Nach der langen Reise über den Bezirkspokal und den Badischen Mannschaftspokal, in dem man das Finale gegen Bad Mergentheim erreichte, fanden sich die Ebringer Schachcracks einige Monate später in der Vorrunde des Deutschen Mannschaftspokals wieder und hatten im SK Gernsheim eine starke hessische Mannschaft vor der Brust, die an den beiden Spitzenbrettern mit 2 FIDE-Meistern antrat.
Brett 1: Am Spitzenbrett stand Ebringens Michael Schneider schon nach wenigen Zügen vor Böhmischen Dörfern, also einer Figurenkonstellation, die ihm so noch nie begegnet war. Daher musste er die restliche Partie gewissermaßen im Blindflug spielen, da er die Variante einfach nicht kannte. Er geriet mehr und mehr unter Druck, beging in der Folge einen strategischen Fehler und stand dann so schlecht, dass er selbst mit einem Bauernopfer nicht mehr aus der Misere rauskam und seine Partie aufgeben musste: 0:1 für Gernsbach.
Brett 2: Sebastian Raum spielte eine gute Eröffnung und erreichte so eine gute Kontrolle der Brettmitte. Die Dominanz über das Zentrum des Schachbretts ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Partie, das gehört zu den Basics im Schach. Mit einem Bauerndurchbruch schaffte Sebastian seinen Figuren dann den nötigen Raum für ein aktives Spiel und konnte damit seinen Vorteil ausbauen. In der dramatischen Schlussphase mit wenig Bedenkzeit schickte er dann einen gefährlichen Freibauern auf die Reise, den sein Gegner nicht mehr aufhalten konnte. Ein souveräner Sieg für Ebringen: 1:1
Brett 4: Eine rundum ausgeglichene Partie spielte Lutz Grabe, und zwar von Anfang bis Ende. Es gibt solche Partien, in denen sich für beide Seiten keine Chancen entwickeln, entweder weil die Partie zu geschlossen ist oder man ein zu hohes Risiko gehen müsste, um die Stellung aus dem Gleichgewicht zu bringen: 1,5:1,5
Brett 3: Bereits in der Anfangsphase tauschte man die Damen. Für Holger Kaspereit extrem ungewöhnlich, setzt er die Dame doch oft und überzeugend für seine überfallartigen Angriffe ein. Auch positionell stand Holger bald besser, da Schwarz mehrere Bauerninseln zu verteidigen hatte, also isolierte Bauern oder Doppelbauern. Dann übersah er leider eine taktische Finte seines Gegners und fand sich in einer schlechteren Stellung mit Minusbauern wieder. Holger spielte dann eine zu gewagte Fortsetzung mit guten Gewinnchancen für Schwarz, erreichte aber in Zeitnot noch eine Remisstellung, die er auch ins Ziel brachte. Allerdings stand zu diesem Zeitpunkt schon fest, dass dieses Remis die Ebringer Niederlage besiegeln würde: 2:2.
Warum eine Niederlage?
Im Pokal kommt die Berliner Wertung zum Einsatz. Das ist eine Feinwertung, die bei Mannschaftsremisen eingesetzt wird, um jedes Match entscheiden zu können, ohne dass ein Rückkampf nötig wird. In diesem Fall war spielentscheidend, dass der Sieg an Brett 1 Gernsbach 4 Punkte eingebracht hat und Sebastians Sieg an Brett 2 Ebringen nur 3 Punkte. Die Remisen an Brett 3 und 4 konnten diesen 1-Punkte-Vorsprung von Gernsbach durch deren Sieg an Brett 1 nicht mehr ausgleichen. Deshalb ist Ebringen in der Vorrunde des Deutschen Mannschaftspokals ausgeschieden. Trotzdem ist der Ebringer Schachclub stolz auf seine Pokalhelden, haben sie doch die Ebringer Farben auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene würdig vertreten. Für einen kleinen Verein aus einer beschaulichen Weinbaugemeinde eine erstaunliche Leistung.
Der Schachclub Ebringen wünscht allen Ebringern ein gutes, gesundes und friedliches Jahr 2026.
Sebastian Raum, Michael Schneider, Lutz Grabe und Holger Kaspereit (von links nach rechts) vor dem Pokalkampf gegen Gernsbach. Sebastian Raum (vorne) und Michael Schneider (hinten) in Denkerpose während des Mannschaftskampfes gegen Gernsheim (Hessen).
Ebringen gewinnt Halbfinale souverän gegen Baden-Baden.
Im Halbfinale hatte Ebringen mit der OSG Baden-Baden einen der schillerndsten deutschen Schachvereine zu Gast. Deren Profimannschaft ist bereits für die Endrunde des deutschen Mannschaftspokals qualifiziert. In Ebringen trat der deutsche Rekordmeister mit einer sehr starken Jugendmannschaft an, die gegen Ebringens ältere Schachcracks leicht favorisiert war.
Ebringen I gegen Baden-Baden, beschauliches Dorf gegen berühmte Kurstadt.
Wie im Fußball gilt beim Schach im Pokal: erst im Bezirk, später auf Landes- und Bundesebene. Im Bezirkspokal hatte Ebringen den 3. Platz belegt und sich damit die Teilnahme am Badischen Mannschaftspokal gesichert. Mit dem Sieg im Halbfinale qualifiziert sich Ebringen für die Teilnahme an der deutschen Pokalendrunde. Bisher der größte sportliche Erfolg in der Geschichte unseres Vereins.
Der Spielverlauf:
Pünktlich um 10:00 Uhr eröffnete Schiedsrichter Dr. Werner Bonrath den Mannschaftskampf. An allen vier Brettern wurde von Anfang an mit scharfer Klinge gekämpft. Dabei entstanden sehr spannende Partien, die sehr ausgeglichen waren und die Zuschauer auf eine spektakuläre Reise mitnahmen.
An Brett 1 wagte Ebringens Spitzenbrett Sebastian Raum zu Beginn des Mittelspiels ein Qualitätsopfer, d.h. er tauschte einen Turm gegen eine Leichtfigur (Springer/Läufer). Dieses Manöver setzte Sebastians Gegenüber derart unter Druck, dass er sich in Folge ausschließlich auf die Verteidigung beschränken musste. Dabei fand er nicht die besten Züge und musste Sebastian nach einiger Zeit folgerichtig zum Sieg gratulieren. Damit stand es 1:0 für Ebringen.
An Brett 2 spielte Michael Schneider eine wilde Partie. Sein Gegner war bestrebt die Partie zu entschärfen und in ein remisverdächtiges Endspiel zu lenken. Deshalb bot er Michael den Damentausch an, um in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Dabei übersah er allerdings, dass Michael einen raffinierten Bauerndurchbruch vorbereitet hatte, der nicht mehr zu verhindern war. Er gab sofort auf und gratulierte Michael zum Sieg: ergo 2:0 für Ebringen.
An Brett 4 erwischte Udo Bösch eine komplexe, aber ausgeglichene Partie, die sich jederzeit in der Remisbreite bewegte. Ganz logisch also, dass Udo seinem Gegner am Ende der 5. Stunde Remis anbot, was dieser auch annahm. Mit dem 2,5:0,5 war der Mannschaftssieg in trockenen Tüchern, da nur noch eine Partie lief.
An Brett 3 zeigte sich Holger Kaspereit erneut als Abteilung Attacke und jagte seine Figuren in eine riskante Angriffspartie mit einer sehr interessanten Materialverteilung. Er hatte seine Dame gegen Turm, Springer und Läufer getauscht und den gegnerischen König mit diesem Figurentrio schon fest ins Visier genommen. Da der Mannschaftskampf nach über 5 Stunden ja durch Udos Remis schon entschieden war, bot auch Holger seinem Gegner die Punkteteilung an. Dieser lehnte ab. So lief die Partie fast bis zum Ende der 6. Stunde, dann endlich wurden die Punkte geteilt:
Unterm Strich steht ein sehr souveräner Ebringer Sieg, der so nicht zu erwarten war:
Ebringen I – Baden-Baden 3:1
Finalteilnahme mit Auswärtsspiel in Bad Mergentheim am 20.7.25.
Mit der Endspielteilnahme im Badischen Mannschaftspokal qualifizieren sich die Ebringer Schachcracks für den deutschen Mannschaftspokal auf Bundesebene.
Die Ebringer Pokalhelden: Michael Schneider, Sebastian Raum, Udo Bösch, Holger Kaspereit
Im Viertelfinale des Badischen Mannschaftspokals traf Ebringens Erste auf eine ersatzgeschwächte Mannschaft aus Radolfzell, da sich die Stammkräfte des Teams vom Bodensee allesamt im Urlaub befanden. So konnten sie nur mit einer Rumpfmannschaft in Ebringen antreten, wo sie die Heimmannschaft in Bestbesetzung erwartete.
Ebringen I – Radolfzell I 3,5:0,5
An allen vier Brettern waren die Ebringer favorisiert, an Brett 4 übertraf Holger Kaspereit seinen Gegner von der Spielstärke her um mehr als 400 DWZ-Punkte. DWZ bedeutet Deutsche Wertungszahl und ist so was wie der Schach-IQ eines Spielers. An Brett 3 machte Lutz Grabe kurzen Prozess mit seinem Gegner. Dessen kleine Unaufmerksamkeit nutze Lutz für einen Figurenabtausch, der die wichtigste Verteidigungsfigur des Gegners aus dem Spiel nahm. Wenige Züge später brach die Stellung des Radolfzellers vollständig zusammen und Lutz erzielte den ersten Gewinnpunkt. Dann war es an Holger Kaspereit für die Vorentscheidung zu sorgen: Ebringens gefährlichster Angriffsspieler lehnte 2 Remisangebote seines weit unterlegenen Gegners ab, weil ja noch 2 Partien in jeweils sehr ausgeglichener Stellung liefen. Kurze Zeit später stellte Holgers Gegner einzügig einen Turm ein (er verlor den Turm fahrlässig) und schmiss damit die Partie weg. Nach knapp 3 Stunden stand es somit 2:0 für Ebringen. Deutlich mehr Widerstand leistete der Gegner von Sebastian Raum mit einer sehr soliden Verteidigung. Allerdings konnte Sebastian die Bauernkette des Gegners durch eine taktische Zugfolge durchbrechen. Letzterer bekam nochmal Gegenspiel, als er zwei Leichtfiguren (Springer/Läufer) gegen einen Turm tauschte. Doch Sebastian nutzte den Materialvorteil mit der gewohnten Geduld aus und fand step by step den Weg zum Sieg. Beim Stand von 3:0 bot Michael Schneider seinem Gegner Remis, was aufgrund der Hitze verständlich war. Unterm Strich stand es dann 3,5 :0,5 für Ebringen und das Ticket fürs Halbfinale war gelöst.
Heimspiel gegen den deutschen Rekordmeister Baden-Baden.
Im Halbfinale des Badischen Mannschaftspokal trifft Ebringens Erste auf den 16-fachen deutschen Meister Baden-Baden, der allerdings in den letzten beiden Jahren der aufstrebenden Mannschaft des SC Viernheim den Vortritt lassen musste. In der 1. Mannschaft von Baden-Baden finden sich zahlreiche Großmeister aus der absoluten Weltspitze. Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass Schachstars wie Fabiano Caruana, Exweltmeister Viswanathan Anand oder Vincent Keymer in Ebringen auflaufen werden. Die Baden-Badener werden aber auch nicht den Fehler machen Ebringen zu unterschätzen.
Das Halbfinale gegen Baden-Baden findet am 06.07.25 um 10:00 Uhr in der Schlossscheune Ebringen statt. Besucher sind willkommen.
Im Bezirksmannschaftspokal treffen jeweils zwei Vierermannschaften aufeinander, in der Verbandsrunde in der Regel zwei Achtermannschaften. Mit der kleineren Mannschaft lassen sich die Pokalspiele auch im Rahmen des regulären Spielabends unter der Woche durchführen. Da weniger Punkte zu verteilen sind, trägt jeder Spieler eine größere Verantwortung für das Gesamtergebnis.
Ebringen I – Oberwinden I 3:1
In der zweiten Runde hatte die Erste das leicht favorisierte Team aus Oberwinden zu Gast. Beide Vereine kennen sich schon lange und haben freundschaftliche Verbindungen zueinander, auf dem Schachbrett herrscht aber gepflegte sportliche Rivalität. Auch am besagten Dienstagabend im Februar. Alle vier Partien waren hart umkämpft. Holger Kaspereit gewann, und das ist seine Spezialität, eine sehenswerte Angriffspartie und bestätigte damit wieder einmal seine derzeit glänzende Form. Auch Lutz Grabe eroberte gekonnt den ganzen Punkt und spielte dabei seine ganze Routine aus. Michael Schneider hielt seine Partie bewusst in ruhigem Fahrwasser, wohl wissend, dass auch ein halber Punkt zum Mannschaftssieg reichen würde. Und er brachte das wichtige Remis ins Ziel. Mannschaftsführer Udo Bösch wankte, erreichte dann aber doch noch eine Punkteteilung. Am Ende also ein verdienter 3:1 Sieg für die Erste. Im Halbfinale wartet das starke Verbandsligateam aus Heitersheim auf die Erste und damit die erwartete schwere Aufgabe.
Bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen empfing man in der Ebringer Schlossscheune die leichtfavorisierten Gäste aus Offenburg zur ersten Runde des badischen Pokals. Nach dem Erfolg im Pokalkrimi gegen Dreisamtal gingen wir hochmotiviert in die Begegnung. Taktisch aufgestellt ging man mit der Einstellung in die Partie, sich an den vorderen Brettern teuer zu verkaufen und hinten die zum Sieg benötigten Punkte einzufahren. Unterstützt wurde das Ebringer Team noch durch Winfried Schüler, der im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgte, sowie Werner Bonrath, der sich wieder einmal bereit erklärt hatte, als Schiedsrichter zu fungieren, und diverse Ebringer Schachbegeisterte, die es sich nicht nehmen lassen wollten, zumindest kurz zum Daumendrücken vorbei zu kommen.
Schon früh in der Begegnung gab es den ersten Schock für die Ebringer als Malte Pothmann schlecht in die Eröffnung startete und nur durch eine Unachtsamkeit des Gegners keine Figur verlor. Dieser schien auch ansonsten nicht so ganz in die Partie zu finden und konnte die Partie nach weiteren Unachtsamkeiten nur noch aufgeben. 1:0 für Ebringen. Während Heinz Bösch am letzten Brett schon früh die meisten Figuren getauscht hatte und auf ein Remis zusteuerte, geriet Harald Obloh am Spitzenbrett leider unter Druck, sodass ihm außer Schwindelchancen nicht mehr viel blieb. Durch diesen drohenden Ausgleich blieb Chris Davis am zweiten Brett nicht viel Anderes übrig, als zu versuchen auf Gewinn zu spielen. Angesichts dieses Drucks kam es, wie es kommen musste. Sein deutlich stärkerer Gegner nutzte eine kleine Ungenauigkeit und gewann in der Folge erst einen Bauern und schon bald die Partie. 1:1. Auch Harald Obloh wusste sich nicht mehr zu helfen und gab angesichts einer hoffnungslosen Stellung auf. Damit war der Mannschaftskampf aufgrund der Berliner Feinwertung, bei der Siege an höheren Brettern stärker gewichtet werden, bereits verloren. So konnte nun zum Abschluss auch Heinz Bösch, der noch wie verrückt nach einer Gewinnmöglichkeit gesucht hatte, seine Partie zum 1,5:2,5-Endstand Remis geben.
Mit dieser Niederlage sind wir dann aus dem Badischen Mannschaftspokal ausgeschieden und es heißt, sich auf das Saisonfinale am 14.05. in der Schlosscheune vorzubereiten, bei dem die bereits als Meister der Bezirksklasse festehende Zweite gegen Zähringen III spielt, während die Erste gegen Pfullendorf noch Außenseiterchancen auf den Meistertitel in der Ladesliga hat.
Am Abend des 21. März empfingen wir die Dreisamtäler zum Spiel um den dritten Platz im Freiburger Mannschaftspokal und die Qualifikation zum Badischen Pokal. Als Underdog lautete für uns die Devise, hinten zu gewinnen und dem Gegner vielleicht vorne noch ein Pünktchen abzuluchsen.
Musikalisch begleitet vom Probeabend der Musikkapelle Ebringen entwickelten sich in der Folge spannende Partien und lange Zeit konnte kein Spieler einen Vorteil erringen. Während Holger Kaspereit an Brett 1 wie gewohnt unter Opfern mit voller Wucht auf seinen nominell deutlich stärkeren Gegner einstürmte, waren bei Chris Davis am zweiten Brett schnell die Damen getauscht. Leider verlor er im Folgenden kurzzeitig den Überblick und musste in schwieriger Position die Segel streichen. Mit diesem 0:1-Rückstand mussten nun an den anderen Brettern Siege her. Malte Pothmann hielt trotz eines Bauernverlusts mit seinem Gegner mit und konnte einen Fehler ausnutzen, um eine Figur gegen zwei weitere Bauern zu gewinnen, sodass die Partie wieder völlig offen war. Heinz Bösch schaffte es in der Zwischenzeit, seinem Gegner zwei Bauern abzuluchsen, befand sich nun aber im schwierig zu gewinnenden Endspiel mit zwei Türmen auf beiden Seiten.
Es war schon weit nach Mitternacht und die Bedenkzeit aller Spieler fast erschöpft, als parallel an allen drei Bretten die Entscheidung fiel. Heinz Bösch hatte fleißig weiter Bauern eingesammelt und konnte nun den gegnerischen König mit einem schönen Treppenmatt, eines der ersten Mattmotive, die ein Schachanfänger lernt, erledigen. Malte Pothmann und Holger Kaspereit profitierten beide in ihren Endspielen davon, dass der Gegner unbedingt gewinnen wollte und sich übernahm, sodass der eine nach Bauernumwandlung eine neue Dame bekam und der andere mit 3 Freibauern gegen einen Turm nicht mehr aufzuhalten war.
Völlig unerwartet war so die Sensation geglückt und die Freude groß! Nach diesem 3:1-Sieg heißt es nun, auf die Auslosung des Badischen Pokals zu warten und auf einen prestigeträchtigen Gegner zu hoffen.
Im diesjährigen Bezirksmannschaftspokal musste die Erste im Spiel um Platz 3 gegen das Verbandsligateam aus Oberwinden antreten. Und die Aufgabe war genauso schwer wie erwartet. Am Ende mussten Udo Bösch, Holger Kaspereit, Bernd Winter und Heinz Bösch die Überlegenheit des Gegners anerkennen. Immerhin erreichten Holger Kaspereit und Bernd Winter Remisen gegen den haushohen Favoriten. Udo Bösch machte am Ende die pure Zeitnot einen Strich durch die Rechnung, nachdem er aus einer schwachen Eröffnung noch das Beste gemacht hatte. Seinem Bruder Heinz wurde ein etwas sorgloser Umgang mit den Bauern zum Verhängnis, irgendwann hatte er einfach zwei zu wenig. Trotzdem beendet die Erste das Pokalturnier erhobenen Hauptes, ist man doch hinter Pokalsieger Emmendingen, Heitersheim und Oberwinden die Nummer 4 im Schachbezirk Freiburg. Vielleicht ist ja im nächsten Jahr noch mehr drin.
Nachdem der SC Ebringen in den letzten Jahren im Mannschaftspokal sehr oft erst auf badischer Ebene die Segel streichen musste, hatte der Schachclub Markgräflerland gegen den SC Ebringen in der ersten Runde auf Bezirksebene knapp die Nase vorne. Am Ende stand es zwar 2:2, aber aufgrund des Sieges an Brett 1, für das Markgräfler Spitzenbrett, ging der Gesamtsieg an die Müllheimer.
Am ersten Brett wurde Harald Obloh vom nominell stärkeren Gegner gleich nach der Eröffnung unter Druck gesetzt, dem Harald im Mittelspiel nicht mehr stand halten konnte. Sein Gegner überrumpelte ihn durch eine kleine Kombination.
Holger Kaspereit konnte an Brett 2 seinen Gegner in der Eröffnung auf unbekannte theoretische Pfade locken, in dem sich der Gegner nicht zurecht fand und am Schluss in einem Endspiel die Segel streichen musste.
Zuvor hatte sich Bernd Winter am 3. Brett in einer remiselichen Variante der Englischen Eröffnung mit seinem nominell schwächeren Gegner zu einem Unentschieden geeinigt.
Ebringen hätte eigentlich mit 1,5 : 2;5 verlieren müssen, hätte am vierten Brett Hartmut Gramse aus Müllheim die letzte noch mögliche Pointe vom Ebringer, Hans-Peter Becker, gesehen. In einem völlig verlorenen Doppelturmendspiel konnte Hans-Peter seinem Gegner noch entkommen, in dem er die gegnerischen Bauern laufen ließ, aber mit zwei Türmen auf die zweite Reihe kam und so ein Dauerschach erzwingen konnte.
Die Ebringer waren am Ende zwar ein bisschen enttäuscht. Das Gute aber an diesem Ergebnis ist die Tatsache, dass die letzten Spielabende dieses Jahres den eigenen Ebringer Turnieren gehören und man sich außerdem voll auf die Verbandspiele konzentrieren kann.
Beim diesjährigen Mannschaftspokal nehmen 18 Mannschaften teil. In der bis 13. Oktober zu spielenden ersten Runde wird das Feld auf 16 Mannschaften reduziert, so dass lediglich vier Mannschaften antreten müssen, darunter auch der Schachclub Ebringen. Gegner sind die Schachfreunde Markgräflerland.