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Ist der Bruder fort, war es Brudermord.

Heinz Bösch vereitelt gekonnt die Titelverteidigung seines Bruders Udo.

Wir wissen es aus Funk und Fernsehen, eigentlich schon seit Kain und Abel: Die Familie ist eine Brutstätte von Gewalt und Verbrechen. So auch am letzten Dienstag in der Ebringer Schlossscheune. Zur besten Sendezeit gab es da einen sehenswerten „Brudermord“ in echter Krimiqualität zu bestaunen. In der vorletzten Runde der diesjährigen Vereinsmeisterschaft begrub Heinz Bösch mit messerscharfen Zügen die Siegeshoffnungen seines Bruders Udo. Das kostete Letzteren nicht nur das Leben (seines Königs), sondern beraubte ihn gleichzeitig der Möglichkeit, seinen 2018 errungenen Vereinsmeistertitel zu verteidigen. Heinz Bösch hat sich mit diesem eleganten und trickreichen „Brudermord“ nicht nur zum Favoritenschreck des Turniers gekürt, sondern auch die Chance genutzt, ganz vorne mitzuspielen. Heinz pflegt auf den 64 Feldern einen kompromisslosen Spielstil. In hart umkämpften Stellungen fühlt er sich wohl, entfaltet hier seine ganze Routine und beweist immer wieder eine beneidenswerte Nervenstärke. So konnte er sich mit einer glänzenden Leistung belohnen und seinen jüngeren Bruder Udo von dem Brett schieben, das für Schachspieler die Welt bedeutet. Damit hat Heinz beste Chancen in diesem Jahr aufs Treppchen zu steigen, ebenso wie der momentan führende Lutz Grabe und die starken Konkurrenten Peter Meyer und Holger Kaspereit. Mit Udo Bösch ist jedenfalls schon der erste Abonnementsieger auf der Strecke geblieben. Nach weiteren Favoritenkillern wird in der letzten Runde heftig gefahndet. Und die Spannung bleibt. Denn bekanntlich ist nicht immer der Bruder der Mörder.

Text: Karl-Peter Kendzia

Ebringer Trio bei der ACO-Schach-WM auf Rhodos.

Die Schachweltmeisterschaft der Amateure (ACO) fand in diesem Jahr auf der griechischen Insel Rhodos statt. 283 Spieler aus 27 Ländern nahmen teil. Der Schachclub Ebringen war durch die Spieler Dirk Hamar, Robert Hamar und Dr.Werner Bonrath vertreten.


Ebringer Teilnehmer der ACO-Schachweltmeisterschaft Rhodos 2019 (v.l.n.r:) Dr. Werner Bonrath, Dirk Hamar, Robert Hamar.

Die Spieler traten in verschiedenen Leistungsgruppen an, in denen  in jeweils 9 Runden der Weltmeister zu ermitteln war. Die Ebringer Spieler kamen gut ins Turnier und rechneten sich nach einem Drittel der absolvierten Partien einen Platz auf den vorderen Rängen aus. Am Ende des Turniers erreichte man obere Mittelfeldplätze  – bei diesem starken Teilnehmerfeld ein sehr gutes Ergebnis. Natürlich gab es auch eine Verbesserung der individuellen Wertungszahlen.

Besonders hervorzuheben ist, dass uns die gemeinsamen Analysen, u.a. mit den Grossmeistern Spyridon Skembris und Sigurds Lanka, tiefere Einblicke in aktives Schach und wichtige Positionen vermittelte. Dies waren sehr lehrreiche Trainingsstunden.

Rhodos bietet viele Sehenswürdigkeiten, deshalb wurden verschiedene Ausflüge unternommen. Die Akropolis von Limnos oder das Schmetterlingstal sind echte Highlights und für kleine Wanderungen sehr zu empfehlen.

Auch im kommenden Jahr wird es eine Amateurschachweltmeisterschaft geben, wo bestimmt wieder Ebringer Schachcracks ihre Chance suchen werden.


Robert Hamar kämpft in schwieriger Stellung.

Text: Dr. Werner Bonrath

Lutz Grabe mit weißer Weste.

Favoriten bisher in Front bei der Vereinsmeisterschaft 2019

Für die diesjährige Vereinsmeisterschaft des Ebringer Schachclubs meldeten 14 Spieler. Der Unterschied zu den Vorjahren: Der Kreis der Favoriten ist auf 6 angewachsen. So viele Spieler aus dem Landesligateam nehmen teil und belegen nach drei Runden erwartungsgemäß die vorderen Plätze. Einsam an der Spitze mit drei Siegen liegt Lutz Grabe, der für sein konstant gutes Spiel bekannt ist. Dahinter lauert ein punktgleiches Quartett um Peter Meyer, Udo und Heinz Bösch sowie Holger Kaspereit, die bereits alle einen halben Punkt abgeben mussten. Mit 14 Teilnehmern ist ungefähr die Hälfte der Ebringer Aktiven am Start, die Freude am Spiel ist also ungebrochen. Allerdings hat sich aus der zweiten Mannschaft noch kein echter Favoritenschreck herauskristallisiert, aber noch sind ja vier Runden zu spielen, bis der neue Vereinsmeister im Schachclub Ebringen gekürt wird. Einstweilen muss sich der Führende Lutz Grabe mit der Rolle des Gejagten abfinden, was ihm bei seiner Erfahrung nicht schwerfallen dürfte. Jedenfalls wird die Vereinsmeisterschaft in diesem Jahr kein Selbstläufer für die Abonnementsieger Udo Bösch und Holger Kaspereit. Für Spannung ist also gesorgt. Der Schachclub wünscht allen Ebringern einen sonnigen Frühling.

Text: Karl-Peter Kendzia

Autotod am Hochrhein, High Noon im Dreisamtal

Asphaltcowboys und Revolverhelden prägten den 7. Spieltag der Verbandsrunde. In der Ersten machte Heinz Bösch die Erfahrung, dass man auf einem toten Pferd nicht reiten kann, in der Zweiten bewiesen die Männer an den hinteren Brettern, dass sie die Hand schnell am Colt haben.

Dreiländereck II – Ebringen I                        6,5 : 1,5

Einer kam nur bis Efringen-Kirchen, er hätte aber in Weil seinen Einsatz gehabt. Mit Heinz Bösch fehlte der Ersten beim Showdown am Hochrhein ein wichtiger Revolvermann. Als der Mannschaftskampf in Weil begann, stand Heinz auf der A5 neben seinem toten Pferd(estärken). Keine Chance mehr noch rechtzeitig zur Ersten zu stoßen. Noch dazu hatte die Erste an diesem Sonntag zwei Greenhorns im Team, so dass es schon nach kurzer Zeit 3:0 für Weil stand. Aber nicht nur Heinz` Auto hatte den Geist aufgegeben, auch die Think-Tanks der übrigen Ebringer waren an diesem Sonntag weitgehend leer, so dass nur drei Remisen raussprangen und damit eine hohe Auswärtsniederlage: 8 lonesome Cowboys a long way from home.

Dreisamtal II – Ebringen II                            4 : 4

Die Grundschule Dreisamtal ist ein schöner, lichtdurchfluteter Spielort. Am Sonntag der Bereichsligabegegnung im Schach sogar winddurchflutet. Der Wind heulte durch den Spielsaal wie durch einen Italowestern, was die nervenstarken Schachspieler allerdings nicht aus Ruhe brachte. „High Noon“ lautete deshalb die Parole der Ebringer Landesligareserve, die nach sechs Niederlagen befreit aufspielen konnte und das auch tat. An den ersten vier Brettern hatten die Dreisamtäler einen Spielstärkevorteil von bis zu 300 DWZ-Punkten. Umso erstaunlicher, dass Hanspeter Becker und Robert Hamar gegen ihre höher eingeschätzten Gegnern jeweils ein Remis erzwingen konnten. An den hinteren Brettern waren die Ebringer schneller am Abzug als ihre Kontrahenten. Jörg Brezczinsky, Karl-Peter Kendzia und Dirk Hamar gewannen ihre Partien überzeugend, nur Winfried Schüler verlor sein Duell. Am Ende stand es leistungsgerecht 4:4, was der zweiten Mannschaft aus Ebringen den ersten Mannschaftspunkt in der laufenden Saison bescherte. Endlich mal wieder ein  Edelwestern mit Ebringer Happy-End.

Text: Karl-Peter Kendzia

Einladung zur Jahreshauptversammlung am Dienstag, 26. März 2019

Der Schachclub Ebringen lädt alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins zu seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung ein. Sie findet am Dienstag, 26. März um 20 Uhr im Schachraum der Ebringer Schlossscheune statt.

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolles der JHV 2018
  4. Berichte des Vorstandes mit Aussprache
  5. Bericht aus der Gemeinde
  6. Bericht der Kassenprüfer
  7. Entlastung des Gesamtvorstandes
  8. Wahlen zum Vorstand
    Turnusmäßig stehen an 2. Vorsitzender und Turnierleiter sowie ein Beisitzer
  9. Wahl der Kassenprüfer
  10. Weintage 2019
  11. weitere Vorschau auf 2019
  12. Sonstiges, Wünsche und Anträge
Wünsche und Anträge zur Tagesordnung sind bis Dienstag, 19. März an den 1. Vorsitzenden Winfried Schüler, Mühlenweg 10, 79285 Ebringen, winfried.schueler@gmx.de, zu richten.

Gute Teamleistungen gegen Ligafavoriten

Beherzt gingen die Ebringer Schachteams in die Mannschaftskämpfe des 6. Spieltags. Die Erste hielt gut mit gegen den Ligafavoriten aus Waldshut, die Zweite wehrte sich tapfer gegen das Team Freiburg-Wiehre, das mit zwei ehemaligen Oberligaspielern antrat.

Ebringen I – Waldshut-Tiengen I                  3,5 : 4,5

Die Erste hatte mit Waldshut den Tabellenführer der Landesliga Süd 2 zu Gast. Der Verbandsligaabsteiger vom Hochrhein peilt mit guten Chancen den sofortigen Wiederaufstieg an. Mannschaftsführer Udo Bösch hatte es eilig und einigte sich mit seinem Gegner früh auf Remis. Doch es sollte ein langer Nachmittag werden in der Ebringer Schlossscheune. An den Spitzenbrettern hatte Waldshut einen deutlichen Spielstärkevorteil, der auch bald sichtbar wurde. Georg Vogelbacher und Holger Kaspereit verloren ihre Partien gegen hochkarätige Gegner. Das gleiche Schicksal ereilte Libor Valevsky, als er eine Leichtfigur verlor. Mit den Anschlusstreffern von Ivan Dukic und Harald Obloh keimte wieder Hoffnung auf im Ebringer Team, die nun auf Heinz Bösch und Lutz Grabe ruhte. Lutz lieferte sich eine epische Schlacht mit dem Waldshuter Peter Zimmermann, der im Schachbezirk Freiburg kein Unbekannter ist. Die Partie war lange Zeit so spannend wie undurchsichtig. Erst im Endspiel konnte Lutz einen Materialvorteil zum Sieg nutzen, nach sieben Stunden und 128 Zügen. Zum erhofften Mannschaftsremis kam es aber leider nicht, denn in der Zwischenzeit hatte Heinz Bösch seine Partie nach großem Kampf verloren. Trotz der knappen Niederlage bleibt die positive Erkenntnis, dass die Erste mit den Ligafavoriten mithalten kann und immer noch einen guten dritten Tabellenplatz belegt.

Ebringen II – Freiburg-Wiehre I                     2,5 : 5,5

Auch die Zweite sah sich am 6. Spieltag mit einem ungleich stärkeren Gegner konfrontiert. Freiburg-Wiehre trat in Bestbesetzung an und bot an den Spitzenbrettern mit Luis Fernandez und Marcos Osorio Spieler mit Oberligaerfahrung auf. Auf dem Papier war die Wiehre mehr als 200 DWZ-Punkte besser als die Ebringer Landesligareserve und damit klarer Favorit. Doch die Ebringer nahmen die Herausforderung an. Jörg Brezczinsky erkämpfte als Erster ein Remis, Karl-Peter Kendzia und Dirk Hamar folgten bald seinem Beispiel. Die Partien an den Spitzenbrettern gingen leider so erwartungsgemäß wie unvermeidlich verloren, zu groß war der Spielstärkeunterschied. Davon unbeeindruckt setzte Hans-Dieter Weißflog seinen Gegner beständig unter Druck, so dass dieser erst die Qualität und später sogar eine Figur opfern musste. Diesen Vorteil verwandelte Hans-Dieter routiniert zum überlegenen Sieg. Der erste und leider einzige volle Punkt für die Zweite an diesem Tag. Zwar lieferten Altmeister Ewald Schneider und Robert Hamar ihren Gegnern noch einen großen Kampf, konnten aber letztlich die Niederlagen nicht vermeiden. Die Zweite kann sich damit trösten, dass sie bei ihrem Abenteuer Bereichsklasse noch drei Mannschaftskämpfe bestreiten darf, bevor es wieder eine Etage tiefer in die Bezirksklasse geht.

Text: Karl-Peter Kendzia

4 Punkte in 7 Tagen: Kurzausflug an die Tabellenspitze.

Ebringen I – Engen I                 5,5 : 2,5

Am 13. Januar hatte die Erste das Team aus Engen zu Gast, gegen das man noch im Vorjahr eine deftige Niederlage bezogen hatte. Doch dieses Mal drehten die Ebringer den Spieß um. Gegen die ersatzgeschwächte Mannschaft aus dem Hegau konnte die Erste einen deutlichen Sieg erspielen und damit in der Tabelle der Landesliga 2 zunächst den dritten Platz erklimmen. Anders als beim Spiel gegen Pfullendorf erzielten die Ebringer an den vorderen vier Brettern 3 Punkte. Es gewannen Georg Vogelbacher, Udo Bösch, Lutz Grabe und Heinz Bösch. Drei Remisen steuerten Jürgen Tuchtfeld, Holger Kaspereit und Peter Ackermann bei.

Horben I – Ebringen I                3,5 : 4,5

Am 20. Januar musste die Erste dann nach Horben. Das Spiel wurde aufgrund der Teilnahme der Gastgeber an der Endrunde der deutschen Pokalmeisterschaft (!) vorverlegt. Auch diesmal konnte die Erste ihren guten Lauf in der Liga fortsetzen, wenn auch sehr knapp. Dabei war es nun wieder mal an den hinteren Brettern 5-8, den Sieg zu sichern. Beim Stand von 3,5 : 3,5 ging Heinz Bösch trotz sicherer Remis-Stellung volles Risiko und opferte nach zähen Manövern im Springer-Endspiel seine Leichtfigur für einen Bauerndurchbruch. Nach fast 6 Stunden Spielzeit und 94 Zügen konnte Heinz seinen zähen Gegner mit einem unaufhaltsamen Bauern zur Aufgabe zwingen und den Mannschaftsieg einfahren. Die drei übrigen Siege erkämpften Lutz Grabe, Malte Pothmann und Peter Ackermann. Holger Kaspereit hielt das zum Mannschaftssieg nötige Remis fest.

Tabellenführung dank vorverlegtem Mannschaftskampf.

Ebringens Erste grüßt jetzt mindestens eine Woche lang von der Tabellenspitze der Landesliga 2. Schon am nächsten Spieltag, den 17.02.19, kommt es in der Ebringer Schlossscheune ab 10:00 Uhr zum Showdown im Spitzenspiel gegen den Verbandsligaabsteiger Waldshut-Tiengen. Besucher, Kiebitze und Schachfans sind herzlich willkommen. Und natürlich wünscht der Ebringer Schachclub allen Ebringern ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2019

Text: Karl-Peter Kendzia

TÜV-sicher verpackte Adventspunkte als Pfullendorfer Souvenir.

Am dritten Spieltag, dem 1. Advent,  musste die Erste die weite Fahrt zum Tabellenführer Pfullendorf antreten. Leider mussten einige Spieler der Ersten passen, so dass Spieler der Zweiten die Plätze auffüllen mussten, aber die hatten sich einiges vorgenommen. Beste Voraussetzungen also für einen spannenden Mannschaftskampf.

Pfullendorf I – Ebringen I                    3,5 – 4,5

Das Ebringer Team um Kapitän Udo Bösch traf auf einen Gegner, der an Brett 1-4 etwas Übergewicht hatte, an den hinteren Brettern war es von der individuellen Spielstärke her in etwa ausgeglichen. So entwickelte sich ein Kampf auf zwei „Flügeln“. Wie im Boxkampf ging es dann los, erst eine links und dann eine rechts. Heinz Bösch, trotz Erkältung dabei, konnte an Brett 7 seinen Gegner überspielen, zur Aufgabe zwingen und so den wichtigen ersten Punkt einfahren. An Brett 8 holte Harald Obloh ein sicheres Remis, die „ausgeliehenen“ Spitzenspieler der Zweiten präsentierten sich also auch in der Ersten als Punktegaranten. Zwischenzeitlich stand Spitzenbrett Holger Kaspereit auf Verlust und musste gegen seinen starken Gegner aufgeben. Während Udo und Libor an Brett 2 und 4 remisierten, brannten hinten die Bretter. Malte und Peter Ackermann konnten ihre hart umkämpften Partien gewinnen und den Mannschaftssieg sichern. Lutz Grabe am Brett 3 verlor seine Partie. Trotzdem gingen die Punkte als glanzvolles Adventssouvenir mit zurück nach Ebringen, auch wenn sie noch 2 Stunden im Kofferraum verbringen mussten.

Schwarze Pumpe I – Ebringen II          6 : 2

 Als Außenseiter fuhr die zweite Mannschaft Ebringens nach Freiburg zur Schwarzen Pumpe. Der Schachclub mit dem coolen Namen und vielen erfahrenen Spielern erfindet sich immer wieder neu, weil er sich nicht nur bei Freiburger Studierenden großer Beliebtheit erfreut. Die Ebringer Landesligareserve konnte nicht in Bestbesetzung antreten, da Heinz Bösch und Harald Obloh in der Ersten aushelfen mussten. Am 8. Brett erreichte Werner Bonrath ein Remis gegen den wesentlich spielstärkeren Gino De Cunzo, ein erfreulicher Auftakt. Leider rannte Winfried Schüler seinem Gegner in dessen Hausvariante, so dass er bald aufgeben musste. Auch die Partien an den Brettern 2 bis 4 gingen erwartungsgemäß verloren. Die Remisen von Ivan Dukic, Jörg Brezczinsky und Karl-Peter Kendzia waren dann nur noch Ergebniskosmetik. Fazit: Da die Bereichsliga 3 in diesem Jahr extrem stark besetzt ist, hat die Zweite nur dann eine Siegchance, wenn sie in Bestbesetzung antritt. Das ist die Vorgabe für die schweren Aufgaben im anstehenden neuen Jahr.

Text: Karl-Peter Kendzia

Die Mär von der vermeidbaren Niederlage.

Die Ebringer Schachteams haben ihre Mannschaftskämpfe am 2. Spieltag der Verbandsrunde jeweils knapp mit 3,5 : 4,5 verloren. Das ist schade, aber kein Drama. Ein Drama ist allerdings, dass es immer wieder Leute gibt, die von vermeidbaren Niederlagen sprechen. Das ist in der Sportberichterstattung eine nicht totzukriegende Floskel. Vermeidbar ist aber immer nur, was man erfolgreich vermeidet, nicht das, was man konjunktivisch hätte vermeiden wollen. Deshalb ist eine vermeidbare Niederlage nicht nur sprachlich etwas vollkommen Irreales. Zu den Fakten:

Ebringen I – Donaueschingen I   3,5 : 4,5

Zum ersten Mal hatte man mit dem SC Donaueschingen den Ausbildungsverein des Ebringer Routiniers Holger Kaspereit zu Gast. Die zwei bisherigen Mannschaftskämpfe wurden in Donaueschingen ausgetragen und waren jeweils hart umkämpft, nach Siegen stand es 1:1. Die Neuauflage in der Schlossscheune begann mit einem Fehlstart des Ebringers Malte Pothmann, dem die Eröffnung derart missglückte, dass er seine Partie frühzeitig aufgeben musste. An den Spitzenbrettern hatten es Jürgen Tuchtfeld und Georg Vogelbacher mit bärenstarken Gegnern zu tun, denen sie auf Dauer nicht standhalten konnten, obwohl sie ihre Partien lange Zeit in Richtung Remishafen gesteuert hatten. Peter Ackermann ließ mit seinem Remis einen ersten Hoffnungsschimmer für das Ebringer Team aufleuchten. Noch besser machte es Ivan Dukic, der seinen Gegner mit druckvollem Angriffsspiel besiegen konnte. Mit der Niederlage von Lutz Grabe an Brett 5 war die Chance auf ein Mannschaftsremis leider dahin, so dass die Siege von Holger Kaspereit und Udo Bösch zwar den bewährten Stammkräften alle Ehre machten, dem Team aber keinen vorweihnachtlichen Punktesegen mehr bescheren konnten.

Ebringen II – Freiburg West I   3,5 : 4,5

Mit Freiburg West hatte die Zweite eigentlich einen Gast vor der Brust, mit dem man sich auf Augenhöhe wähnte. Diese Einschätzung erwies sich als richtig, endeten doch fünf der acht Partien mit einem Remis. Den Glanzpunkt setzte der Ebringer Hans-Dieter Weißflog, der seinen spielstärkeren Gegner nach allen Regeln Kunst überspielte und seine Figuren so sicher zum Sieg führte. Gleiches erhoffte man sich von Newcomer Dirk Hamar, der lange Zeit eine vorteilhafte Stellung hatte, obwohl er sich wilden Angriffen seines Gegners erwehren musste. Leider verlor er bei einer taktischen Abwicklung Material, was ihm trotz beherzten Kampfes letztlich die Partie kostete. Nun ruhten alle Augen auf Winfried Schüler, der eine Partie mit offenem Visier und hohem Risiko führte. Leider hatte Winfried das schlechtere Ende für sich und musste seinem Gegner gratulieren, womit auch der Mannschaftskampf der Landesligareserve knapp verloren war. Geschenke hatte es also keine gegeben am zweiten Spieltag, aber es ist ja auch noch längst nicht Weihnachten.

Text: Karl-Peter Kendzia

Der Dritte macht den Zweiten zum Ersten:

Udo Bösch zum vierten Mal in Folge Vereinsmeister!

Zum sage und schreibe vierten Mal hintereinander ist Udo Bösch Vereinsmeister des Schachclubs Ebringen. Unterstützung erhielt er dabei vom Drittplatzierten Malte Pothmann, der in der letzten Runde in einer sehenswerten Partie den bis dahin führenden Holger Kaspereit besiegen konnte. Bösch und Kaspereit erreichten beide 5,5 Punkte aus 7 Partien, die bessere Feinwertung machte Udo Bösch zum Vereinsmeister 2018. Seniorenmeister wurde Heinz Bösch, Juniorenmeister Malte Pothmann. Udo sicherte sich den Titel nicht nur zum vierten Mal in Folge, er gewann den wichtigsten Event im Ebringer Turnierkalender insgesamt zum 16. Mal. Und es ist bereits sein zweiter Viererpack, der erste ist ihm in den Jahren 1992 bis 1995 gelungen. Der Schachclub Ebringen gratuliert Udo zu dieser unglaublichen Leistung, die ihm vermutlich so schnell keiner nachmachen wird.

Endstand Vereinsmeisterschaft SC Ebringen 2018:

  1. Udo  Bösch                         5,5 Punkte (Vereinsmeister 2018)
  2. Holger Kaspereit               5,5
  3. Malte Pothmann               4,5 Punkte (Juniorenmeister 2018)
  4. Lutz Grabe                          4,5
  5. Heinz Bösch                       4,5 Punkte (Seniorenmeister 2018)
  6. Dr. Harald Obloh              4,0
  7. Hanspeter Becker             4,0
  8. Robert Hamar                   3,5
  9. Hans-Dieter Weißflog      3,0
  10. Winfried Schüler               2,5
  11. Dr. Werner Bonrath         2,5
  12. Gino De Cunzo                  2,5
  13. Karl-Peter Kendzia           2,5

Text: Karl-Peter Kendzia