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Altmeister Ewald Schneider avanciert zum Matchwinner.

Ebringen II  – Schwarze Pumpe Freiburg II  4,5 : 3,5

Am 6. Spieltag der Verbandsrunde kam es zum Match zwischen der Ebringer Landesligareserve und der zweiten Mannschaft der Schwarzen Pumpe. Obwohl die Ebringer auf dem Papier favorisiert waren, entwickelte sich von Anfang an ein Fight auf Augenhöhe. Den ersten Sieg für Ebringen markierte Karl-Peter Kendzia, nachdem sein Gegner einen vermeidbaren Figurenverlust zu beklagen hatte. Robert Hamar und Hanspeter Becker remisierten, so dass es nach 2 Stunden Spielzeit 2:1 für Ebringen stand. Als dann Jörg Brezczinsky seine Partie gewann und Werner Bonrath noch ein Remis beisteuerte, schien Ebringen schon mit 3,5:1,5 auf die Siegerstraße einzubiegen. Doch an den vorderen Brettern gerieten die Ebringer in Bedrängnis: Hans-Dieter Weißflog fand in offener Stellung keinen ausreichenden Schutz mehr für seinen König. Sein glänzend aufgelegter Gegner nutzte diese Schwäche zu einem schulmäßigen Konter und zwang Hans-Dieter so zur Aufgabe. Nicht viel besser erging es Dirk Hamar, der trotz schlechter Königsstellung taktische Verwicklungen riskierte und schließlich den Partieverlust nicht mehr abwenden konnte: 3,5:3,5. So lag es nun an Altmeister Ewald Schneider das Blatt für Ebringen zu wenden. In einem Springer-Turm Endspiel hatte Ewald einen Minusbauern und musste ums Remis kämpfen. Zug um Zug verbesserte er seine Stellung und konnte Druck entfalten. Die Partie ging mittlerweile in die 6. Stunde und für den Pumpe-Spieler wurde die Zeit knapp. Nach einigen klugen Manövern spielte Ewald am Ende mit einem Turm gegen einen Springer, was meistens remis-verdächtig ist, beim Schiedsrichter aber nicht als technisches Remis „einklagbar“ ist, weil die Turmpartei die Partie manchmal doch zu gewinnen vermag. In diesem Sinne spielte Ewald geduldig weiter und entnervte so seinen Gegner zusehends, der sich mittlerweile in massiver Zeitnot befand und dann tatsächlich die Partie durch Zeitüberschreitung verlor. So erwies sich Ewald wieder einmal als Matchwinner und sicherte der Zweiten zwei wichtige Mannschaftspunkte in einer durchwachsenen Saison.

Ebringen I – Horben I                2,5 : 5,5

Gegen das starke Team aus Horben fand die Erste kein Mittel. Während an den hinteren Brettern immerhin ein Sieg und drei Remisen für Ebringen raussprangen, hieß es an den vorderen Brettern am Ende 0:4. So gab es an diesem Februarsonntag für die Ebringer Peter Meyer, Georg Vogelbacher, Udo Bösch und Holger Kaspereit nur die Erkenntnis auf eine bärenstarke Gegnerschaft getroffen zu sein, um am Ende mit leeren Händen dazustehen. Damit verlor die Erste auch die Tabellenführung in der Landesliga II, kann aber trotzdem weiter vorne mitspielen. Bleibt zu hoffen, dass es beim anstehenden Auswärtsspiel in Neustadt wieder besser läuft für die Ebringer Schachcracks.

Text: Karl-Peter Kendzia

Sieg im Topspiel festigt Tabellenführung.

Pfullendorf – Ebringen I            3 : 5

Das eigentliche Ziel der Reise wäre an jenem Sonntag Pfullendorf gewesen. Da dort aber die Fasnacht durch die Gassen getrieben wurde, musste man zum Topspiel gegen Pfullendorf nach Meßkirch ausweichen. Dort empfing der Tabellenzweite Pfullendorf mit Ebringen den Tabellenführer der Landesliga II. Von Anfang an war klar, dass es um alles geht und dementsprechend kompromisslos ging es an den acht Brettern zu. Und die Erste aus Ebringen begann druckvoll. Schon bald führte man durch Siege von Lutz Grabe, Holger Kaspereit und Peter Meyer mit 3:0. Wer aber dachte, das sei schon die Siegerstraße, irrte sich gewaltig. Denn an drei weiteren Brettern standen die Ebringer elend schlecht. Nach und nach mussten Udo Bösch, Malte Pothmann und Ivan Dukic ihre Niederlagen eingestehen und ihren Gegnern gratulieren, womit es 3:3 stand. Nun lag es an Jürgen Tuchtfeld und Harald Obloh, den Mannschaftssieg zu erzwingen. Und Jürgen blieb seinem Stil treu und vergoldete seinen geduldig und achtsam erspielten Stellungsvorteil in einen souveränen Sieg, mit dem das Minimalziel Mannschaftsremis schon erreicht gewesen wäre. Harald hatte die Möglichkeit durch ein Remis den Mannschaftssieg einzutüten, aber er war sich seiner Sache sicher und spielte weiter auf Sieg. In der 6. Stunde der Partie erreichte Harald sein Ziel und konnte den 5. Brettpunkt für Ebringen verbuchen. Unter dem Strich ein hart erkämpfter Auswärtssieg bei einem Mitfavoriten um die Meisterschaft in der Landesliga II. Nach dieser tollen Mannschaftsleistung nahm die Erste die zweistündige Heimfahrt gerne in Kauf und freute sich nach einem langen Wettkampftag immer noch Tabellenführer zu sein.

Oberwinden III – Ebringen II               0 : 8

Das Auswärtsspiel der Zweiten in Oberwinden geriet zu einer kurzen Angelegenheit. Als fast alle Spieler schon am Brett saßen und sich auf einen spannenden Mannschaftskampf freuten, stellte sich heraus, dass Oberwindens Mann fürs Spitzenbrett nicht anwesend war. Als dieser um 10:30 Uhr immer noch nicht erschienen war, wurde der Mannschaftskampf mit 0:8 für Ebringen II gewertet. Für die Zweite ein schönes, aber leider nicht erkämpftes Ergebnis.

Text: Karl-Peter Kendzia