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Ebringen I – Engen I 5,5 : 2,5
Am 13. Januar hatte die Erste das Team aus Engen zu Gast, gegen das man noch im Vorjahr eine deftige Niederlage bezogen hatte. Doch dieses Mal drehten die Ebringer den Spieß um. Gegen die ersatzgeschwächte Mannschaft aus dem Hegau konnte die Erste einen deutlichen Sieg erspielen und damit in der Tabelle der Landesliga 2 zunächst den dritten Platz erklimmen. Anders als beim Spiel gegen Pfullendorf erzielten die Ebringer an den vorderen vier Brettern 3 Punkte. Es gewannen Georg Vogelbacher, Udo Bösch, Lutz Grabe und Heinz Bösch. Drei Remisen steuerten Jürgen Tuchtfeld, Holger Kaspereit und Peter Ackermann bei.
Horben I – Ebringen I 3,5 : 4,5
Am 20. Januar musste die Erste dann nach Horben. Das Spiel wurde aufgrund der Teilnahme der Gastgeber an der Endrunde der deutschen Pokalmeisterschaft (!) vorverlegt. Auch diesmal konnte die Erste ihren guten Lauf in der Liga fortsetzen, wenn auch sehr knapp. Dabei war es nun wieder mal an den hinteren Brettern 5-8, den Sieg zu sichern. Beim Stand von 3,5 : 3,5 ging Heinz Bösch trotz sicherer Remis-Stellung volles Risiko und opferte nach zähen Manövern im Springer-Endspiel seine Leichtfigur für einen Bauerndurchbruch. Nach fast 6 Stunden Spielzeit und 94 Zügen konnte Heinz seinen zähen Gegner mit einem unaufhaltsamen Bauern zur Aufgabe zwingen und den Mannschaftsieg einfahren. Die drei übrigen Siege erkämpften Lutz Grabe, Malte Pothmann und Peter Ackermann. Holger Kaspereit hielt das zum Mannschaftssieg nötige Remis fest.
Tabellenführung dank vorverlegtem Mannschaftskampf.
Ebringens Erste grüßt jetzt mindestens eine Woche lang von der Tabellenspitze der Landesliga 2. Schon am nächsten Spieltag, den 17.02.19, kommt es in der Ebringer Schlossscheune ab 10:00 Uhr zum Showdown im Spitzenspiel gegen den Verbandsligaabsteiger Waldshut-Tiengen. Besucher, Kiebitze und Schachfans sind herzlich willkommen. Und natürlich wünscht der Ebringer Schachclub allen Ebringern ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2019
Text: Karl-Peter Kendzia
Am dritten Spieltag, dem 1. Advent, musste die Erste die weite Fahrt zum Tabellenführer Pfullendorf antreten. Leider mussten einige Spieler der Ersten passen, so dass Spieler der Zweiten die Plätze auffüllen mussten, aber die hatten sich einiges vorgenommen. Beste Voraussetzungen also für einen spannenden Mannschaftskampf.
Pfullendorf I – Ebringen I 3,5 – 4,5
Das Ebringer Team um Kapitän Udo Bösch traf auf einen Gegner, der an Brett 1-4 etwas Übergewicht hatte, an den hinteren Brettern war es von der individuellen Spielstärke her in etwa ausgeglichen. So entwickelte sich ein Kampf auf zwei „Flügeln“. Wie im Boxkampf ging es dann los, erst eine links und dann eine rechts. Heinz Bösch, trotz Erkältung dabei, konnte an Brett 7 seinen Gegner überspielen, zur Aufgabe zwingen und so den wichtigen ersten Punkt einfahren. An Brett 8 holte Harald Obloh ein sicheres Remis, die „ausgeliehenen“ Spitzenspieler der Zweiten präsentierten sich also auch in der Ersten als Punktegaranten. Zwischenzeitlich stand Spitzenbrett Holger Kaspereit auf Verlust und musste gegen seinen starken Gegner aufgeben. Während Udo und Libor an Brett 2 und 4 remisierten, brannten hinten die Bretter. Malte und Peter Ackermann konnten ihre hart umkämpften Partien gewinnen und den Mannschaftssieg sichern. Lutz Grabe am Brett 3 verlor seine Partie. Trotzdem gingen die Punkte als glanzvolles Adventssouvenir mit zurück nach Ebringen, auch wenn sie noch 2 Stunden im Kofferraum verbringen mussten.
Schwarze Pumpe I – Ebringen II 6 : 2
Als Außenseiter fuhr die zweite Mannschaft Ebringens nach Freiburg zur Schwarzen Pumpe. Der Schachclub mit dem coolen Namen und vielen erfahrenen Spielern erfindet sich immer wieder neu, weil er sich nicht nur bei Freiburger Studierenden großer Beliebtheit erfreut. Die Ebringer Landesligareserve konnte nicht in Bestbesetzung antreten, da Heinz Bösch und Harald Obloh in der Ersten aushelfen mussten. Am 8. Brett erreichte Werner Bonrath ein Remis gegen den wesentlich spielstärkeren Gino De Cunzo, ein erfreulicher Auftakt. Leider rannte Winfried Schüler seinem Gegner in dessen Hausvariante, so dass er bald aufgeben musste. Auch die Partien an den Brettern 2 bis 4 gingen erwartungsgemäß verloren. Die Remisen von Ivan Dukic, Jörg Brezczinsky und Karl-Peter Kendzia waren dann nur noch Ergebniskosmetik. Fazit: Da die Bereichsliga 3 in diesem Jahr extrem stark besetzt ist, hat die Zweite nur dann eine Siegchance, wenn sie in Bestbesetzung antritt. Das ist die Vorgabe für die schweren Aufgaben im anstehenden neuen Jahr.
Text: Karl-Peter Kendzia
Die Ebringer Schachteams haben ihre Mannschaftskämpfe am 2. Spieltag der Verbandsrunde jeweils knapp mit 3,5 : 4,5 verloren. Das ist schade, aber kein Drama. Ein Drama ist allerdings, dass es immer wieder Leute gibt, die von vermeidbaren Niederlagen sprechen. Das ist in der Sportberichterstattung eine nicht totzukriegende Floskel. Vermeidbar ist aber immer nur, was man erfolgreich vermeidet, nicht das, was man konjunktivisch hätte vermeiden wollen. Deshalb ist eine vermeidbare Niederlage nicht nur sprachlich etwas vollkommen Irreales. Zu den Fakten:
Ebringen I – Donaueschingen I 3,5 : 4,5
Zum ersten Mal hatte man mit dem SC Donaueschingen den Ausbildungsverein des Ebringer Routiniers Holger Kaspereit zu Gast. Die zwei bisherigen Mannschaftskämpfe wurden in Donaueschingen ausgetragen und waren jeweils hart umkämpft, nach Siegen stand es 1:1. Die Neuauflage in der Schlossscheune begann mit einem Fehlstart des Ebringers Malte Pothmann, dem die Eröffnung derart missglückte, dass er seine Partie frühzeitig aufgeben musste. An den Spitzenbrettern hatten es Jürgen Tuchtfeld und Georg Vogelbacher mit bärenstarken Gegnern zu tun, denen sie auf Dauer nicht standhalten konnten, obwohl sie ihre Partien lange Zeit in Richtung Remishafen gesteuert hatten. Peter Ackermann ließ mit seinem Remis einen ersten Hoffnungsschimmer für das Ebringer Team aufleuchten. Noch besser machte es Ivan Dukic, der seinen Gegner mit druckvollem Angriffsspiel besiegen konnte. Mit der Niederlage von Lutz Grabe an Brett 5 war die Chance auf ein Mannschaftsremis leider dahin, so dass die Siege von Holger Kaspereit und Udo Bösch zwar den bewährten Stammkräften alle Ehre machten, dem Team aber keinen vorweihnachtlichen Punktesegen mehr bescheren konnten.
Ebringen II – Freiburg West I 3,5 : 4,5
Mit Freiburg West hatte die Zweite eigentlich einen Gast vor der Brust, mit dem man sich auf Augenhöhe wähnte. Diese Einschätzung erwies sich als richtig, endeten doch fünf der acht Partien mit einem Remis. Den Glanzpunkt setzte der Ebringer Hans-Dieter Weißflog, der seinen spielstärkeren Gegner nach allen Regeln Kunst überspielte und seine Figuren so sicher zum Sieg führte. Gleiches erhoffte man sich von Newcomer Dirk Hamar, der lange Zeit eine vorteilhafte Stellung hatte, obwohl er sich wilden Angriffen seines Gegners erwehren musste. Leider verlor er bei einer taktischen Abwicklung Material, was ihm trotz beherzten Kampfes letztlich die Partie kostete. Nun ruhten alle Augen auf Winfried Schüler, der eine Partie mit offenem Visier und hohem Risiko führte. Leider hatte Winfried das schlechtere Ende für sich und musste seinem Gegner gratulieren, womit auch der Mannschaftskampf der Landesligareserve knapp verloren war. Geschenke hatte es also keine gegeben am zweiten Spieltag, aber es ist ja auch noch längst nicht Weihnachten.
Text: Karl-Peter Kendzia
Der Start in die neue Verbandsrunde brachte unterschiedliche Ergebnisse für die Ebringer Schachteams: Während sich die Erste in Meßkirch schwer tat und erst spät den Arbeitssieg sicherstellte, lieferte die Zweite dem Favoriten Sölden einen couragierten Fight und musste sich nur knapp geschlagen geben.
Meßkirch I – Ebringen I 3 : 5
Die Erste musste zum Saisonauftakt auswärts beim Aufsteiger Meßkirch antreten. Aufstellungsmäßig war Ebringen klarer Favorit, die Gastgeber waren dazu noch ersatzgeschwächt und traten nur zu siebt an. Doch das Duell David gegen Goliath folgt immer wieder eigenen Gesetzen. Die Gastgeber kämpften wie die Löwen, so sollte es noch ein langer Nachmittag werden für die Ebringer. Am Ende konnte das Team um Kapitän Udo Bösch zwar nicht restlos überzeugen, aber immerhin die Punkte aus Meßkirch entführen und damit einen gelungenen Start in die neue Saison feiern.
Sölden I – Ebringen II 4,5 : 3,5
Als Außenseiter fuhr die zweite Mannschaft Ebringens nach Sölden. Der Landesligaabsteiger war auf dem Papier deutlich favorisiert. So sah sich die Ebringer Landesligareserve an allen Brettern mit Gegnern konfrontiert, die in puncto Spielstärke weit überlegen waren. Besonders deutlich wurde das an den ersten drei Brettern, an denen Peter Ackermann, Heinz Bösch und Harald Obloh trotz großem Kampf auf verlorenem Posten saßen. Aber schon an Brett 4 keimte Hoffnung auf, als Hanspeter Becker mit einem sicheren Remis den ersten halben Punkt auf dem Ebringer Punktekonto verbuchte. Diesem positiven Beispiel folgten an Brett 5 und 6 Hans-Dieter Weißflog und Jörg Brezczinsky, die der Zweiten mit zwei sehenswerten Siegen neues Leben einhauchten. Werner Bonrath steuerte noch ein Remis bei, so dass alle Blicke auf dem Ebringer Debütanten an Brett 8 ruhten: Dirk Hamar lieferte seinem erfahrenen und weit spielstärkeren Gegner einen großen Kampf und verteidigte geschickt in einem Endspiel mit zwei Minusbauern und ungleichfarbigen Läufern, die immer eine gewisse Remis-Chance bieten. Dirk fuhr das Remis sicher nach Hause und erwischte damit einen Einstand nach Maß. Schon jetzt ist er eine echte Verstärkung der zweiten Mannschaft. Zwar ging der Mannschaftskampf knapp verloren, aber die couragierte Aufholjagd macht Mut für kommende Aufgaben.
Text: Karl-Peter Kendzia
Lange Zeit hatte das Abstiegsgespenst in Ebringen sein Unwesen getrieben. Doch am neunten und letzten Spieltag der diesjährigen Verbandsrunde konnten es die Ebringer Schachteams endgültig verscheuchen:
Sölden I – Ebringen I 3 : 5
Zu Gast beim Nachbarklub Sölden entwickelte sich der Kampf gegen den Abstieg schon bald zum echten Krimi. Denn die Vorzeichen war klar: Die Erste musste in Sölden gewinnen, um die Klasse zu halten. Matthias Deutschmann, Malte Pothmann, Holger Kaspereit und Georg Vogelbacher konnten schon bald ihren Gegnern die Hand zum Remis reichen. Lutz Grabe konnte seine Partie gewinnen, aber das Ebringer Spitzenbrett Udo Bösch stand auf Verlust. Das Ganze schien auf ein Mannschaftsremis hinauszulaufen, und damit wäre Ebringen abgestiegen in die Bereichsklasse. Peter Meyer und Jürgen Tuchtfeld hatten jeweils eine vorteilhafte Stellung auf dem Brett. Im ersten Moment beruhigend, aber nicht, wenn der Weg zum Sieg noch ewig weit ist. Peters Gegner setzte auf Bauerntausch, um im Endspiel die Remis-Konstellation Turm gegen Turm und Springer zu erreichen. Aber Peter Meyer durchkreuzte diesen Plan und führte seine Figuren gewohnt souverän zum Sieg. Jürgen Tuchtfeld setzte seinen Gegner schwer unter Druck, brauchte aber lange, um dessen Bollwerk zu Fall zu bringen. Udo Bösch verlor seine Partie wie erwartet, aber das war nur Ergebniskosmetik. Am Ende hieß es 5:3 für Ebringen und so spielt die Erste auch im kommenden Jahr in der Landesliga. Ein echtes Happy End nach einer durchwachsenen Saison.
Brombach II – Ebringen II 5 : 3
Bei der zweiten Mannschaft sah die Abstiegs-Arithmetik etwas anders aus. Sie musste ihren Mannschaftskampf beim Tabellenzweiten Brombach nicht gewinnen, sondern sollte nur fleißig Brettpunkte sammeln, um den Vorletzten Waldshut-Tiengen II auf Distanz zu halten. Auf dem Papier war Brombach haushoher Favorit, trotzdem schien das Team vom „Brombeerbach“ überrascht zu sein, dass ihnen so entschlossene Ebringer gegenüber saßen. Schon bald entwickelte sich ein Mannschaftskampf auf Augenhöhe. Und die Ebringer Spieler arbeiteten fleißig daran, genug Brombeer-Brettpunkte zu machen, um den Klassenerhalt in der Bereichsklasse noch perfekt zu machen. Harald Obloh eröffnete den Remisreigen und so füllte sich das Punktekörbchen langsam, aber stetig. So ernteten nach einer Weile auch Hanspeter Becker, Peter Ackermann und Jörg Breczinsky wichtige halbe Punkte. Gleiches gelang Winfried Schüler und Werner Bonrath mit ansprechenden Defensivleistungen. Nur zwei Partien gingen verloren und die 3 wichtigen Brombeer-Brettpunkte wurden selbstverständlich nach Ebringen entführt, wo sie den Ebringer Schachspielern als geschaffter Klassenerhalt bestens munden werden.
Text: Karl-Peter Kendzia
Am sechsten Spieltag der Verbandsrunde hatte es noch Punkte gegeben für die Ebringer Schachteams: Die Zweite hatte kampflos gegen die Mannschaft von Wutachtal gewonnen, die grippebedingt absagen musste. Die Erste hatte gegen kampfstarke Oberwindener ein gerechtes Mannschaftsremis erreicht. Der 7. Spieltag brachte dagegen nicht so erfreuliche Ergebnisse:
Dreiländereck II – Ebringen I 5 : 3
Die Mannschaft vom Rheinknie hatte an fast allen Brettern einen leichten DWZ-Vorteil, ging also als Favorit ins Rennen. Trotzdem verlief der Auftakt verheißungsvoll für die Gäste aus Ebringen. Lutz Grabe brachte schon bald ein Remis unter Dach und Fach, Udo Bösch konnte am Spitzenbrett einen frühen und überzeugenden Sieg einfahren und damit seine Formkrise beenden. Jürgen Tuchtfeld konnte noch ein Remis beisteuern und so die zwischenzeitliche 2:1 Führung für Ebringen markieren. Doch dann begann sich das Blatt zu wenden: Peter Ackermann ließ sich zu einem unkorrekten Figurenopfer hinreißen und verlor seine Partie, während Holger Kaspereit und Malte Pothmann in Zeitnot gerieten und dadurch ihre guten Stellungen verdarben. Auch Heinz Bösch konnte seinen Stellungsvorteil nicht nutzen, so dass kurz nacheinander vier Niederlagen zu Buche standen: 2:5 aus Ebringer Sicht. Der Mannschaftskampf war verloren. Peter Meyer war angesichts der sich abzeichnenden Niederlage hohes Risiko gegangen in seiner Partie und hatte alles auf die Abteilung Attacke gesetzt. Führt ein solcher Angriff nicht zum Ziel, ist die Partie verloren. Doch Peter Meyer wurde für seinen Mut belohnt und gewann die Partie verdient, konnte mit seinem Sieg aber nur noch zum 3:5 verkürzen und die Mannschaftsniederlage nicht mehr abwenden. Angesichts der Partieverläufe muss man von einer unglücklichen Niederlage der Ersten sprechen. Nun gilt es am 8. Spieltag gegen das starke Team aus Engen die Wende zu schaffen im Abstiegskampf.
Schwarze Pumpe I – Ebringen II 6 : 2
Als Außenseiter fuhr man zur Schwarzen Pumpe Freiburg. Die Idee der Ebringer war es mit ein bisschen Glück einen Punkt aus der Bodega Geier zu entführen. Doch bei der Umsetzung haperte es gewaltig. Zwar erwirtschafteten die Ebringer an den mittleren vier Brettern wirklich Remisen, also ein vorübergehendes 2:2, an den vorderen und hinteren Brettern setzte es aber mächtig Prügel mit vier Niederlagen in der Endabrechnung. So wurde aus einem 2:2 ein 2:6 aus Ebringer Sicht. Manchmal ist die bessere Mannschaft eben einfach wirklich besser. Das gilt es anzuerkennen. Trotzdem kann die Zweite im kommenden Heimspiel gegen Dreisamtal II den Klassenerhalt perfekt machen, allerdings nur, wenn mindestens ein Punkt in Ebringen bleibt.
Text: Karl-Peter Kendzia
Im diesjährigen Mannschaftspokal erreichte die Erste einen sauber herausgespielten 3:1 Sieg gegen die sympathische und kampfstarke Mannschaft der Schwarze Pumpe, die allerdings nicht in Bestbesetzung angetreten war. Mit diesem Sieg hat Ebringen das Halbfinale erreicht und muss damit rechnen einen „dicken Brocken“ zugelost zu bekommen.
Text: Karl-Peter Kendzia
Der 5. Spieltag der Verbandsrunde brachte Licht und Schatten für die Ebringer Schachspieler. Während die zweite Mannschaft gegen Merzhausens Landesligareserve endlich die ersten Punkte einfuhr, musste die Erste die Punkte in Merzhausen lassen und findet sich in der Abstiegszone der Landesliga 2 wieder. So kämpfen nun beide Ebringer Schachteams gegen den Abstieg.
Merzhausen I – Ebringen I 5 : 3
Auf dem Papier fuhr man als klarer Favorit nach Merzhausen. Folgerichtig wollte die erste mit einem Sieg von der anderen Seite des Schönbergs zurückkehren. Doch schon nach einer Stunde Spielzeit hatten Holger Kaspereit und Malte Pothmann ihre Figuren in eine schwierige Lage manövriert. Malte packte die Brechstange aus, um den Sieg zu erzwingen, was seine Stellung aber nicht hergab, und schon ging der erste Brettpunkt an Merzhausen. Mit zwei souverän herausgespielten Siegen untermauerten Ivan Dukic und Peter Meyer ihre ansteigende Formkurve. Weniger gut aufgelegt präsentierten sich Udo Bösch und Holger Kaspereit, die ihre Partien klar verloren. Hinzu kam, dass mit Lutz Grabe und Heinz Bösch zwei sonst zuverlässige Punktesammler ihre guten Stellungen nicht zum Sieg verwerten konnten, sondern jeweils mit einem Remis zufrieden sein mussten. So stand es 4:3 für Merzhausen und Georg Vogelbacher war zum Siegen verdammt, wollte er für Ebringen noch das Mannschaftsremis erkämpfen. Georg ging volles Risiko für das Ebringer Team, was in ausgeglichener Stellung immer ein gefährliches Spiel ist. Er lief in einen Konter und verlor die Partie. Unterm Strich blieben die Punkte aber in Merzhausen, weil die Ebringer Leistungsträger ihre Leistung nicht hatten abrufen können.
Merzhausen II – Ebringen II 3 : 5
Wie man Punkte aus Merzhausen entführen kann, zeigte die Zweite eindrucksvoll. Gegen einen absolut gleichwertigen Gegner gab es insgesamt sechs Punkteteilungen, was nicht ungewöhnlich ist. Aber zum ersten Mal hatte die Zweite in dieser Saison mit Hans-Dieter Weißflog und Robert Hamar zwei Matchwinner dabei, die jeweils ihre Partien gewannen und damit den ersten Mannschaftssieg in dieser Saison sicherstellten. Bleibt zu hoffen, dass die Zweite diesen Aufwärtstrend im anstehenden Spiel gegen Wutachtal bestätigen kann.
Text: Karl-Peter Kendzia
Neuerdings scheinen die Ebringer Schachspieler Punkte wie Kalorien zu zählen. Zwar hat die Fastenzeit noch gar nicht begonnen, doch in der Schlossscheune hat man den Gürtel bereits seit Dezember punktemäßig enger geschnallt: Beleg dafür sind die beiden Auswärtsniederlagen am Hochrhein, wo die Ebringer Schachcracks nicht ganz unerwartet baden gingen. Auch beim ersten Spieltag im neuen Jahr gab es eine eiskalte Dusche. Die Erste verlor sang- und klanglos gegen Freiburg-Zähringen, die Zweite konnte sich nicht gegen Neustadt durchsetzen. So blieben die Ebringer in vier Mannschaftskämpfen ohne Punkte. Beim Punktekonto ist Schmalhans derzeit Küchenmeister.
Ebringen I – Freiburg Zähringen I 1,5 : 6,5
In der Ebringer Schlossscheune empfing die Erste den klar favorisierten Verbandsligaabsteiger aus Freiburg, der das deutlich spielstärkere Team stellte. Gegen stärkere Gegner kann man sich beim Schach nicht unbedingt auf sein Know-how verlassen, sondern muss ab und an auch mal auf sein Bauchgefühl vertrauen, das schon so manchem Schachspieler Kopf, Kragen und König gerettet hat. Die Ebringer schalteten also auf Bauchgefühl, um den ein oder anderen Punkt in der Schlossscheune zu behalten. Den ersten Schlag in die Magengrube musste Harald Obloh einstecken, der einen relativ simplen Mattplan seines Gegners übersah, nachdem er in der Eröffnung recht sorglos seinen Königsflügel preisgegeben hatte. Auch Holger Kaspereit spielte gewohnt intuitiv und hatte eigentlich gutes Gegenspiel, ließ aber einiges an Chancen liegen und verlor. Tragisch war die Niederlage von Lutz Grabe, der seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst überspielt hatte und dann nicht die richtige Abwicklung fand: 0:3 aus Ebringer Sicht. Heinz Bösch schien einen guten Tag erwischt zu haben und bedrohte den gegnerischen König mit einem Treppenmatt, versäumte es aber dann den Sack zuzumachen und musste ins Remis einwilligen, ärgerlich. Den Ehrenpunkt für Ebringen holte Peter Ackermann gegen den designierten Meisterschaftsfavoriten aus Freiburg. Die Niederlage war verdient, fiel aber deutlich zu hoch aus.
Ebringen II – Neustadt I 2,5 : 5,5
In puncto Punktediät ist die Zweite in der Saison nach ihrem Aufstieg ungewöhnlich konsequent: vier Mannschaftskämpfe, null Punkte. Dabei ist der Siegeshunger der Zweiten gar nicht abhandengekommen, allerdings viele Mitstreiter, die im letzten Jahr den Aufstieg erst ermöglicht hatten. Interessant ist, dass die Zweite nun zum vierten Mal mit dem gleichen Ergebnis verloren hat, 2,5 : 5,5, das heißt fünf Spieler erkämpfen ein Remis, während drei Partien verlorengehen. Mut zu mehr Risiko könnte ein Rezept sein, um beim nächsten Auswärtsspiel in Merzhausen die nervige Punktediät zu beenden. Mit oder ohne Bauchgefühl.
Text: Karl-Peter Kendzia
Am zweiten Spieltag der neuen Verbandsrunde gab es zahlreiche Spielerabsagen. Die erste Mannschaft konnte das kompensieren und erreichte im Heimspiel gegen Villingen-Schwenningen ein wertvolles Mannschaftsremis. Die Zweite konnte dagegen nicht in gewohnter Stärke antreten und kam deshalb gegen das kompakte Bereichsligateam aus Denzlingen unter die Räder.
Ebringen I – Villingen-Schwenningen I 4 : 4
In der Ebringer Schlossscheune begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Und das sollten auch schon bald auch die ersten Partieergebnisse zeigen. Das erste Remis holte Holger Kaspereit an Brett 2. Diesem Beispiel schlossen sich Jürgen Tuchtfeld und Malte Pothmann kurz darauf an. Später stimmten auch noch Heinz Bösch, Ivan Dukic und Lutz Grabe in diesen Remis-Reigen mit ein. Dann brachte Dr. Harald Obloh die Ebringer nach einer sehr wechselhaften Partie mit einer Energieleistung in Front, indem er einen Freibauern gekonnt zum Sieg verwertete. Nun war es an Udo Bösch diesen 1-Punkte-Vorsprung für das Team über die Ziellinie zu retten, wozu er ein Remis benötigt hätte. Allerdings hatte Udo keine ruhige, positionelle Stellung auf dem Brett, sondern ein taktisches Schlachtfeld, auf dem sich die beiden Könige bereits um brauchbare Deckung bemühten. Außerdem befand sich Udo in Zeitnot und musste in Sekunden die richtigen Züge finden. Das gelang ihm nicht und er griff fehl, was sein hochkarätiger Gegner eiskalt auszunutzen wusste. Da war ein gehörige Portion Pech im Spiel. Letztendlich war dieses Mannschaftsremis aber leistungsgerecht, denn die Teams waren absolut gleichstark. Es wird spannend sein zu verfolgen, wie sie sich im weiteren Saisonverlauf platzieren können.
Ebringen II – Denzlingen I 2,5 : 5,5
Voller Hoffnung, aber auch mit einigen Zweifeln fieberte die Ebringer Landesligareserve ihrem zweiten Auftritt in der Bereichsklasse entgegen. Denn in der Ersten fehlten vier Spieler, die normalerweise für den Einsatz in der Zweiten bereitstehen. Man trat also mit einem Team an, das an den vorderen Brettern nicht ganz so stark war wie sonst. Das fiel zunächst gar nicht auf, weil Peter Ackermann am Spitzenbrett seinen höher eingeschätzten Gegner gut im Griff hatte und seine Partie sicher in den Remishafen steuerte. Das gleiche Kunststück gelang Jörg Brezczinsky, so dass bei den Ebringern Hoffnung aufkeimte. Dazu passte auch das Remis von Hans-Dieter Weißflog an Brett 3. Altmeister Ewald Schneider lieferte seinem spielstärkerem Gegner einen beherzten Kampf, verlor dann aber völlig überraschend eine Figur, so dass er aufgeben musste. Kurz zuvor hatte Karl-Peter Kendzia an Brett 8 seine Partie gewonnen und das Zwischenergebnis lautete 2,5 : 2,5. Die letzten drei Partien mussten die Entscheidung bringen. Winfried Schüler verlor aufgrund eines deutlichen Materialnachteils, Robert Hamar fand in einem komplexen Leichtfigurenendspiel nicht den Remisweg und Hanspeter Becker wurde ein struktureller Stellungsnachteil zum Verhängnis. Kurz: Alle drei Schlusspartien gingen verloren. So kam Denzlingen zu einem ungefährdeten Auswärtserfolg, und die Ebringer müssen nun versuchen beim anstehenden Auswärtsspiel in Waldshut-Tiengen die ersten Punkte einzufahren.
Text: Karl-Peter Kendzia
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