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Spannender Saisonabschluss

Ebringen II – Dreiländereck II 4,5:3,5
Mit einem knappen 4,5:3,5-Erfolg beendete die zweite Mannschaft gegen Dreiländereck Weil die Saison 2025/26 auf dem siebten Tabellenplatz und sicherte sich damit als Aufsteiger den Klassenerhalt in der Bereichsliga Süd 3 mit 8:10 Punkten.
Dreiländereck trat nur zu siebt an, so dass Ebringen durch den kampflosen Erfolg von Wolfgang Rieder gleich zu Anfang mit 1:0 führte. Leider verlor Rene Seidel dann seine Partie, so dass der Gegner ausgleichen konnte. Heinz Bösch, Michael Riesterer, Jörg Breczszinsky, Hans-Dieter Weißflog und Winfried Schüler remisierten in der Folge, so dass es schließlich 3:5:3:5 stand. So musste die Partie von Michael Bauer am dritten Brett die Entscheidung bringen. In einem spannenden Endspiel mit komplizerter Stellung kam dessen Gegner jedoch in Zeitnot und verlor schließlich durch Zeitüberschreitung.
In der Abschlusstabelle liegt Ebringen punkt- und brettpunktgleich mit dem Tabellensechsten Heitersheim, der jedoch durch den Sieg im direkten Vergleich Platz 6 belegt.
Während Meister Umkirch und Vizemeister Freiburg-West mit 16:2 bzw. 15:3 Punkten deutlich vorne liegen, trennen den Tabllendritten Schopfheim – auch hier unterlag Ebringen mit 3,5:4,5 ebenfalls nur unglücklich – mit 10:8 Punkten nur drei Punkte vom Tabellensiebten Brombach IV.
In diesem sehr ausgeglichenen Feld wäre also sogar etwas mehr möglich gewesen.
zur Abschlusstabelle

Horben IV – Ebringen III 0,5:3,5
Mit einem deutlichen 3,5:0,5-Sieg in Horben schließt die dritte Mannschaft die Spielzeit 2025/26 als Vizemeister ab in der Kreisliga D des Bezirks Freiburg ab.
Jonas Ganszky, Julius Stracke und Manuel Bleile gewannen, Leon Vogelbacher remisierte.
zur Abschlusstabelle

Erfolgreicher 8. Spieltag

Ebringen – Neumühl 6:2
Mit einem deutlichen 6:2-Sieg gegen Neumühl katapultierte sich die 1. Mannschaft vom Tabellenende auf den fünften Platz der aus zehn Mannschaften bestehenden Landesliga Süd 1 und hat nun den Klassenerhalt so gut wie sicher.

Michael Schneider, Lutz Grabe, Jürgen Tuchtfeld, Holger Kaspereit und Christian Davis gewannen. Sebastian Raum am Spitzenbrett und Harald Obloh am letzten Brett remisierten, Udo Bösch musste sich leider geschlagen geben,

Schwarze Pumpe Freiburg – Ebringen II 4:4
Mit einem 4:4 bei Schwarze Pumpe Freiburg hat die zweite Mannschaft nun einen Spieltag vor dem Saisonende den achten Tabellenplatz in der Bereichsliga Süd 3 sicher und damit gute Chancen auf den Klassenerhalt, wenn nur die Plätze 9 und 10 absteigen.

Jörg Brezsczinsky und kampflos Hans-Dieter Weißflog gewannen. Georg Vogelbacher, Ivan Dukić, Michael Riesterer und Michael Bauer remisierten. Markus Fink und Matthias Pfefferle mussten ihren Punkt dem Gegner überlassen.

Ettenheim IV – Ebringen II 2:2
Mit einem Unentschieden in Ettenheim blieb die dritte Mannschaft auf dem zweiten Platz der D-Klasse im Bezirk Freiburg. Hier holten Julius Stracke und Benjamin Bauer die Punkte für Ebringen. Leon Vogelbacher und Manuel Bauer verloren, so dass es zum Mannschaftsremis als Endstand kam.

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Der Schachclub Ebringen lädt alle Mitglieder, Freunde und Gönner zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ein.
Angesetzt ist sie für Dienstag, 24. März 2026 ab 20 Uhr in der Schlossscheune in Ebringen

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung, Feststellung der Beschlussfähigkeit
  3. Genehmigung des Protokolls der JHV 2025
  4. Totengedenken
  5. Berichte des Vorstands
  6. Bericht der Kassenprüfer
  7. Entlastung des Gesamtvorstands
  8. Bericht aus der Gemeinde (Bürgermeister Hans-Peter Widmann)
  9. Bericht aus dem Badischen Schachverband und Deutschen Schachbund (Winfried Schüler)
  10. Wahlen
    a. 1. Vorsitzender und Jugendwart
    b. 3. Vorsitzender und Kassenwart
    c. Pressewart
    d. Schriftführer
    e. Materialwart
    f. 1. Beisitzer
  11. Wahl der Kassenprüfer
  12. Partien-Datenbank – derzeitiger Stand, Planungen
  13. Küche – Vermietungsformular, Reinigung, Ergänzung des Bestands,
    Verantwortlicher(?)
  14. Ausblick auf 2026 / geplante Aktivitäten
  15. Verschiedenes, Wünsche und Anregungen

Änderungs- und Ergänzungswünsche bitte bis 15. März 2026 an
Harald Obloh

Zweite feiert ersten Sieg in der Bereichsliga

Am 5. Spieltag der Verbandsrunde platzt endlich der Knoten und Ebringens Landesligareserve fährt als Aufsteiger die ersten Punkte ein.  

Ebringen II – Brombach IV         4,5 : 3,5

Gegen die Gäste vom Hochrhein hatten sich die Ebringer viel vorgenommen, nachdem man aus den ersten 4 Mannschaftskämpfen erst einen Punkt erkämpfen konnte. Aufsteigen ist nichts für Feiglinge. Das Match gegen Brombach begann vielversprechend. Nach frühen Siegen durch Hans-Dieter Weißflog, Michael Riesterer und Michael Bauer sowie einem Remis von Karl-Peter Kendzia lagen die Ebringer schnell mit drei Punkten vorne und gingen davon aus, dass aus den verbleibenden Partien schon noch 1 Brettpunkt herausspringen würde. Rene Seidel hielt seine Partie gegen den Jugendspieler Niklas Oktai zunächst ausgeglichen, griff jedoch im entscheidenden Moment daneben und musste sich geschlagen geben. Jörg Breczcinski geriet ebenfalls zunehmend unter Druck, so dass alles von den ersten beiden Brettern abhing. Heinz Bösch erreichte eine komfortable Stellung mit Läuferpaar und sein Gegner bot ihm daher in Zeitnot ein Remis an. Heinz, der noch über genügend Zeit verfügte, wartete mit der Annahme des Remis clever ab, bis sein Brettnachbar ebenfalls ein Remis-Angebot erhielt. Da mussten Heinz und Matthias nicht lange überlegen, denn ihre beiden halben Punkte besiegelten den ersten Mannschaftssieg der Ebringer Zweiten in der Bereichsliga. Jörg stemmte sich an Brett 5 zwar noch einige Zeit gegen den starken Angriff seines Brombacher Gegners, war aber letztlich machtlos gegen die weißen Bauern und Schwerfiguren. Dem Mannschaftserfolg tat seine Niederlage jedoch zum Glück keinen Abbruch.

Die 3. Mannschaft bleibt Tabellenführer.

Ebringen III – Umkirch III             2 : 2

Die dritte Mannschaft hatte es mit Umkirch III zu tun. Die Begegnung war recht ausgeglichen. Henry Kingston und Benjamin Bauer gewannen ihre beiden Partien. Für Julius Stracke und Leon Vogelbacher gab es leider weniger Grund zur Freude. Dennoch reichte das 2:2-Unentschieden, um die Tabellenführung in der D-Klasse zu verteidigen.

Erste taumelt in die Ergebniskrise.

Appenweier I – Ebringen I                      6 : 2

Auf dem Konto von Ebringens erster Mannschaft stehen zur Halbzeit der diesjährigen Verbandsrunde in der Landesliga 1-Süd zwei Punkte aus 2 Mannschaftsremisen bei 3 hohen Niederlagen. So grüßt die Erste mit der roten Laterne von ganz unten. Obwohl viele Partien spannend, ansprechend und ambitioniert daherkommen, landen die Punkte nur vereinzelt in Ebringen. Es sind bisher immer viele Niederlagen zu beklagen. Das sollte die Erste in der 2. Saisonhälfte abstellen, will sie sich noch eine Chance auf den Klassenerhalt offenhalten. Hoffen wir, dass die Ebringer Schachcracks wieder in die Spur finden und ihre Performance zuverlässig aufs Brett bringen. Die Daumen sind gedrückt für das nächste Match am 22. Februar gegen Bühlertal.

(Text: Karl-Peter Kendzia / Michael Bauer)

Nach Mannschaftsremis ausgeschieden:

Ebringens Erste verkauft sich teuer in der Vorrunde des Deutschen Mannschaftspokals.

Ebringen – SK 1980 Gernsheim (Hessen)     2 : 2  (BW 4,5 : 5,5)

Nach der langen Reise über den Bezirkspokal und den Badischen Mannschaftspokal, in dem man das Finale gegen Bad Mergentheim erreichte, fanden sich die Ebringer Schachcracks einige Monate später in der Vorrunde des Deutschen Mannschaftspokals wieder und hatten im SK Gernsheim eine starke hessische Mannschaft vor der Brust, die an den beiden Spitzenbrettern mit 2 FIDE-Meistern antrat.

Brett 1: Am Spitzenbrett stand Ebringens Michael Schneider schon nach wenigen Zügen vor Böhmischen Dörfern, also einer Figurenkonstellation, die ihm so noch nie begegnet war. Daher musste er die restliche Partie gewissermaßen im Blindflug spielen, da er die Variante einfach nicht kannte. Er geriet mehr und mehr unter Druck, beging in der Folge einen strategischen Fehler und stand dann so schlecht, dass er selbst mit einem Bauernopfer nicht mehr aus der Misere rauskam und seine Partie aufgeben musste: 0:1 für Gernsbach.

Brett 2: Sebastian Raum spielte eine gute Eröffnung und erreichte so eine gute Kontrolle der Brettmitte. Die Dominanz über das Zentrum des Schachbretts ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Partie, das gehört zu den Basics im Schach. Mit einem Bauerndurchbruch schaffte Sebastian seinen Figuren dann den nötigen Raum für ein aktives Spiel und konnte damit seinen Vorteil ausbauen. In der dramatischen Schlussphase mit wenig Bedenkzeit schickte er dann einen gefährlichen Freibauern auf die Reise, den sein Gegner nicht mehr aufhalten konnte. Ein souveräner Sieg für Ebringen: 1:1

Brett 4: Eine rundum ausgeglichene Partie spielte Lutz Grabe, und zwar von Anfang bis Ende. Es gibt solche Partien, in denen sich für beide Seiten keine Chancen entwickeln, entweder weil die Partie zu geschlossen ist oder man ein zu hohes Risiko gehen müsste, um die Stellung aus dem Gleichgewicht zu bringen: 1,5:1,5

Brett 3: Bereits in der Anfangsphase tauschte man die Damen. Für Holger Kaspereit extrem ungewöhnlich, setzt er die Dame doch oft und überzeugend für seine überfallartigen Angriffe ein. Auch positionell stand Holger bald besser, da Schwarz mehrere Bauerninseln zu verteidigen hatte, also isolierte Bauern oder Doppelbauern. Dann übersah er leider eine taktische Finte seines Gegners und fand sich in einer schlechteren Stellung mit Minusbauern wieder. Holger spielte dann eine zu gewagte Fortsetzung mit guten Gewinnchancen für Schwarz, erreichte aber in Zeitnot noch eine Remisstellung, die er auch ins Ziel brachte. Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt schon fest, dass dieses Remis die Ebringer Niederlage besiegeln würde: 2:2.

Warum eine Niederlage?

Im Pokal kommt die Berliner Wertung zum Einsatz. Das ist eine Feinwertung, die bei Mannschaftsremisen eingesetzt wird, um jedes Match entscheiden zu können, ohne dass ein Rückkampf nötig wird. In diesem Fall war spielentscheidend, dass der Sieg an Brett 1 Gernsbach 4 Punkte eingebracht hat und Sebastians Sieg an Brett 2 Ebringen nur 3 Punkte. Die Remisen an Brett 3 und 4 konnten diesen 1-Punkte-Vorsprung von Gernsbach durch deren Sieg an Brett 1 nicht mehr ausgleichen. Deshalb ist Ebringen in der Vorrunde des Deutschen Mannschaftspokals ausgeschieden. Trotzdem ist der Ebringer Schachclub stolz auf seine Pokalhelden, haben sie doch die Ebringer Farben auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene würdig vertreten. Für einen kleinen Verein aus einer beschaulichen Weinbaugemeinde eine erstaunliche Leistung.

Der Schachclub Ebringen wünscht allen Ebringern ein gutes, gesundes und friedliches Jahr 2026.

Text: Karl-Peter Kendzia

Springer-Läufer-Matt bringt die Erste um den Sieg.  

Ebringen – Vimbuch        4 : 4

Nach der Niederlage zum Saisonauftakt wollte die Erste im zweiten Match endlich punkten und eine Reaktion zeigen. Die Voraussetzungen waren gut, auf dem Papier war man klarer Favorit und hatte auch Heimrecht. Doch das Ganze sollte kein Spaziergang werden. Es begann an allen Brettern ein zäher Kampf. 4 Ebringer brachten keine Gewinnstellung aufs Brett und mussten ihren Gegnern schon bald die Hand zum Remis reichen. Immerhin konnte Kapitän Udo Bösch seine Partie gewinnen und damit Ebringen mit 3:2 in Führung bringen. Harald Obloh und Sebastian Raum standen bald danach auf Gewinn. Harald übersah leider den entscheidenden Gewinnzug, verlor dann Zug um Zug die Spielkontrolle und folgerichtig auch seine Partie: 3:3. Spitzenbrett Sebastian Raum konnte dann mit seinem Sieg den 4. Punkt erspielen und damit zumindest das Mannschaftsremis sichern. Nun war es an Lutz Grabe mit einem Remis den Teamerfolg zu sichern. Doch Lutz verdarb durch einige ungenaue Züge seine anfangs gute Stellung und geriet mächtig unter Druck. Er verteidigte sich gewohnt zäh, landete aber in einem Endspiel mit König gegen Springer und Läufer. Mit diesem Leichtfigurenpaar kann man den Gegner mattsetzen, das ist aber ein sehr kompliziertes Manöver, das längst nicht jeder Schachspieler beherrscht, auch nicht im Verein. Doch Lutz‘ Gegner aus Vimbuch hatte es leider bestens drauf und setzte ihn innerhalb der 50-Zug-Regel matt. So musste Lutz ihm nach sechseinhalb Stunden Spielzeit zum Sieg gratulieren. Für die Erste kein guter Saisonstart, aber immerhin der erste Punktgewinn in der noch ungewohnten Landesliga 1, die doch stärker zu sein scheint als ihr Ruf.

(Text: Karl-Peter Kendzia/Udo Bösch)

Zweite ersatzgeschwächt ohne Chance in Heitersheim.

Heitersheim II – Ebringen II      6 : 2

Der zweite Spieltag der Verbandsrunde begann für Ebringens Zweite reichlich suboptimal. So mussten wichtige Stammspieler in der Ersten aushelfen, weil dort einige Spieler fehlten. Zudem musste die Ebringer Landesligareserve in Heitersheim antreten, wo eine erfahrene und spielstarke Mannschaft sie erwartete. Für Lichtblicke sorgten die Ebringer Wolfgang Rieder und Jörg Brezczinsky, konnten sie doch ihren Gegnern jeweils ein Remis abtrotzen.

Michael Riesterer stand in seiner Partie mächtig unter Druck, verteidigte sich aber wacker. Beide Kontrahenten gerieten in Zeitnot und damit in Gefahr die Partie durch Zeitüberschreitung zu verlieren. Michael Riesterer hatte am Ende den kühleren Kopf. Sein Gegner verlor eine Figur und gab die Partie sofort verloren. Das sollte jedoch der einzige „Ehrentreffer“ für Ebringen in Heitersheim bleiben. Am Ende hieß es 6:2 für die Hausherren. Bleibt zu hoffen, dass die Zweite beim kommenden Heimspiel wieder in Bestbesetzung antreten kann.

(Text: Karl-Peter Kendzia/Michael Bauer)

Nach gutem Start kassiert die Erste fünf Niederlagen zum Saisonstart.

Ebringen – Oberkirch        2,5 : 5,5

Klar favorisiert und in Bestbesetzung ging die Erste zum Saisonauftakt in den Mannschaftskampf gegen Oberkirch. An allen Brettern entwickelten sich ausgeglichene Kampfpartien auf Augenhöhe. Nach ca. 3 Stunden konnte Udo Bösch seine Partie gewinnen, auch Jürgen Tuchtfeld besiegte seinen Gegner. Chris Davis steuerte noch ein Remis bei und Ebringen führte plötzlich mit 2,5:0,5. Ein verheißungsvoller Beginn. Was dann passierte, ist schwer in Worte zu fassen. Udo, Jürgen und Chris mussten nach ihren guten Leistungen mitansehen, wie Partie um Partie verlorenging und konnten es kaum glauben. Die übrigen 5 Ebringer verloren kollektiv den Faden und gaben ihre Partien aus der Hand. Nach 6,5 Stunden mussten die beiden letzten Ebringer die Waffen strecken und ihren Gegnern gratulieren. So setzte es trotz Heimvorteil eine 2,5:5,5 Heimklatsche. Das kann im Saisonverlauf noch zur schweren Hypothek werden, wenn es gegen höher eingeschätzte Mannschaften geht. Bleibt zu hoffen, dass die Ebringer in der 2. Runde in ihrer neuen Landesliga 1 ankommen. Denn während man im letzten Jahr noch Gegner aus dem Schwarzwald und vom Hochrhein hatte, spielt man in der neuen Saison gegen Gegner zwischen Brombach und Kuppenheim, also etwa entlang der A5 bis nach Lahr, Offenburg und Baden-Baden.

Zweite punktet bei ihrem Bereichsliga-Debüt.

Rheinfelden I – Ebringen II         4 : 4

Leicht ersatzgeschwächt trat die zweite Mannschaft aus Ebringen in Rheinfelden zu ihrem Debut in der Bereichsliga an. Am Anfang verlief die Begegnung alles andere als positiv. Stefan Beinke tappte an Brett 8 in eine Eröffnungsfalle und René Seidel an 7 erging es kaum besser, so dass die Ebringer früh mit zwei Punkten im Rückstand lagen. Ein paar Remisen später sah es schon nach einer sicheren Niederlage aus, doch die Ebringer Landesligareserve gab nicht auf: Markus Fink behielt in einer wilden Partie an Brett 1 die Übersicht und gewann durch einen sehenswerten Königsangriff. Michael Bauer gewann früh einen Bauern und konnte den Vorteil bis ins Endspiel halten, wo sein Gegner allerdings die Bedenkzeit überschritt und verlor. Zwar konnte die Mannschaft dadurch vorübergehend ausgleichen, aber es liefen noch zwei Partien, in denen beide Ebringer Spieler massiv unter Druck standen. Matthias Pfefferle schaffte es (mit Glück, wie er sagte), dem Angriff seines Gegners zu entkommen und ins Remis zu flüchten, so dass die Entscheidung in der letzten Partie fallen musste, in der Winfried Schüler klar auf Verlust stand. Zwei gegnerische Freibauern stürmten unaufhaltsam auf die Grundreihe zu, um sich in eine Dame zu verwandeln. Doch Winfrieds junger Gegner griff nach über 5 Stunden Spielzeit fehl. Winfried erkannte die Chance und erzwang durch ein Turmopfer Dauerschach, wodurch er den 4:4-Endstand herstellte. Dieses Unentschieden fühlte sich für den Aufsteiger aus Ebringen nach dem entmutigendem Spielverlauf wie ein Sieg an und war der erste Achtungserfolg der Ebringer Zweiten in der Bereichsliga nach dem Aufstieg aus der Bezirksliga.

Text: Karl-Peter Kendzia und Michael Bauer

Begegungen der neuen Verbandsrunde stehen fest

Verbandsrunde 2025/26

Unsere erste Mannschaft spielt nun in der Landesliga Süd 1, unsere zweite als Aufsteiger in der Bereichsklasse Süd 3, beide auf der badischen Ebene. Unsere dritte Mannschaft spielt in der Kreisklasse D des Bezirks Freiburg. Die Auslosung der D-Klasse ist bis dato noch nicht erfolgt.

1. Runde – Sonntag, 12.10.2025
Ebringen I – Oberkirch I
Rheinfelden I – Ebringen II

2. Runde – Sonntag, 09.11.2025
Ebringen I – Vimbuch I
Heitersheim II – Ebringen II

3. Runde – Sonntag, 30.11.2025
Lahr I – Ebringen I
Ebringen II – Umkirch I

4. Runde – Sonntag, 11.01.2026
Ebringen I – Brombach III
Freiburg-West II – Ebringen II

5. Runde – Sonntag, 01.02.2026
Appenweier I – Ebringen I
Ebringen II – Brombach IV

6. Runde – Sonntag, 22.02.2026
Ebringen I – Bühlertal I
Schopfheim I – Ebringen II

7. Runde – Sonntag, 22.03.2026
Hörden I – Ebringen I
Ebringen II – Sölden I

8. Runde – Sonntag, 19.04.2026
Ebringen I – Neumühl I
Schwarze Pumpe Freiburg I – Ebringen II

9. Runde – Sonntag, 10.05.2026
Kuppenheim II – Ebringen I
Ebringen II – Dreiländereck Weil II

Ebringen im Badischen Pokalfinale für Schachteams.

Ebringen gewinnt Halbfinale souverän gegen Baden-Baden.

Im Halbfinale hatte Ebringen mit der OSG Baden-Baden einen der schillerndsten deutschen Schachvereine zu Gast. Deren Profimannschaft ist bereits für die Endrunde des deutschen Mannschaftspokals qualifiziert. In Ebringen trat der deutsche Rekordmeister mit einer sehr starken Jugendmannschaft an, die gegen Ebringens ältere Schachcracks leicht favorisiert war.

Ebringen I gegen Baden-Baden, beschauliches Dorf gegen berühmte Kurstadt.

Wie im Fußball gilt beim Schach im Pokal: erst im Bezirk, später auf Landes- und Bundesebene. Im Bezirkspokal hatte Ebringen den 3. Platz belegt und sich damit die Teilnahme am Badischen Mannschaftspokal gesichert. Mit dem Sieg im Halbfinale qualifiziert sich Ebringen für die Teilnahme an der deutschen Pokalendrunde. Bisher der größte sportliche Erfolg in der Geschichte unseres Vereins.

Der Spielverlauf:

Pünktlich um 10:00 Uhr eröffnete Schiedsrichter Dr. Werner Bonrath den Mannschaftskampf. An allen vier Brettern wurde von Anfang an mit scharfer Klinge gekämpft. Dabei entstanden sehr spannende Partien, die sehr ausgeglichen waren und die Zuschauer auf eine spektakuläre Reise mitnahmen.

An Brett 1 wagte Ebringens Spitzenbrett Sebastian Raum zu Beginn des Mittelspiels ein Qualitätsopfer, d.h. er tauschte einen Turm gegen eine Leichtfigur (Springer/Läufer). Dieses Manöver setzte Sebastians Gegenüber derart unter Druck, dass er sich in Folge ausschließlich auf die Verteidigung beschränken musste. Dabei fand er nicht die besten Züge und musste Sebastian nach einiger Zeit folgerichtig zum Sieg gratulieren. Damit stand es 1:0 für Ebringen.

An Brett 2 spielte Michael Schneider eine wilde Partie. Sein Gegner war bestrebt die Partie zu entschärfen und in ein remisverdächtiges Endspiel zu lenken. Deshalb bot er Michael den Damentausch an, um in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Dabei übersah er allerdings, dass Michael einen raffinierten Bauerndurchbruch vorbereitet hatte, der nicht mehr zu verhindern war. Er gab sofort auf und gratulierte Michael zum Sieg: ergo 2:0 für Ebringen.

An Brett 4 erwischte Udo Bösch eine komplexe, aber ausgeglichene Partie, die sich jederzeit in der Remisbreite bewegte. Ganz logisch also, dass Udo seinem Gegner am Ende der 5. Stunde Remis anbot, was dieser auch annahm. Mit dem 2,5:0,5 war der Mannschaftssieg in trockenen Tüchern, da nur noch eine Partie lief.

An Brett 3 zeigte sich Holger Kaspereit erneut als Abteilung Attacke und jagte seine Figuren in eine riskante Angriffspartie mit einer sehr interessanten Materialverteilung. Er hatte seine Dame gegen Turm, Springer und Läufer getauscht und den gegnerischen König mit diesem Figurentrio schon fest ins Visier genommen. Da der Mannschaftskampf nach über 5 Stunden ja durch Udos Remis schon entschieden war, bot auch Holger seinem Gegner die Punkteteilung an. Dieser lehnte ab. So lief die Partie fast bis zum Ende der 6. Stunde, dann endlich wurden die Punkte geteilt:

Unterm Strich steht ein sehr souveräner Ebringer Sieg, der so nicht zu erwarten war:

Ebringen I – Baden-Baden                     3:1

Finalteilnahme mit Auswärtsspiel in Bad Mergentheim am 20.7.25.

Mit der Endspielteilnahme im Badischen Mannschaftspokal qualifizieren sich die Ebringer Schachcracks für den deutschen Mannschaftspokal auf Bundesebene.

Die Ebringer Pokalhelden: Michael Schneider, Sebastian Raum, Udo Bösch, Holger Kaspereit

Text: Karl-Peter Kendzia

Badischer Mannschaftspokal:Die Erste bezwingt Radolfzell deutlich und trifft im Halbfinale auf Baden-Baden, das als „Bayern München“ des Schachs gilt.

Im Viertelfinale des Badischen Mannschaftspokals traf Ebringens Erste auf eine ersatzgeschwächte Mannschaft aus Radolfzell, da sich die Stammkräfte des Teams vom Bodensee allesamt im Urlaub befanden. So konnten sie nur mit einer Rumpfmannschaft in Ebringen antreten, wo sie die Heimmannschaft in Bestbesetzung erwartete.

Ebringen I – Radolfzell I              3,5:0,5

An allen vier Brettern waren die Ebringer favorisiert, an Brett 4 übertraf Holger Kaspereit seinen Gegner von der Spielstärke her um mehr als 400 DWZ-Punkte. DWZ bedeutet Deutsche Wertungszahl und ist so was wie der Schach-IQ eines Spielers. An Brett 3 machte Lutz Grabe kurzen Prozess mit seinem Gegner. Dessen kleine Unaufmerksamkeit nutze Lutz für einen Figurenabtausch, der die wichtigste Verteidigungsfigur des Gegners aus dem Spiel nahm. Wenige Züge später brach die Stellung des Radolfzellers vollständig zusammen und Lutz erzielte den ersten Gewinnpunkt. Dann war es an Holger Kaspereit für die Vorentscheidung zu sorgen: Ebringens gefährlichster Angriffsspieler lehnte 2 Remisangebote seines weit unterlegenen Gegners ab, weil ja noch 2 Partien in jeweils sehr ausgeglichener Stellung liefen. Kurze Zeit später stellte Holgers Gegner einzügig einen Turm ein (er verlor den Turm fahrlässig) und schmiss damit die Partie weg. Nach knapp 3 Stunden stand es somit 2:0 für Ebringen. Deutlich mehr Widerstand leistete der Gegner von Sebastian Raum mit einer sehr soliden Verteidigung. Allerdings konnte Sebastian die Bauernkette des Gegners durch eine taktische Zugfolge durchbrechen. Letzterer bekam nochmal Gegenspiel, als er zwei Leichtfiguren (Springer/Läufer) gegen einen Turm tauschte. Doch Sebastian nutzte den Materialvorteil mit der gewohnten Geduld aus und fand step by step den Weg zum Sieg. Beim Stand von 3:0 bot Michael Schneider seinem Gegner Remis, was aufgrund der Hitze verständlich war. Unterm Strich stand es dann 3,5 :0,5 für Ebringen und das Ticket fürs Halbfinale war gelöst.

Heimspiel gegen den deutschen Rekordmeister Baden-Baden.

Im Halbfinale des Badischen Mannschaftspokal trifft Ebringens Erste auf den 16-fachen deutschen Meister Baden-Baden, der allerdings in den letzten beiden Jahren der aufstrebenden Mannschaft des SC Viernheim den Vortritt lassen musste. In der 1. Mannschaft von Baden-Baden finden sich zahlreiche Großmeister aus der absoluten Weltspitze. Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass Schachstars wie Fabiano Caruana, Exweltmeister Viswanathan Anand oder Vincent Keymer in Ebringen auflaufen werden. Die Baden-Badener werden aber auch nicht den Fehler machen Ebringen zu unterschätzen.

Das Halbfinale gegen Baden-Baden findet am 06.07.25 um 10:00 Uhr in der Schlossscheune Ebringen statt. Besucher sind willkommen.

Text: Karl-Peter Kendzia