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Leichtsinn kostet Nerven und Punkte.

Am 5. Spieltag der Verbandsrunde waren die Ebringer Schachspieler in Gedanken wohl schon in der 5.Jahreszeit, denn Fastnacht ist ja nicht mehr weit. Während sich die Erste in Donaueschingen einige Aussetzer erlaubte und so einen eigentlich ausgeglichenen Mannschaftskampf ohne Not verlor, schrammte die Zweite in Heitersheim als haushoher Favorit knapp an einer Blamage vorbei.

Donaueschingen – Ebringen  5 : 3

Das geistige Kräftemessen begann vielversprechend für die Ebringer. Mannschaftsführer Udo Bösch konnte bereits in der Eröffnung einen gegnerischen Bauern erbeuten, und Lutz Grabe sicherte sich früh eine vorteilhafte Stellung. Am Spitzenbrett konnte Holger Kaspereit seinem spielstarken früheren Mannschaftskollegen Christian Ketterer ein Remis abtrotzen. Gleiches gelang Malte Pothmann und Dr. Michael Born an den hinteren Brettern. Dann unterliefen Udo Bösch, der schon unzählige Mal für Ebringen die Kastanien aus dem Feuer geholt hatte, mehrere oberflächliche Züge. Udo verlor die spielerische Linie und folgerichtig auch die Partie. Ähnlich unglücklich agierte Peter Meyer, der seine Partie durch Zeitüberschreitung verlor. Für den einzigen Lichtblick an diesem Tag sorgte Lutz Grabe, der seine Partie an Brett 5 überzeugend gewann. Jürgen Tuchtfeld und Dr. Harald Obloh gingen dann noch an die Grenzen ihrer Stellung, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden. Jürgen musste sich ins unvermeidliche Remis fügen und Harald seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Nun muss die Erste versuchen sich im Mittelfeld der Landesliga 2 zu etablieren. Die Aufstiegsträume sind bereits ausgeträumt.

Heitersheim II  – Ebringen II  3,5 : 4,5

Erfahrung aus Ebringen gegen junge Wilde aus Heitersheim. Das war die Konstellation im Auswärtsspiel der zweiten Mannschaft. Auch hier lief zunächst alles nach Plan. Schon bald markierte Hans-Dieter Weißflog das 1:0. Gesundheitlich angeschlagen, einigte sich wenig später Robert Hamar mit seinem Gegner absolut mannschaftsdienlich auf Remis. Auch Heinz Bösch remisierte am Spitzenbrett. Hanspeter Becker gewann seine Partie gewohnt souverän und alles sah nach einem ungefährdeten Sieg aus: 3,5:1,5 für Ebringen lautete der Zwischenstand. Dann verlor mit Jörg Breczcinsky einer der zuverlässigsten Ebringer Punktesammler seine Partie und es kam Nervosität auf. Zum Glück konnte sich Peter Ackermann bei schwerer Zeitnot in die Zeitkontrolle retten und damit ein wichtiges Remis erreichen. Ivan Dukić hielt dann den Sieg fest mit einem weiteren Unentschieden. Sein Endspiel wäre aber zu gewinnen gewesen. Fazit: Nichts ist schwieriger als gegen ein Team von aufstrebenden Jugendspielern zu bestehen, denn jede Überheblichkeit wird sofort bestraft. Mit diesem knappen, aber wichtigen Sieg behauptet die Ebringer Landesligareserve die Tabellenspitze in der Bezirksliga Freiburg.

Erfolge im Mannschafts- und Seniorenpokal

Die erste Mannschaft setzte sich im Pokalspiel gegen den B-Ligisten Simonswald erwartungsgemäß deutlich mit 4:0 durch. In netter Atmosphäre traten die sympathischen Simonswälder mit einer gemischten Mannschaft an, bestehend aus zwei Frauen und zwei Männern. Ein höherer Frauenanteil würde dem Schachsport ja generell gut zu Gesicht stehen. Auch das Ebringer Seniorenteam setzte sich im Pokal mit 3:1 gegen Sölden durch und muss in der nächsten Runde mit übermächtigen Gegnern rechnen.

Text: Karl-Peter Kendzia

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