigen Vereinspokals, er revanchierte sich auch für die schmerzliche Niederlage gegen Heinz in der diesjährigen Vereinsmeisterschaft.

In der zweiten Halbfinalbegegnung trafen die Routiniers Hans-Dieter Weißflog und Hanspeter Becker aufeinander, ihres Zeichens wichtige Leistungsträger der zweiten Mannschaft. Es entwickelte sich eine ruhige, sehr taktische Partie, die beiden Protagonisten wenige Chancen zum Angriff bot. Allerdings entwickelte Hanspeter eine Art Eichhörnchen-Strategie und sammelte fleißig Mehrbauern. Schließlich steht der Winter vor der Tür und Weihnachten wirft auch schon seine Schatten voraus. Lange Zeit blieb die Partie in der Balance, doch je näher das Endspiel rückte, umso mehr fiel Hanspeters Materialvorteil ins Gewicht: zwei Mehrbauern, aber wenig verbliebene Zeit auf der Uhr. Schon etwas für gute Nerven, aber kein Problem für Hanspeters feine Endspieltechnik. Die Mehrbauern liefen Richtung Grundlinie, und Hans-Dieter hatte nichts mehr, um sie aufzuhalten. So musste er Hanspeter schon bald zum Sieg gratulieren. Der Schachclub Ebringen freut sich schon auf das Pokalendspiel zwischen Hanspeter und Udo, das ein echtes Prestigeduell zwischen zweiter und erster Mannschaft werden dürfte.

Text: Karl-Peter Kendzia

Udo Bösch führt Ebringen zum Auftaktsieg.

Brombach II – Ebringen I                    2,5 : 5,5

Zum Saisonstart musste die Erste in diesem Jahr bei strahlendem Sonnenschein nach Brombach. Dort wurde man von einem ebenbürtigen Gegner erwartet. Aber Ebringen hat etwas, das andere Teams nicht vorweisen können: einen Mannschaftsführer namens Udo Bösch. Schon nach 90 Minuten hatte Udo seinen Gegner in die Knie gezwungen nach nur 21 Zügen und einem unvermeidlichen Figurenverlust. Schon öfter hat man gesehen, dass ein so vorzeitiger Sieg der ganzen Mannschaft Auftrieb gibt. So folgten schon bald Harald Obloh und Heinz Bösch Udos Beispiel und gewannen ihre Partien ebenfalls. Als Malte Pothmann noch ein Remis beisteuerte, stand es nach zweieinhalb Stunden 0,5 : 3,5 für die Ebringer Gäste und der Kampfgeist der Brombacher war fast gebrochen. Den Mannschaftsieg sicherten dann Peter Meyer, Lutz Grabe und Peter Ackermann mit weiteren Remisen. Holger Kaspereits Gegner sah für sich Siegchancen und spielte weiter, obwohl der Mannschaftskampf längst verloren war. Die Partie endete Remis, in einem studienhaften Bauernendspiel hatten die Siegchancen allerdings bei Holger gelegen. Am Ende notierte Kapitän Udo Bösch einen deutlichen, nie gefährdeten Sieg ohne eine einzige Niederlage: ein Saisonstart nach Maß.

Dirk Hamar glänzt bei der Bezirkseinzelmeisterschaft in Horben.

Horben ist ein gutes Pflaster für Ebringer Schachspieler. Im vergangenen Jahr erreichte Karl-Peter Kendzia einen erfreulichen 6. Platz. Das überschaubare Turnier mit der familiären Atmosphäre zog in diesem Jahr Dirk Hamar an, der ähnlich gute Erfahrungen machte wie sein Vorgänger. Interessante Partien, erstklassige, preiswerte Verpflegung und faire Wettkämpfe. Auch sportlich lief es für Dirk super. Nach der obligatorischen  Erstrundenniederlage – in der ersten Partie bekommt man aufgrund des Auslosungsmodus als Normalsterblicher immer einen superstarken Gegner zugelost – holte Dirk zwei Siege. Die vierte Partie brachte Dirk ein unklares Dame-Turm-Endspiel ein, und so reichte er seinem Gegner die Hand zum Remis. Dirks letzter Gegner trat zur 5. Runde gar nicht mehr an, ein klarer Hinweis darauf, dass die Bezirkseinzelmeisterschaft nicht nur gute Schachkenntnisse erfordert, sondern auch das nötige Quäntchen Kondition. Am Ende belegte Dirk im B-Turnier einen hervorragenden 3. Platz. Im Ebringer Schachclub überrascht das niemanden, ist Dirk doch mittlerweile im Ebringer Bezirksligateam ein echter Hoffnungsträger.

Text: Karl-Peter Kendzia

Lutz Grabe holt sich souverän seine erste Vereinsmeisterschaft.

Schon seit einigen Jahren ist Lutz Grabe ein wichtiger Leistungsträger im Landesligateam des Schachclubs Ebringen. Deshalb war auch niemand überrascht, dass er sich als Gesamtführender lange Zeit an der Spitze der Turniertabelle halten konnte. Die Entscheidung, wer sich 2019 zum Vereinsmeister krönen darf, fiel allerdings verspätet. Die siebte und letzte Runde war in diesem Jahr besonders spannend, weil die Spieler mit Titelchancen erst zu einem Nachholtermin ihre entscheidenden Partien austragen konnten.

In der ersten Partie traf Lutz Grabe auf Heinz Bösch, der sich derzeit in Bestform präsentiert. Es entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau, in der sich beide Kontrahenten nichts schenkten. Nach mehrstündigem, intensivem Kampf konnte Lutz einen Freibauern auf den Weg bringen, den Heinz nicht mehr aufhalten konnte. Das bedeutete den fünften Sieg für Lutz bei zwei Remisen. Er blieb also über 7 Partien ungeschlagen. Der Einzige, der ihm jetzt noch die Vereinsmeisterschaft streitig machen konnte, spielte nur einen Tisch entfernt.

Peter Meyer hatte 5 Punkte auf seinem Turnierkonto und hätte mit einem Sieg gegen Holger Kaspereit mit Lutz Grabe gleichziehen können. Allerdings hatte Peter Schwarz gegen den wohl besten Angriffsspieler des Vereins. Holger spielte so stürmisch wie gewohnt und schon bald fand sich Peter in einer defensiven Stellung wieder. Schritt für Schritt konnte sich Peter aus Holgers Umklammerung befreien, allerdings unter Preisgabe des Damenflügels, an dem für Schwarz schon bald dunkle Wolken aufzogen. Und zwar in Form einer gut vernetzten Bauernwalze, die unaufhaltsam auf die Grundlinie zustrebte, wo sich ein Bauer beispielsweise in eine Dame verwandeln kann, um so die Partie zu entscheiden. Tatsächlich kam ein weißer Bauer durch und Peter musste die Partie aufgeben. Damit war Lutz Grabe Vereinsmeister 2019 und beendete vorerst den scheinbar ewigen Stabwechsel zwischen Holger Kaspereit und Udo Bösch. Peter Meyer und Holger Kaspereit teilten sich den zweiten Platz in der Tabelle und schafften es damit beide aufs Treppchen. Seniorenmeister wurde Heinz Bösch und Juniorenmeister Malte Pothmann. Der Schachclub Ebringen gratuliert Lutz zu seinem ersten Vereinsmeistertitel, der bestimmt nicht der letzte gewesen sein wird.

Endergebnis der Ebringer Vereinsmeisterschaft 2019

Text: Karl-Peter Kendzia