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SK Ebringen im Bezirks-Mannschaftspokal und Trainingswochenende mit IM Boguslawski

Der Schachklub Ebringen nimmt in diesem Jahr mit zwei Mannschaften am Pokal auf Bezirksebene teil. Die Auslosung ergab für die erste Mannschaft ein Freilos. Die zweite Mannschaft bekam es am 06.10. mit dem neu gegründeten Schachverein aus Bad Krozingen zu tun. In der Ebringer Schlossscheune kam es zu einem spannenden Match mit mehreren Wendungen. Die Gäste gingen schon früh in Führung, als Werner Bonrath am vierten Brett die Waffen streckte, doch konnten seine drei Mannschaftskameraden jeweils einen Vorteil herausspielen. Harald Obloh dominierte das Zentrum und erlangte durch ein kluges Bauernopfer einen starken Angriff, der ihm den Sieg einbrachte. Wolfgang Rieder hatte nach langem Kampf ein Endspiel mit einigen Mehrbauern auf dem Brett, das er wohl gewonnen hätte, wenn er nicht in eine Gabel des Gegners gelaufen wäre und so seinen Läufer verlor. Nachdem er aufgegeben hatte, Hing alles an Michael Riesterer an Brett zwei, der es glücklicherweise schaffte, an Brett 2 eine ausgeglichene Stellung in einen Sieg umzumünzen. Nach Brettpunkten stand es nun 2:2, doch da die beiden vorderen Bretter gewonnen werden konnten, gab die Berliner Wertung den Ausschlag für Ebringen. Somit qualifizieren sich beide Mannschaften für die zweite Runde des Vereinspokals.

Einzelergebnisse:

BrettEbringenBad KrozingenErgebnisBerliner Wertung
1▪ Obloh▫ Abanto1:04:0
2▫ Riesterer▪ Maurer1:03:0
3▫ Rieder▪ Raske0:10:2
4▪ Bonrath▫ Hülse0:10:1
 Gesamtergebnis 2:27:3

Trainingswochenende mit IM Boguslawski

Wie schon in den Jahren zuvor lud der SK Ebringen den Internationalen Meister Oleg Boguslawski zum Trainingswochenende ein. Boguslawski stammt aus der Ukraine, wo er schon im Kindesalter die Ausbildung zum Turnierspieler erhielt. Er lebt aber schon seit vielen Jahren in Deutschland und ist inzwischen auch deutscher Staatsbürger. In seinen erfolgreichsten Jahren spielte er in der ersten und zweiten Bundesliga. Doch schon als Jugendlicher begann er damit andere Spieler auszubilden und Trainings anzuleiten. Da man als Schachspieler nie ausgelernt hat, war sein Training für alle Spieler des SK Ebringen (unabhängig von der jeweiligen Spielstärke) eine willkommene Gelegenheit, die eigenen Theorie-Kenntnisse, sowie taktischen und strategischen Fähigkeiten zu schärfen.

Manchmal helfen da schon ganz simple Gedanken, die Boguslawski den Ebringern immer wieder ins Gedächtnis rief, wie beispielsweise das „christliche Gebot“ (wie er es augenzwinkernd nennt): Im Schach ist es bei Abtauschen meist vorteilhafter, den Gegner zuerst schlagen zu lassen, als selbst zuzuschlagen.

Am Samstag 3.10. ging es schwerpunktmäßig um die so genannte „Karlsbader Struktur“. Das ist eine asymmetrische Bauernstruktur, die bei einem Schachturnier in Karlsbad 1923 mehrmals aufs Brett kam und seither diesen Namen trägt. Sie kann in sehr verschiedenen Eröffnungen entstehen. Aus ihr ergeben sich unterschiedliche Angriffs- und Verteidigungsstrategien für Schwarz und Weiß, die von Oleg Boguslawski und den Ebringer Schachspielern ausführlich erörtert wurden.

Am Sonntag wurden dann einige Partien aus der Turnierpraxis der Ebringer Spieler analysiert.

Natürlich darf bei aller Ernsthaftigkeit der Themen der Spaß nicht zu kurz kommen. Daher lockerte Boguslawski das Training durch unzählige heitere Anekdoten aus seiner Schachkarriere auf. Nicht zuletzt deswegen war das Trainingswochenende für alle Beteiligten sehr gewinnbringend. Man darf gespannt sein, wie die Spieler der Ebringer Mannschaften die neu erworbenen oder vertieften Kennnisse in der Wettkampfpraxis anwenden.

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