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Entscheidung des Turnierausschusses: Mannschaftskampf Münstertal III – Ebringen II wird neu angesetzt

Der Turnierausschuß des Badischen Schachverbandes hat entschieden, daß die Abreise der zweiten Mannschaft bei der Begegnung Münstertal III – Ebringen II am 15. März zurecht erfolgte und die Partie für den 07. April neu angesetzt. Ein Rauchverbot verstoße gegen elementare Grundrechte.

Die Entscheidung des Turnierausschusses im Wortlaut:

Betr.: Einspruch der Schachabt. Münstertal gegen die Entscheidung des Verbandsspielleiters vom 19.03.1981 im Falle des Mannschaftskampfes Münstertal III – Ebringen II vom 15.03.1981 („Nichtraucherfall“)

Nach Beratung der sachlichen und turnierordnungsmäßigen Grundlagen fällt der TA folgende Entscheidung:
 
Der Einspruch wird abgelehnt und damit die Entscheidung des Verbandsspielleiters bestätigt: Der wegen Rauchverbots ausgefallene Mannschaftskampf Münstertal III gegen Ebringen II muß gemäß der Festlegung des Verbandsspielleiters bis spätestens 07.04.1981 in Ebringen nachgeholt werden.

Begründung:

So sehr auch alle Bemühungen, das Rauchen beim „Schachsport“ – insbesondere bei Teilnahme von Jugendlichen – einzuschränken, begrüßt werden müssen, so muß doch festgestellt werden, daß es vorläufig jeglicher Grundlage in unserer Turnierordnung oder in den Spielregeln entbehrt. Man muß vielmehr feststellen, daß es für einen selbst leichten Gewohnheitsraucher eine unzumutbare nervliche Belastung ist, auf das Rauchen zu verzichten, insbesondere während einer vielleicht schwierigen Zeitnotphase einer langen Turnierpartie.

Daher kann dieser doch schwerwiegende Eingriff in das persönliche Verhalten ohne vorherige rechtzeitige Bekanntgabe nicht durchgesetzt werden, woran auch die bedauerlichen Probleme mit dem Spiellokal nichts ändern können.

Daher kann für die Zukunft zunächst nur versucht werden, gemäß dem Vorschlag des Verbandsspielleiters zu verfahren, wodurch es vielleicht gelingt, viele „nichtrauchende“ Mannschaftskämpfe in Münstertal durchzuführen. Die Gegner müssen aber darüber rechtzeitig im Voraus informiert sein und haben das Recht, das Rauchverbot abzulehnen.

Im Übrigen werden alle 4 Begründungen in der Entscheidung des Verbandsspielleiters ausdrücklich bestätigt, einschließlich des Hinweises auf die nicht aufschiebende Wirkung eines eventuellen innerhalb 10 Tagen möglichen (Poststempel!) Einspruches an das Schiedsgericht (…) des BSV, wozu die Durchschrift des Einspruches an den Turnierausschuß (…) zu richten wäre.

Professor Hermann Schreiner

 

 

Rauchverbot beim Mannschaftsḱampf Münstertal III – Ebringen II: Ebringen reist ab

Die zum Mannschaftskampf gegen Münstertal III angereiste zweite Ebringer  Mannschaft wurde vom Gastgeber mit der unangenehmen Nachricht überrascht, daß man wegen einer Veranstaltung nicht im gewohnten Spiellokal Gasthaus Belchenblick spielen könne, sondern in die benachbarte Schule ausweichen müsse, wo es ein Rauchverbot gebe.
Die Ebringer Mannschaft fand nach kurzer Beratung diese schwere Einschränkung der Persönlichkeitsrechte ihrer Spieler unzumutbar und schlug Münstertal statt dessen vor, den Mannschaftskampf in Ebringen auszutragen. Auf diesen vernünftigen Kompromißvorschlag ging Münstertal nicht ein, sondern bestand auf dem offenkundig unzumutbaren Spielort. Die Ebringer Mannschaft reiste daraufhin geschlossen ohne das Spiel aufgenommen zu haben, nach Hause ab.

 

Jahresrückblick 1980

Die erste Saison in der Landesliga beendet die 1. Mannschaft auf dem sechsten Platz und schafft somit den Klassenerhalt.  Dagegen wird die 2. Mannschaft Meister der C-Klasse und steigt in die Kreisliga B auf.

Jahresrückblick 1979

In der Saison 1978/79 schafft die 1.Mannschaft des SC Ebringen den Durchmarsch und steigt nach dem ersten Jahr in der Bereichsliga als Meister in die Landesliga Breisgau-Hochrhein auf.

Die 2. Mannschaft bleibt in der C-Klasse.

Wolfgang Philipp gewinnt alle drei Vereinsturniere und schafft den „Grand Slam“ des SC Ebringen.

Jahresrückblick 1978

In der Saison 1977/78 kann sich die 1.Mannschaft durch neue Spieler verstärken und wird umgehend Meister und steigt damit in die Bereichsliga Breisgau-Hochrhein auf.  Die 2. Mannschaft wird in der C-Klasse 3.

Jahresrückblick 1977

Die Saison 1976/77 beendet die 1.Mannschaft des SCE im auf Platz 8 der Bezirksliga.

Die 2. Mannschaft wird 10. von 12 Mannschaften in der Kreisliga B und steigt in die Kreisliga C ab.

Ewald Schneider kann wie im Vorjahr den „Grand Slam“ gewinnen, insgesamt ist es für ihn das dritte Mal.

Jahresrückblick 1976

In der Spielzeit 1975/76 wird die 1.Mannschaft des SCE in der Bezirksklasse 10. und damit Letzter. Normalerweise heißt dies Abstieg, aber der Schachclub hatte Glück. Er legt erfolgreich Protest gegen den kampflosen Sieg des vorletzten SW Freiburg II gegen Waldkirch II ein. Damit wird Ebringen Vorletzter und darf in die Relegation gegen den 2. der Kreisliga B, Emmendingen III. Das Relegationsspiel geht 5:3 für Emmendingen aus. Da ein Emmendinger Akteur nicht spielberechtigt war, wird dessen Partie jedoch – und die aller ihm nachfolgenden Spieler Emmendingens – turnierordnungsgemäß genullt. Dadurch wird das Relegationsspiel am grünen Tisch mit 4:4 gewertet und Ebringen schafft wegen der besseren sogenannten „Berliner Wertung“ den Klassenerhalt.

Für die Spielzeit 1976/77 wird wieder für die Kreisliga B, eine 2. Mannschaft gemeldet.

Ewald Schneider gewinnt zum zweiten Mal den „Grand Slam“ des SC Ebringen.

Jahresrückblick 1975

Die Spielzeit 1974/75 beendet der SCE auf Platz 9 in der Bezirksklasse, schafft aber den Klassenerhalt in der Relegation. Der Schachclub errichtet bei der Schönberghalle/Grundschule in Ebringen eine Gartenschachanlage, die 23 Jahre später von der Gemeinde Ebringen im Zuge des Neubaues der Ebringer Halle ohne Rücksprache mit dem Schachclub entfernt wird.

Jahresrückblick 1974

Auch 1973/74 wird die 1.Mannschaft des SCE 5. unter den 10 Teams der Bezirksliga. Die 2. Mannschaft wird 3. von 6 Mannschaften in der Kreisliga C und wird zum Saisonende aufgelöst.

Jahresrückblick 1973

Die Saison 1972/73 beendet die 1.Mannschaft als Tabellenzweiter in der Kreisliga A und steigt damit in die Bezirksliga auf.  Die 2. Mannschaft wird dagegen letzter und steigt in die C-Klasse ab.