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8. Spieltag der Saison 2005/06

Erste Mannschaft kurz dem Aufstieg in die Verbandsliga Südbaden
Nach dem deutlichen 5½:2½-Erfolg gegen Waldkirch steht die erste Mannschaft vor dem letzten Spieltag mit jetzt 16:0 Punkten weiterhin souverän und verdient an der Tabellenspitze der Landesliga Breisgau-Hochrhein. Wegen des Vorsprungs von zwei Punkte auf den vor der Saison als Meisterschaftsfavoriten gehandelten Schachclub Dreiländereck Weil genügt am letzten Saisonspieltag gegen Münstertal bereits ein 4:4 für die Meisterschaft und damit das erstmalige Erreichen der Verbandsliga Südbaden in der Vereinsgeschichte.

Zweite Mannschaft wahrt Chancen auf den Klassenerhalt
Mit einem leistungsgerechten 4:4 gegen Horben III wahrte die zweite Mannschaft die Chancen auf den Klassenerhalt in der Kreisliga A und steht als Tabellenachter weiterhin auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Am letzten Saisonspieltag reicht zum Verbleib in der A-Klasse möglicherweise bereits ein Unentschieden gegen Oberwinden III.

7. Spieltag der Saison 2005/06

Landesliga: 1 . Mannschaft siegt 4,5:3,5 in Brombach
Am vergangenen Sonntag musste die erste Mannschaft zum nominell stärksten Team der Liga, dem Schachclub Brombach. Brombach trat mit einer starken, mit aus der Schweiz verstärkten Mannschaft an. Lange Zeit sah es danach aus, als ob die Brombacher uns die ersten Punktverluste beifügen würden, aber am ersten Brett konnte Holger Kaspereit seinen starken Gegner überspielen und so für das 1:0 für Ebringen sorgen. Nach zähem Ringen spielte Ivan Dukić am 6. Brett und Jörg Brezczinsky am 8. Remis während Heinz Bösch sich am 7. Brett seinem Gegner geschlagen geben musste.  Peter Ackermann gewann am 5. Brett sehenswert, so dass es nach gut 4 Stunden Spielzeit 3:2 für Ebringen stand. Am 2. Brett musste sich nun Libor Valevsky leider dem Schweizer Fide Meister Rüfenacht beugen so dass die Brombacher auf 3:3 ausgleichen konnten. Die zwei noch laufenden Partien mußten nun die Entscheidung bringen. Udo Bösch konnte am dritten Brett einen Mehrbauern nicht verwerten und musste ins Remis einwilligen. Alles hing jetzt an Dr. Harald Obloh, der gegen den starken Schweizer Spieler Stächelin anfangs sehr unter Druck stand, nach und nach aber Vorteile erkämpfen konnte und das entstandene Endspiel trotz Zeitnot sehenswert und nervenstark zum Gewinn führte. Nach fast 6 Stunden Spielzeit war es geschafft, Ebringen behält mit 14:0 Punkten die Tabellenführung vor dem Schachclub Dreiländereck Weil, der ebenfalls gewann und mit 12:2 Punkten auf den zweiten Platz liegt.

Kreisklasse A: 2. Mannschaft verliert 2:6 in Bad Krozingen
Die zweite Mannschaft unterlag beim Tabellenführer Bad Krozingen mit 2:6 und liegt nun auf Platz 8 in der Tabelle und nur durch bessere Brettpunkte von den Abstiegsplätzen entfernt. Bei momentan zwei Absteigern besteht weiterhin die Hoffung die Klasse zu halten, da beide Mannschaften, die hinter Ebringen liegen ihr Restprogramm jeweils gegen Mannschaften bestreiten müssen die um den Aufstieg  spielen.

Entscheidung des Turnierausschusses: Mannschaftskampf Münstertal III – Ebringen II wird neu angesetzt

Der Turnierausschuß des Badischen Schachverbandes hat entschieden, daß die Abreise der zweiten Mannschaft bei der Begegnung Münstertal III – Ebringen II am 15. März zurecht erfolgte und die Partie für den 07. April neu angesetzt. Ein Rauchverbot verstoße gegen elementare Grundrechte.

Die Entscheidung des Turnierausschusses im Wortlaut:

Betr.: Einspruch der Schachabt. Münstertal gegen die Entscheidung des Verbandsspielleiters vom 19.03.1981 im Falle des Mannschaftskampfes Münstertal III – Ebringen II vom 15.03.1981 („Nichtraucherfall“)

Nach Beratung der sachlichen und turnierordnungsmäßigen Grundlagen fällt der TA folgende Entscheidung:
 
Der Einspruch wird abgelehnt und damit die Entscheidung des Verbandsspielleiters bestätigt: Der wegen Rauchverbots ausgefallene Mannschaftskampf Münstertal III gegen Ebringen II muß gemäß der Festlegung des Verbandsspielleiters bis spätestens 07.04.1981 in Ebringen nachgeholt werden.

Begründung:

So sehr auch alle Bemühungen, das Rauchen beim „Schachsport“ – insbesondere bei Teilnahme von Jugendlichen – einzuschränken, begrüßt werden müssen, so muß doch festgestellt werden, daß es vorläufig jeglicher Grundlage in unserer Turnierordnung oder in den Spielregeln entbehrt. Man muß vielmehr feststellen, daß es für einen selbst leichten Gewohnheitsraucher eine unzumutbare nervliche Belastung ist, auf das Rauchen zu verzichten, insbesondere während einer vielleicht schwierigen Zeitnotphase einer langen Turnierpartie.

Daher kann dieser doch schwerwiegende Eingriff in das persönliche Verhalten ohne vorherige rechtzeitige Bekanntgabe nicht durchgesetzt werden, woran auch die bedauerlichen Probleme mit dem Spiellokal nichts ändern können.

Daher kann für die Zukunft zunächst nur versucht werden, gemäß dem Vorschlag des Verbandsspielleiters zu verfahren, wodurch es vielleicht gelingt, viele „nichtrauchende“ Mannschaftskämpfe in Münstertal durchzuführen. Die Gegner müssen aber darüber rechtzeitig im Voraus informiert sein und haben das Recht, das Rauchverbot abzulehnen.

Im Übrigen werden alle 4 Begründungen in der Entscheidung des Verbandsspielleiters ausdrücklich bestätigt, einschließlich des Hinweises auf die nicht aufschiebende Wirkung eines eventuellen innerhalb 10 Tagen möglichen (Poststempel!) Einspruches an das Schiedsgericht (…) des BSV, wozu die Durchschrift des Einspruches an den Turnierausschuß (…) zu richten wäre.

Professor Hermann Schreiner

 

 

Rauchverbot beim Mannschaftsḱampf Münstertal III – Ebringen II: Ebringen reist ab

Die zum Mannschaftskampf gegen Münstertal III angereiste zweite Ebringer  Mannschaft wurde vom Gastgeber mit der unangenehmen Nachricht überrascht, daß man wegen einer Veranstaltung nicht im gewohnten Spiellokal Gasthaus Belchenblick spielen könne, sondern in die benachbarte Schule ausweichen müsse, wo es ein Rauchverbot gebe.
Die Ebringer Mannschaft fand nach kurzer Beratung diese schwere Einschränkung der Persönlichkeitsrechte ihrer Spieler unzumutbar und schlug Münstertal statt dessen vor, den Mannschaftskampf in Ebringen auszutragen. Auf diesen vernünftigen Kompromißvorschlag ging Münstertal nicht ein, sondern bestand auf dem offenkundig unzumutbaren Spielort. Die Ebringer Mannschaft reiste daraufhin geschlossen ohne das Spiel aufgenommen zu haben, nach Hause ab.